Allgemeine Berichte | 18.06.2013

Stommel Stiftung / Rheinische Philharmonie

Gongschlag zum Orchester der Generationen

Proben starten in Urbar - Uraufführung voraussichtlich am 29. Oktober 2014

Gongschlag zum Orchester der Generationen

Urbar. Circa 70 Musiker warten im Bürgerhaus Urbar gespannt auf ihren Auftritt. Auf dem Programm: Mozart, Bizet und Grieg. Eigentlich nichts Ungewöhnliches - bis auf die höchst merkwürdige Zusammensetzung der Aufführenden: 35 Musiker kommen vom Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Die übrigen 35 sind Laien, die sich in dem von der Stommel Stiftung mit Unterstützung der Rheinischen gegründeten Orchester der Generationen zusammengefunden haben. Der Name des Orchesters ist Programm: Die jüngste Oboistin ist neun Jahre alt, der älteste Kontrabassist 89 Jahre. Hinter dieser auf den ersten Blick etwas abenteuerlichen Mischung steht ein ganz handfester Gedanke: Die Generationen driften immer weiter auseinander - Jüngere und Ältere haben sich immer weniger zu sagen. Musik dagegen schafft als universelle Sprache Anknüpfungspunkte auch ohne Worte. Tatsächlich wurde die Aufführung dann auch ein großer Erfolg und vom Publikum, von der Presse, aber auch von den Musikern selbst mit sehr viel Sympathie aufgenommen. Zudem wurde ein hohes Niveau des Zusammenspiels erreicht. Schnell war man beim „Du“ unter Kollegen und die Profis nahmen die Laien fürsorglich „bei der Hand“ wenn es erforderlich war. Nun geht es in die zweite Runde: Von Stiftung und Rheinischer Philharmonie wurde ein Kompositionsauftrag erteilt. Für das Projekt konnte der junge Komponist Max Hundelshausen gewonnen werden, der bereits bei einem Kompositionswettbewerb der Berliner Philharmoniker einen ersten Preis gewonnen hat. Die Uraufführung wird in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz stattfinden - voraussichtlich am 29. Oktober 2014 - und das Orchester der Generationen und die Rheinische Philharmonie werden das Werk gemeinsam aus der Taufe heben. Zusätzlich ist geplant, eine Fotoreihe oder ein Videokunstwerk mit dem Thema „Generationen“ in Auftrag zu geben, welches dann während des Konzerts auf die Bühnenrückwand projiziert wird. Für das Projekt haben die Organisatoren bereits jetzt viel Fürsprache erhalten. Darüber hinaus hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer freundlicherweise die Schirmherrschaft übernommen. Das Orchester probt (außer während der Schulferien) im Gebäude der Stommel Stiftung, Bornstraße 23 in Urbar unter der Leitung von Dirigent Jonas Häring - jeweils donnerstags von 18.30 bis 19.30 Uhr, was durch die fachliche und finanzielle Unterstützung von Helenas Musikschule in Vallendar möglich wurde. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bei: Jonas Häring, Tel. (01 76) 22 13 27 11; Mail: jonas2004@t-online.de - oder einfach vorbeikommen. Ferner wurde von der Partnermusikschule der Stiftung ein weiteres kleines Orchester gegründet, in dem die Musiker mit geringerem Kenntnisstand „fit“ für die Teilnahme beim Orchester der Generationen gemacht werden. Die Proben finden jeweils dienstags von 14.15 bis 15 Uhr im Stiftungsgebäude statt. Die Teilnahme ist hier ebenfalls kostenlos. Anmelden kann man sich bei Helena Habetz-Kloss, Tel. (01 71) 1 25 71 38, Mail: dirk-habetz@web.de. Bis zur Aufführung wird die Rheinische Philharmonie den Kontakt mit den Laienkollegen vom Orchester der Generationen intensivieren, um ein möglichst hohes Niveau bei der Aufführung zu erreichen: So stehen Besuche der Profis bei den Proben der Laien und gemeinsame Workshops auf dem Programm. Mitmachen kann grundsätzlich jeder, der Interesse hat und ein Instrument beherrscht. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Fördervereins der Stiftung (www.stommel-stiftung.de) und der Homepage der Rheinischen (www.rheinische-philharmonie.de).

Komponist Max Hundelshausen.

Der Gongschlag zum Konzertereignis der Stommel Stiftung / Rheinische Philharmonie ist gefallen.Fotos: privat

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