HV Vallendar
HV Vallendar unterliegt denkbar knapp in Mundenheim
Vallendar. Die Spiele zwischen dem HV Vallendar und der VTV Mundenheim sind immer etwas Besonderes, die Spiele sind meist an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Vergangene Saison konnte der HVV in heimischer Halle mit 27:21 gewinnen, auswärts erkämpfte man sich im Ludwigshafener Vorort ein starkes Remis. Im Vorfeld des Spiels konstatierten die Mundenheimer selbst, dass die Vallendarer für sie unangenehme Gegner seien. Damit wiesen alle Zeichen auf eine packende Begegnung. Doch damit nicht genug: In den Reihen des VTV steht seit dieser Saison Marco Binnes, welcher noch bis zur letzten Saison das Trikot der Löwen trug.
Hinein ins Spiel: Der Beginn der Partie verlief für die Vallendarer etwas schleppend, die 6:0-Abwehr der Hausherren stand kompakt und verfügte über einen groß gewachsenen Innenblock. Die Rheinländer schafften es anfangs viel zu selten, sich mit schnellen Ballstafetten Freiräume zu erarbeiten. Zudem unterliefen den jungen Löwen in der Anfangsphase zwei ärgerliche Fehler, als man den Mundenheimern den Ball direkt in die Hände spielte. Das alles war Grund genug für Wolfgang Reckenthäler, die grüne Karte zu ziehen und seine Mannen neu einzustellen. Er motivierte seine Jungs, weiter aggressiv in der Defensive zu arbeiten und vor allem im Angriff geduldiger zu agieren. Er wechselte Spielmacher Merlin Busse ein, welcher sich trotz Schulterproblemen in den Dienst der Mannschaft stellte und umgehend mehr Struktur in das Angriffsspiel der Gäste brachte. Vor allem erzeugte er Räume für Lucas Gerdon, der diese trotz Harzverbot in der Mundenheimer Halle sicher nutzte. Nach 25 Minuten musste man dann auf Phillip Müller verzichten, welcher sich bei einer Abwehraktion die Nase brach. Ihm gilt an dieser Stelle gute Besserung und eine baldige Genesung. Zur Halbzeit waren die Löwen wieder voll im Geschäft, es stand 10:12 aus Sicht der Rheinländer.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Löwen zunächst eine kleine Schwächeperiode, Mundenheim kam gut ins Spiel und setzte sich langsam immer weiter ab. Schließlich lagen die Pfälzer recht deutlich mit 18:13 in Front, das Spiel schien entschieden. Doch nun zeigte sich der für die Löwen typische Kampfgeist. Trotz einiger umstrittener 7-Meter-Entscheidungen der beiden Unparteiischen holten die jungen Vallendarer Tor um Tor auf. Mit großem Kampf in der Defensive und einem guten Torhüter Simon Stein zwischen den Pfosten kam der HVV wieder heran. Durch schnelle Gegenstöße und zwei sicher verwandelte Siebenmeter von Tim Meder glich man nicht nur aus, sondern ging knapp 7 Minuten vor dem Ende in Führung. Nun war es an Heimtrainer Horlacher seinerseits eine Auszeit zu nehmen, welche dann auch Wirkung zeigte. Mundenheims Wechselmöglichkeiten wurden vollends ausgeschöpft, die Hausherren schickten immer wieder frische Spieler auf das Parkett. Zudem kam in der Schlussphase mit Tim Doppler ein erfahrener Drittliga-Akteur ins Tor des VTV, der am Ende ein ums andere Mal glänzend hielt. Am Ende fehlte den Löwen wohl die Kraft, man hatte bei der grandiosen Aufholjagd einige Federn gelassen. Doch sowohl einen Gegenstoß als auch einen Wurf von Rechtsaußen konnte der HVV nicht nutzen und brachte sich so um einen Punkt, welcher auf Grund der starken zweiten Halbzeit nicht unverdient gewesen wäre. Mit dem Schlusspfiff stand eine etwas ärgerliche 25:22-Niederlage auf der Anzeige, doch die Löwen wirken gefestigt und sind bereit für die nächsten anstehenden Aufgaben.
Vorschau
Am kommenden Samstag, 19. September ist die derzeit noch ungeschlagene HSV Merzig-Hilbringen zu Gast auf dem Mallendarer Berg. Hier wollen die Löwen wieder ihre Heimstärke unter Beweis stellen und beide Punkte in Vallendar behalten. Anpfiff dieser Partie ist wie gewohnt um 18 Uhr in der Sporthalle auf dem Mallendarer Berg in Vallendar.
Es spielten für den HVV: Burgard und S. Stein (beide im Tor), Gerdon, Meder, Busse, Baldus, Woods, Lohner, D. Stein, Hertz, Wamser,Graulich, Müller, Schäfer.
Pressemitteilung
des HVV Vallendar
