26 Frauen nahmen in Schönstatt an einem Seminar teil
Getraut - getrennt - geschieden - und dann?
Schönstatt. Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Im Jahr 2012 gab es 179147 Ehescheidungen, darunter 88863 Ehescheidungen mit minderjährigen Kindern und 143022 betroffene minderjährige Kinder (Statistisches Bundesamt, 2013). Was ist dem entgegenzusetzen, wenn nach einer Trennung eine ganze Welt von jetzt auf gleich zusammenbricht? In Schönstatt (Vallendar) reagieren seit über zehn Jahren ein Team von getrennten und geschiedenen Frauen sowie eine Schönstätter Marienschwester auf diese Fakten. Das Team bietet ehrenamtlich in regelmäßigen Abständen Tages- und Wochenendseminare für Frauen nach Trennung oder Scheidung an (mit Kinderbetreuung). Mittlerweile gibt es auch Seminare in Nord- und Süddeutschland. Ende September fand wieder eines dieser Seminare mit 26 teilnehmenden Frauen und acht Kindern im Alter von vier bis elf Jahren statt. Unterschiedlichste Themengebiete gab es bei zurückliegenden Seminaren: Vom Bruch zum Aufbruch, Wer gibt meinem Leben Sinn und Ziel?, Mut zur Freiheit. Mut zu Entscheidungen, Finde deinen Kompass, Was kann ich - was will ich? Diesmal lag der Focus darauf, den schönsten Draht zu sich selbst zu finden. Passend dazu am Samstagnachmittag eine Farbberatung: damit das Beste zur Entfaltung kommen kann. Die Inhalte der Veranstaltung zielten darauf, sich nach dem Zusammenbruch einer Beziehung auf die Suche nach neuen Perspektiven und nach Antworten auf die Fragen des Lebens zu machen. Neue Möglichkeiten zu Leben wurden durch Impulse und durch den Austausch mit anderen betroffenen Frauen eröffnet. „Es ist eine Riesenherausforderung, mit der komplett veränderten Situation fertig zu werden. Brüche und Verletzungen der Vergangenheit brauchen Heilung,“ so Petra Maiworm, die mit drei weiteren Frauen aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer ein Neuanfang nach einer Trennung sein kann. „Zu den regelmäßigen Treffen kommen in der Regel rund 20 bis 30 Frauen mit ihren Kindern. Die Frauen, die zum Teil schon seit einigen Jahren dieser Gruppe der Frauen nach Trennung oder Scheidung angehören, erfahren, dass es ihnen immer gut tut, aus dem gewohnten Lebensrhythmus auszusteigen, um neue Energie für ihren Alltag zu tanken“, sagt die Wahl-Düsseldorferin. Dass dem wirklich so ist, bestätigt U.: „Seit ich das letzte Mal im Mai hier war, hat sich gewaltig etwas verändert, und ich habe da einen Sprung gemacht. Zuerst dachte ich mir: ich weiß ja schon alles. Dann kam ich hierher und merkte: ich kann so vieles dazu lernen. Vor allem habe ich erkannt: Fehler machen mich nicht klein. Ich kann daraus lernen.“ Wer Kontakt haben möchte, kann sich gerne an den Kreis der Frauen nach Trennung oder Scheidung wenden: Petra Maiworm, Düsseldorf, Tel. (02 11) 98 96 96 61, E-Mail: petra.maiworm@web.de oder im Bereich Koblenz: Schw. M. Anne-Meike Brück, Pilgerzentrale Schönstatt, Vallendar, Tel. (02 61) 96 26 41 4, E-Mail: sr.anne-meike@schoenstatt-info.de
In kleiner Arbeitsrunde wurde viel besprochen.
