Allgemeine Berichte | 09.05.2017

Seniorenheim St. Josef Vallendar

Katharina Nattermann feierte ihren 100. Geburtstag

Die Jubilarin stieß mit Wolfgang Helbach, Rita Berens und Fred Pretz auf ihren Ehrentag an.privat

Vallendar. Am 15. April gab es im Seniorenheim St. Josef ein Fest aus einem ganz besonderen Anlass: Katharina Nattermann feierte ihren 100. Geburtstag. Viele Gratulanten folgten bereits am Morgen der Einladung der Jubilarin zu einem Sektempfang in der Bibliothek. Hierzu zählten unter anderem der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Fred Pretz, der Beigeordnete der Stadt Vallendar, Wolfgang Helbach, der Zweite Vorsitzende des Clubs für Bildung und Freizeit, Dr. Günter Herrmann, die Vorsitzende des Bewohnerbeirats, Luise Deurer, und natürlich viele Bewohner und Mitarbeiter vom Seniorenheim St. Josef. Die Familie, Verwandte und Freunde waren ebenfalls gekommen, um mit der Jubilarin diesen außergewöhnlichen Tag zu feiern. Katharina Nattermann war schier überwältigt von all den Blumen, Geschenken und Glückwünschen zu ihrem Ehrentag. Sie strahlte und bedankte sich unentwegt, wobei sie stets versuchte, die Freudentränen wegzublinzeln.

Katharina Nattermann, geborene Prümm, wurde am 15. April 1917 in Vallendar geboren. Sie besuchte dort die Volksschule und absolvierte nach deren Abschluss eine Ausbildung als Buchhalterin. Im Oktober 1950 heiratete sie ihren Mann Willi Nattermann, der im Februar 1974 verstarb. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor, die sich liebevoll um die Mutter kümmern. Sie hat drei Enkelkinder und einen Urenkel, der im Jahr 2017, also 100 Jahre später als seine Uroma, geboren wurde. Bis zu ihrem 98. Lebensjahr lebte sie in ihrem Haus in Vallendar und versorgte sich weitgehend selbst. Katharina Nattermann war in ihrem Leben sehr aktiv und vielfältig interessiert. So gehörte sie jahrelang dem Turnverein an und gewann einige Preise bei Wettbewerben. Auch in der Handarbeit war sie sehr geschickt und „bestickte“ die Familie und die nähere Verwandtschaft nach der neuesten Mode.

Gern reiste sie mit dem Club für Bildung und Freizeit in fremde Städte und Länder, hierbei trug sie immer zur Unterhaltung der Mitreisenden durch lustige Vorträge und Gedichte bei. Viele Jahre war sie beim Club im Vorstand als Kassiererin tätig. Katharina Nattermann war stets hilfsbereit. Bei ihren Freunden und Freundinnen ist sie heute noch sehr beliebt. Für ihre Familie tat sie stets ihr Bestes und half, wo sie nur konnte. Im Januar 2016 entschloss sie sich zum Einzug ins Altenheim St. Josef. Hier fühlt sie sich sehr wohl und freut sich über viele Besuche von ihrer Familie und Freunden.

Gern nimmt sie an den vielfältigen Beschäftigungsangeboten und den Festen und Veranstaltungen im St. Josef teil. Den Vormittag verbringt sie mit Gleichgesinnten in der Wohnküche, wo sie gern Gedichte und Geschichten zum Besten gibt. Auf die Frage, was denn nun das Beste am Alter sei, meinte die Jubilarin: „Dass ich endlich ausschlafen darf.“

Katharina Nattermann in ihrem Element: Bei einem Vormittag in der Cafeteria mit den WHU Lions Lesepaten trug sie dem Publikum mit schauspielreifer Mimik und Gestik das Gedicht „Nicht Naschen Hänschen“ vor.

Katharina Nattermann in ihrem Element: Bei einem Vormittag in der Cafeteria mit den WHU Lions Lesepaten trug sie dem Publikum mit schauspielreifer Mimik und Gestik das Gedicht „Nicht Naschen Hänschen“ vor.

Die Jubilarin stieß mit Wolfgang Helbach, Rita Berens und Fred Pretz auf ihren Ehrentag an.Fotos: privat

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