Politik | 08.06.2015

SPD-Wahlkreiskonferenz im „Alten Brauhaus“ in Mülheim-Kärlich

Karin Küsel-Ferber ist die Direktkandidatin

Karin Küsel-Ferber und Andreas Rath mit der gesamten Politprominenz. Denny Blank

Mülheim-Kärlich. Für die Wahl der Vertretung der Bürger im neu zugeschnittenen (erstmals gehört die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen dazu) Landtagswahlkreis 10 Bendorf/Weißenthurm wurde mit herausragendem Ergebnis Karin Küsel-Ferber zur Direktkandidatin gewählt. Auf der Wahlkreiskonferenz haben die Delegierten die Urbarer Ortsbürgermeisterin fast einstimmig als Kandidatin für die Landtagswahl 2016 gekürt. Mit 102 Ja- bei neun Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen wollten die Konferenzteilnehmer die 46-Jährige als Direktkandidatin in den Landtagswahlkampf und möglichst als Nachfolgerin des bisherigen Abgeordneten Dieter Klöckner nach Mainz schicken.

Bei der Konferenzeröffnung unter der Leitung des SPD-Kreisvorsitzenden Clemens Hoch stellte er klar heraus, dass der Kreisverband auch in der nächsten Legislaturperiode wieder stark in Mainz vertreten sein will. „Unser Anspruch ist es, auch das nächste Mal wieder drei Abgeordnete zu stellen“, unterstrich der Chef der Mainzer Staatskanzlei. Neben Hendrik Hering als Hauptgastredner begrüßte auch der zuständige Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger die Delegierten. „Ihr dürft euch nicht einlullen lassen von dieser Julia Klöckner“, rief er den Anwesenden in seiner Bilanz über die bisherigen Erfolge, Höhen und auch Tiefen der rheinland-pfälzischen Landesregierung zu.

Eine ausführliche Gleichgewichtung über die Arbeit der Mainzer Staatsgeschäfte übte der ehemalige Wirtschaftsminister Hering. Der Hachenburger Landtagsabgeordnete referierte Beispiele, dass Rheinland-Pfalz ein Zuzugsland sei. „Wir sind ein Fortschrittsland. Zu uns ziehen immer mehr Menschen und auch Unternehmen“, führte Hering aus. Anhand weiterer Beispiele rechnete er den Delegierten vor, dass „das Konzept der SPD gut für Rheinland-Pfalz war, ist und weiter sein wird“.

Einen Seitenhieb in Richtung der konservativen und derzeitigen Opposition konnte er hierbei nicht verbergen. „Gebühren für Bildung, wie es die CDU beziehungsweise Julia Klöckner vorhat, sind ungerecht und unsozial“, meinte der Vorsitzende des SPD-Bezirksverbands Rheinland abschließend.

Vor dem Wahlgang der A-Kandidatur stellte sich die einzige Kandidatin, Karin Küsel-Ferber, in ihrer Bewerbungsrede kurz vor. Die Mitarbeiterin des Wahlkreisbüros von Andrea Nahles zeigte den Konferenzteilnehmern auf, weshalb sie gern in den Landtag möchte: „Ich möchte mich für euch stark machen, gemeinsam mit euch und an der Seite von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.“ Sie will den Chancen und Herausforderungen offen begegnen. „Gemeinsam mit euch will ich dafür kämpfen, dass der Wahlkreis Bendorf/Weißenthurm wieder eine Abgeordnete hat und die Menschen ein Gehör haben“, rief sie mit Blick auf den Landtagswahlkampf den Delegierten zu.

Die Wahl der A-Kandidatur erfolgte ohne Gegenkandidatur. So warfen bei der Wahl um die B-Ersatzkandidatur vier Bewerber ihren Hut in den Ring. Darunter die Bendorfer Kommunal- und Migrations-/Integrationspolitikerin Zeynep Begen, der Schüler und Mülheim-Kärlicher Alexander Holland, der AWO-Sozialarbeiter Hüseyin Ocar und der Hillscheider Bürgermeister Andreas Rath.

Hierfür mussten die Delegierten im Verlauf der Konferenz zweimal die Stifte zücken. Denn beim ersten Wahlgang erhielt keiner der vier Kandidaten die absolute Mehrheit. Erst der zweite Wahlgang führte zu klaren Verhältnissen in der Verteilung der Delegiertenstimmen. So konnte Rath die einfache Mehrheit auf sich vereinen. Der 36-jährige Lehrer „will mit Küsel-Ferber einen starken Wahlkampf machen und tolle Erfolge für den neu zugeschnittenen Wahlkreis einfahren“.

Hendrik Hering gratuliert Karin Küsel-Ferber mit einem Blumenstrauß.

Hendrik Hering gratuliert Karin Küsel-Ferber mit einem Blumenstrauß.

Karin Küsel-Ferber und Andreas Rath mit der gesamten Politprominenz.Fotos: Denny Blank

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