Jugendliche diskutieren vor Landtagswahl
Jugend zeigt bei Austausch mit Politikern in Haus Wasserburg, dass sie mitreden können - und wollen
aus Vallendar
Lebhaft und kontrovers diskutierten rund 20 junge Menschen am Samstag in Haus Wasserburg mit sechs Landespolitiker:innen, was sie im Vorfeld der Landtagswahlen beschäftigt. Dabei gab es bisweilen große Unterschiede in den Positionen der Parteienvertreter:innen – in einer Sache waren sich aber fast alle von ihnen mit den jungen Menschen einig.
Vallendar. Unter dem Titel „Wir müssen reden“ hatte das Jugendbildungshaus der Pallottiner in Vallendar gemeinsam mit der Fachstelle Jugend Koblenz junge Menschen von 15 bis 27 Jahren und Landespolitiker:innen eingeladen, um direkt und auf Augenhöhe miteinander in Austausch zu kommen. Gemeinsam auf Basis geteilter Werte nach guten Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu suchen, sei nicht nur der Anlass für diese Veranstaltung, sondern für fast alle Angebote in Haus Wasserburg, sagte Rektor Jörg A. Gattwinkel SAC zur Begrüßung.
Zu Beginn stellten sich Nicolas Cordes (SPD), Sandra Krämer (FDP), Rebecca Stallbaumer (Grüne) und Maximilian Rumpf und Maurice Steck (CDU) sowohl persönlich als auch ihre politischen Standpunkte vor, indem sie sich zu Fragen aus dem Wahl-O-Mat positionierten. Zur Frage, ob Jugendliche bei den Landtagswahlen schon ab 16 Jahren wählen dürften, stimmten nicht nur die Politiker:innen, sondern auch die jungen Menschen mit ab – und waren sich fast alle einig. Nur Maximilian Rumpf (CDU) positionierte sich gegen eine Absenkung des Wahlalters und argumentierte, Rechte und Pflichten junger Menschen müssten sich die Waage halten.
Junge gestalten den Austausch – von Bildung bis Mobilität
Beim anschließenden Austausch an Stehtischen, zeigten die jungen Menschen, dass sie nicht nur mitreden wollen, sondern auch können. Von Alternativen zum Abitur über Mobilität im ländlichen Raum bis Wehrdienst reichte die Palette der Themen, die mit den Politiker:innen rund anderthalb Stunden lang diskutiert wurden. Dabei bestimmten die jungen Menschen, worüber und wie lange sie reden wollten und konnten jederzeit zwischen den Politiker:innen wechseln. „Wir müssen einander mehr zuhören, weil so neue Ideen entstehen – wie hier bei der Diskussion“, resümierte Sandra Krämer (FDP), die gemeinsam mit den Jugendlichen an ihrem Tisch, die Idee einer „dualen Schule“ entwickelte.
Auch an den Tischen der anderen Politiker:innen war Bildung das zentrale Thema – zumal mit Nicolas Cordes (SPD) nicht nur ein Landtagskandidat, sondern auch Lehrer als Ansprechpartner zur Verfügung stand. „Anders als bei Podiumsdiskussionen, kam man richtig ins Gespräch und konnte tief in die Themen einsteigen“, lobte der 23-jährige Steffen aus Vallendar.
Klimaschutz, Digitalisierung und ein konstruktiver Austausch prägten das Gespräch
Großes Interesse bestand aber auch an anderen Themen, die direkt die Zukunft junger Menschen betreffen, wie Umwelt- und Klimaschutz, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Diese wurden besonders mit Rebecca Stallbaumer und Thomas Heinemann-Hildner von den Grünen sowie Maximilian Rumpf und Maurice Steck von der CDU diskutiert. „Ich finde es wichtig mit Politker:innen kontrovers zu diskutieren – gerade wen man anderer Meinung ist“, erklärte eine Teilnehmerin ihre Motivation.
Obwohl die Diskussionen um grundsätzliche Themen wie soziale Gerechtigkeit heftig geführt wurden, war der Austausch zwischen Politiker:innen und jungen Menschen konstruktiv und von gegenseitigem Interesse geprägt. Das ist auch dem Einsatz von vier jungen, ehrenamtlichen Moderator:innen zu verdanken, die an jedem Tisch darauf achteten, dass alle Anliegen Gehör fanden und Diskussionen fair verlief. „Die Diskussion hat mir gezeigt wie vieles politisch ist – wir kamen ständig von einem Thema aufs nächste“, berichtet Leonie von den Gesprächen am Tisch, den sie moderierte.
Politiker:innen loben innovatives Format
Auch die Politiker:innen nahmen viel aus dem lockeren und innovativen Diskussionsformat mit: „Wir brauchen mehr solcher Gesprächsgelegenheiten und weniger starre Podiumsdiskussionen“, sagte Nicolas Cordes. Und Rebecca Stallbaumer ergänzte zum Abschluss: „Der Austausch hat mir gezeigt, dass es sich lohnt für das Wahlalter 16 zu kämpfen“.
Sandra Krämer (FDP) war eine der Politiker:innen, die im Vorfeld der Landtagswahl mit den jungen Menschen in Haus Wasserburg diskutierte. Foto: Haus Wasserburg/Mathias Birsens
Nicolas Cordes (SPD) war einer der Politiker:innen, die im Vorfeld der Landtagswahl mit den jungen Menschen in Haus Wasserburg diskutierte. Foto: Haus Wasserburg/Mathias Birsens
An den Tischen aller Politiker:innen war Bildung das zentrale Thema – zumal mit Nicolas Cordes (SPD) nicht nur ein Landtagskandidat, sondern auch Lehrer als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Foto: Haus Wasserburg/Mathias Birsens
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