Evangelische Kirchengemeinde Vallendar
Helferinnen-Ausflug
Besuch des Museums „Leben und Arbeiten“ auf Nastättens „Bildungshügel“
Vallendar. Wie war es früher im „Blauen Ländchen“? Eine Antwort auf diese Frage suchten die Helferinnen, ein Helfer und Pfarrer Gerd Götz während ihres Ausfluges nach Nastätten im „blauen Ländchen“. Der Himmel war wolkenverhangen, als sich die Gruppe per Bus auf den Weg machte. Der Sommer schickte statt Sonne den Regen, der die Teilnehmer während der Fahrt durch das Mittelrheintal begleitete. Man erinnerte sich an frühere Ausflüge, Wanderungen und Burgenbesichtigungen. Vorbei an der Loreley verließ der Bus in Lorch den Rhein und bog in das Wispertal ab. Zeitig bei einem Ausflugslokal angekommen, vertrat man sich erst einmal gut beschirmt ein wenig die Beine. Das Mittagessen schmeckte vorzüglich und die gegenüberliegende Forellenanlage verführte noch zum Einkauf von Geräuchertem. Der Himmel klarte auf, die Mittagsmüdigkeit verflog und das Ziel der Tour wurde angesteuert: der Besuch des Museums „Leben und Arbeiten“ auf Nastättens „Bildungshügel“, so genannt wegen der sich dort befindenden Schulen, des Regionalmuseums und des Bürgerhauses.
Museum „Leben und Arbeiten“
Eine gute Führung versetzte die Besucher in den Alltag des ländlichen Lebens der letzten zwei Jahrhunderte. Dort sind in 20 Kojen die Werkstätten der Handwerker, der Tante-Emma-Laden und eine Schule zu sehen. Anschaulich dargestellt wird aber auch das Wohnen und die Freizeitgestaltung. Das Museum besteht seit 1982 und erhielt vor einem Jahr eine ganz besondere Rarität: Im Jahr 1865 schrieb ein jüdischer Rabbi eine Thorarolle mit den fünf Büchern Mose für die Nastätter Synagoge ab. Diese verschwand 1939 und tauchte auf mysteriöse Weise im Jahr 2013 wieder auf und fand mit Billigung des Wiesbadener Rabbiners eine neue Heimatstatt im Regionalmuseum in Nastätten. Besonders stolz ist man ebenso auf die große Sammlung der etwa 350 Tonkrüge, die zur Versendung des heilenden Wassers aus den zahlreichen Mineralbrunnen der Gegend genutzt wurden. Nach solch reichhaltigen Informationen freute man sich auf Kaffee und Kuchen in der „Dorfkneipe“, bevor sich die Gruppe wieder auf den Heimweg machte. Eine Frage sollte jedoch noch beantwortet werden.
Wieso heißt es „blaues Ländchen“?
Seinen Namen verdankt es dem nur dort wachsenden blaublühenden Flachs und dem Einfärben der daraus gewonnenen Fasern. Nastätten trägt daher auch den Beinamen „Blaufärberstadt“. In Vallendar wieder angekommen, verabschiedete man sich und erinnerte gleichzeitig an das bevorstehende Johannisfest und das nächste Helferinnen-Treffen am Donnerstag, 23. Juli - unten.
Ein herzlich Willkommen im Museum.
