Allgemeine Berichte | 23.07.2013

Kath. Frauengemeinschaft Weitersburg

„Hinauf, hinauf zum Schloss!“

Tagesfahrt führte zum geschichtsträchtigen Schloss in Hambach, inklusive Plausch mit der Ministerpräsidentin

„Hinauf, hinauf zum Schloss!“

Weitersburg. „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ Diesem Aufruf war die Kath. Frauengemeinschaft Weitersburg gefolgt und hatte als Ziel der diesjährigen Tagesfahrt das Hambacher Schloss bei Neustadt in der Pfalz. Die Fahrt startete mit 41 Teilnehmern nicht gerade bei schönem Wetter - es regnete wie an so vielen Tagen - in Richtung Pfalz. Doch alle waren sehr optimistisch und meinten: „In der Pfalz scheint die Sonne“. Und es war tatsächlich so. Bis unser Bus die Pfalz erreicht hatte, hörte es auf zu regnen und sogar die Sonne ließ sich blicken.

Vor dem Hambacher Schloss wartete eine Überraschung auf uns. Unsere rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die an diesem Morgen im Schloss zu Besuch war, begrüßte uns Weitersburger herzlich und nahm sich Zeit für einen kleinen Plausch. Nun folgten wir unseren Gästeführern rund um das Hambacher Schloss. Aufmerksam hörten wir ihren Worten zu, die sie zu der Geschichte des Schlosses erzählten. Bekannt ist das Hambacher Schloss auch unter dem Namen Kästenburg und Maxburg. Der Name Kästenburg kommt von den umliegenden Esskastanienwäldern - pfälzisch für Kastanienburg.

Der Name Maxburg rührt daher, dass nach Napoleons Sturz und dem Wiener Kongress die als Rheinkreis neu definierte Pfalz 1816 an das Königreich Bayern fiel. Unsere Gästeführer informierten uns weiterhin über die verschiedenen Eigentümerwechsel, die Schäden und Zerstörungen und insbesondere über das Hambacher Fest im Jahre 1832. Am 27. Mai 1832 folgten etwa 30.000 Menschen der Einladung und zogen von Trompetensignalen und Musik begleitet den geschmückten Weg hinauf zum Hambacher Schloss.

Auf der höchsten Stelle des Schlosses wurde die schwarz-rot-goldene Fahne an diesem Tage zum ersten Mal aufgesteckt. In zahlreichen Reden, Liedern und Trinksprüchen wurden die unterschiedlichen Forderungen erhoben. In unzähligen persönlichen Gesprächen und Diskussionen fand ein reger und teils kontroverser Meinungs- und Gedankenaustausch statt. Eine der wichtigsten Forderungen des Hambacher Festes war die Meinungs- und Pressefreiheit. Die Pfälzer fanden Unterstützung bei zahlreichen anderen Volksgruppen und Einzelpersonen. Seit jenem Fest gilt das Hambacher Schloss als Sinnbild der Demokratie in ganz Deutschland. Im Schlossinneren konnten wir beim Rundgang durch die Ausstellung viele Dokumente und Gegenstände der Geschichte des Hambacher Schlosses begutachten. Besonders ist hier das Original der schwarz-rot-goldenen Fahne, die erstmals auf dem Hambacher Fest „getragen“ wurde hervorzuheben. Nennenswert ist hier auch der in den Jahren 2009 bis 2011 errichtete Neubau des Restaurants. Dem Architekten Max Dudler gelang es, den Neubau in das historische Bild des Hambacher Schosses zu integrieren. Für diesen Umbau und die Erweiterung erhielt der Architekt im Jahre 2012 den DAM-Preis des Deutschen Architekturmuseums. Nach so viel Geschichte war unser nächstes Ziel Neustadt an der Weinstraße. Hier hatten alle die Gelegenheit, die gemütlichen Gassen zu erkunden. Viele kleine und größere Geschäfte lockten mit ihren Auslagen. Das gastronomische Angebot lud zum Essen, einem guten Glas Wein oder sonstigen Köstlichkeiten ein. Unsere Heimfahrt wurde noch einmal in Hackenheim unterbrochen. Hier ließen wir den Tag in den urigen Gemäuern des Bonnheimer Hofes mit einem köstlichen Abendessen ausklingen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßte in Weitersburger.Fotos: privat

Gut „behütet“.

Das Hambacher Schloss.

Abendessen im Bonnheimer Hof.

„Hinauf, hinauf zum Schloss!“
„Hinauf, hinauf zum Schloss!“

„Hinauf, hinauf zum Schloss!“

„Hinauf, hinauf zum Schloss!“

Auch wir durften die Deutschlandfahne hochziehen.

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