Lokalsport | 08.10.2013

Oberliga: HVV Vallendar - TV Mülheim 27:26 (12:14)

Löwen besiegen den „Derbyfluch“

Löwen besiegen den „Derbyfluch“

Vallendar. Ein hochdramatisches Spiel lieferten sich die Lokalrivalen HV Vallendar und TV Mülheim am vergangenen Freitagabend auf dem Mallendarer Berg.

Nach vielen Misserfolgen in den letzten Jahren konnte Vallendar endlich wieder einmal einen Sieg erringen. Spannung pur war wieder einmal angesagt. Die zahlreichen Zuschauer bekamen ein nervenaufreibendes Spiel geboten. Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die Gäste auf vier Tore ab – geschuldet war dies der schlechten Chancenverwertung des HVV. Bis zur Halbzeit war jedoch der Kontakt wieder hergestellt (12:14). Allen war klar, dass dieses Spiel mal wieder eng werden würde. So war es dann auch: Als beim 19:18 der HVV die Führung zurück erobert hatte, machte sich Hoffnung im HVV-Lager breit, aber die letzten Spiele waren noch in Erinnerung. Das Spiel wogte hin und her, bis es dem HVV kurz vor Schluss gelang, auf zwei Tore zu erhöhen (27:25). Dem TV Mülheim gelang der Anschlusstreffer zum 27:26. Der HVV vergab im Angriff, aber auch die Gäste scheiterten. Als nur noch zehn Sekunden zu spielen waren, startete Mülheim einen Angriff. Dieser wurde auf Kosten eines Freiwurfs vereitelt, den der TV Mülheim nicht mehr nutzen konnte. So siegte der HVV am Ende und es herrschte grenzenloser Jubel über den ersten Saisonsieg – und das im Derby.

Einen wichtigen Sieg gab es auch für die zweite Mannschaft. Mit dem exakt gleichen Ergebnis wie die Erste siegte sie gegen den TuS Horchheim und hat sich damit Luft im Abstiegskampf verschafft.

Die Ergebnisse im Überblick:

HV Vallendar II – TuS Horchheim 27:26; HV Vallendar – TV Mülheim 27:26.

Die Herbstferien bescheren allen HVV-Mannschaften eine Spielpause – bis auf die erste Mannschaft. Diese muss beim aktuellen Tabellendritten in Saulheim antreten. Die SG setzte sich nur knapp beim TV Moselweiß durch, gilt aber als äußerst heimstark. Mit dem gestärkten Selbstvertrauen aus dem Derbysieg fährt der HVV mit breiter Brust zu diesem Spiel, auch wenn Phillip Müller verletzungsbedingt fehlt. Das Spiel wurde auf Wunsch der Gastgeber auf 17 Uhr vorgezogen. Der Termin im Überblick: Samstag, 12. Oktober, 17 Uhr SG Saulheim – HV Vallendar, Sporthalle Saulheim.

Nervenaufreibendes Derby ließ den HVV jubeln

Am Freitagabend stand das von vielen Handballfans der Region erwartete Oberligaderby zwischen dem HV Vallendar und dem TV Mülheim an. In den letzten Jahren waren die Vallendarer Löwen regelmäßig der Favorit, konnten aber nie gewinnen. In diesem Spiel war die Ausgangslage umgekehrt und - wie von den Verantwortlichen des HVV erhofft - auch das Ergebnis. Mit 27:26 gelang der Befreiungsschlag in der heimischen Konrad-Adenauer-Halle: Der erste Saisonsieg war geschafft und zudem bleiben die Löwen daheim weiterhin ungeschlagen.

Das Spiel begann vor 650 Zuschauern mit etwas Verspätung – die Hallenuhr war ausgefallen, sodass vom Kampfgericht die Zeit manuell gestoppt werden musste. So waren die Zuschauer auch immer etwas im Unklaren, wie lange bereits gespielt wurde.

