10. Internationaler Weltblutspendertag
Kein „Land unter“ bei den Lebensrettern
Walter Holzmann aus Vallendar wurde für seine bedingungslose Hilfe geehrt
Vallendar/Berlin. Trotz Hochwasserkatastrophe nahmen wieder tausende Blutspender an den bundesweit angebotenen Blutspendeterminen zum 10. Internationalen Weltblutspendertag teil. In Berlin wurden 65 Mitbürger in feierlichem Rahmen für ihr Engagement geehrt. Von der Lage in den Hochwassergebieten ist auch eine der tragenden Säulen unter dem Dach des DRK betroffen – das Blutspendewesen. Etliche Blutspendetermine mussten abgesagt werden. Für die Versorgung der Patienten in den medizinischen Einrichtungen sind aber täglich deutschlandweit rund 15.000 Blutspenden nötig. Dem 10. Internationalen Weltblutspendertag kam deshalb umso mehr die Aufgabe zu, eindringlich auf die Wichtigkeit der Blutspende hinzuweisen und an die Bürger, nicht nur in den Hochwassergebieten, zu appellieren die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen. Ein besonderer Appell musste an die 65 Personen, die stellvertretend für jährlich 3,6 Millionen freiwillige Blutspenden beim Deutschen Roten Kreuz in einer zentralen Festveranstaltung im Rahmen des Weltblutspendertages bei einem Festakt im Schloss Charlottenburg geehrt wurden, nicht gerichtet werden. Sie haben im Laufe ihres zum Teil jahrelangen Engagements als Blutspenderin oder Blutspender insgesamt rund 6.000 Blutspenden geleistet.
DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters und Rotkreuz-Botschafterin Carmen Nebel zeichneten Blutspender und ehrenamtliche Helfer in Berlin aus. Den Höhepunkt des 10. Internationalen Weltblutspendertages bildete die feierliche Abendveranstaltung im Schloss Charlottenburg, bei der die Auszeichnung der Ehrengäste mit der von Jette Joop designten Ehrennadel und die Übergabe einer Ehrenurkunde durch den DRK-Präsidenten Dr. Rudolf Seiters sowie die Rotkreuz-Botschafterin Carmen Nebel erfolgte. Daneben wurde den Ehrengästen während ihres Berlin-Aufenthaltes einiges geboten. Am Vorabend des Weltblutspendertags zählte ein Besuch der aktuellen Erfolgs-Produktion SHOW ME im Friedrichstadt-Palast zu den Highlights des Rahmenprogramms. Zudem hatten die Ehrengäste reichlich Gelegenheit, Berliner Luft zu schnuppern.
Beispielsweise in rund 100 Meter Höhe am Panoramapunkt Potsdamer Platz. Oder bei einer Schifffahrt durch Berlins historische Mitte vom Schiffsanleger Märkisches Museum zum Schiffsanleger Friedrichstraße/Reichstagufer. Das Motto des 10. Internationalen Weltblutspendertags lautet: „Give the gift of life: donate blood“. Dieser wird zu Ehren des Pioniers der Transfusionsmedizin, Karl Landsteiner, international gefeiert. Bereits zum 10. Mal lud das Deutsche Rote Kreuz zu diesem Anlass nach Berlin ein. Unter den Personen, welche dieses Jahr ausgezeichnet wurden, befanden sich aus Rheinland-Pfalz: Monika Gschwind aus Leimersheim, Lena Candels aus Harspelt und Walter Holzmann aus Vallendar. Jedes Jahr übernimmt ein anderes Land die Schirmherrschaft, in diesem Jahr ist es Frankreich. Das Etablissement Français du Sang (EFS), France richtete in Paris die internationale Auftaktveranstaltung aus.
Blut spenden, Leben retten
Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 75 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Sechs regional tätige Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes zeichnen verantwortlich für die flächendeckende, umfassende Versorgung der Patienten in der Bundesrepublik Deutschland. Mit rund 3,6 Mio. Vollblutspenden pro Jahr wird die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland zu 75 Prozent gesichert; nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Weitere Termine und Informationen zur Blutspende unter http://www.blutspende.de