Die ersten Akzente zu Spielbeginn setzten die Gäste aus Mülheim. Es war wie im Märchen von „Hase und Igel“: Immer wieder legten die Mülheimer ein Tor vor und immer wieder konnten die Löwen ausgleichen. Doch zeigte sich auch etwas anderes, was die erste Halbzeit prägen sollte: Eine Abschlussschwäche vom 7-Meter-Punkt seitens des HVV und eine starke Leistung von Lukas Helf seitens der Gäste. Diese beiden Themen zogen sich wie ein roter Faden durch die ersten 30 Minuten. Insgesamt viermal scheiterten die Löwen vom Punkt und insgesamt sechsmal war Lukas Helf erfolgreich. So konnten sich nach der erstmaligen Führung des HVV (6:5) die Gäste mit einem 0:5 Lauf auf 6:10 absetzen (20. Minute). Es machte sich auch etwas Enttäuschung bei den Fans des HVV breit – man hatte sich doch etwas mehr ausgerechnet. Doch es kam anders, der Kampfgeist der Spieler wurde geweckt. Beim 12:12 kurz vor der Halbzeitpause war der Ausgleich wieder hergestellt, nachdem Bastian Burgard im Tor eine hundertprozentige Chance der Mülheimer toll vereitelte. Doch noch waren gut 60 Sekunden zu spielen und Mülheim nutzte dies zur 12:14-Führung. Bezeichnend für die erste Halbzeit war der Schlussakt: Philipp Woods konnte einen Strafwurf nicht versenken.

Müllers Verletzung hatte Signalwirkung

In der zweiten Halbzeit setzte sich zunächst ein bekanntes Spiel fort: Die Löwen erzielten den Anschlusstreffer und Mülheim traf im Gegenzug zur erneuten Zweitoreführung. Sehenswert war Phillip Müllers Rückraumkracher in den Winkel zum 15:16. Doch leider verletzte sich Phillip Müller beim Landen am Knie und konnte nicht mehr mitwirken. Anscheinend hatte dieser Wurf aber eine Signalwirkung.

Merlin Busse traf zum 17:18 und wurde von seinem Gegenspieler derart attackiert, dass dieser eine Zeitstrafe erhielt. Daraufhin traf Oliver Lohner zum Ausgleich und Lars Pitzen war vom Siebenmeterpunkt erfolgreich. Beim 19:18 war also die erste Führung im Spiel für den HVV erreicht. Natürlich waren die Gäste nicht geschockt: Pröstur Bjarkasson traf ebenso sehenswert wie Vallendar aus noch etwas größerer Entfernung genau in den Winkel. Da war auch Bastian Burgard im Tor machtlos – in den folgenden Minuten war er aber zur Stelle. Beim 23:23 war der letzte Ausgleich im Spiel hergestellt. Lars Pitzen traf in der 56. Minute sehenswert per Dreher zum 27:25, was aber immer noch nicht die Vorentscheidung sein sollte. Noch waren einige Minuten zu spielen und Mülheim konnte noch einmal auf 27:26 verkürzen. Trainer Reckenthäler nahm drei Minuten vor Schluss eine Auszeit, um sein Team auf die heiße Schlussphase einzuschwören. Im Angriff herrschte nun etwas „Tohuwabohu“, die Löwen scheiterten gleich mehrfach. Auf der Gegenseite parierte nun Bastian Burgard sämtliche auf sein Tor abgegebenen Würfe. So sollte schlussendlich das Ergebnis bei 27:26 bleiben, auch weil Mülheims letzter Angriffsversuch in der Löwenabwehr hängen blieb.

Groß war der Jubel der Löwen nach dem Schlusspfiff und Enttäuschung machte sich bei den Mülheimern breit. Die Derbygeschichte der letzten Jahre wurde fortgeschrieben: Es gewann erneut der vermeintliche „Underdog“, diesmal die Löwen vom HVV.

Es spielten: Burgard, Stein (beide Tor), S. Baldus (5), Binnes (3), Lohner (3), Balmert (1), M. Baldus (1), Busse (1), Gras (3), Müller (1), Pitzen (6), Woods (1), Gerdon (1), Wamser (1).

Vorschau

Ein Fehlstart konnte so auf Löwenseite verhindert werden. Am kommenden Wochenende steht die schwere Aufgabe in Saulheim an. Die Rheinhessen sind, wie so oft, in der Spitzengruppe der Liga zu finden und sehr heimstark. Doch dies soll nichts heißen in einer Saison, in der viele Teams für Überraschungen gut sind.

Gut gefüllte Ränge bildeten eine tolle Kulisse für ein das Spiel.

Jörg Balmert setzt sich am Kreis durch, wird aber gefoult.

Die Mülheimer Abwehr hat das Nachsehen gegen Merlin Busse.

Grenzenloser Jubel herrschte bei den Spielern des HVV nach Abpfiff. Fotos: privat

Löwen besiegen den „Derbyfluch“
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Lars Pitzen bei seinem artistischen Dreher.

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