Schönstätter Marienschule
Madridaustausch 2015
Vallendar-Schönstatt. Vom 28.04. - 03.05.2015 waren wir, der Spanischkurs der Stufe 10, in Madrid zu einem Schüleraustausch.
Am Dienstag waren alle „Spanier“ (und „Italiener“, die ihren Austausch zeitgleich mit uns hatten) sehr aufgeregt, und wir konnten uns kaum auf die fünf Unterrichtsstunden konzentrieren. Um 12:15 Uhr war es dann endlich so weit - wir wurden aus dem Unterricht entlassen und machten uns mit unseren Koffern auf den Weg zum Bus, der uns zum Flughafen Köln/Bonn bringen sollte. Auf dem Weg zum Flughafen tauchte ein Problem auf - die Sitzplätze im Flieger waren nicht nach Freundesgruppen sortiert und relativ weit voneinander entfernt. Nach einigem Hin und Her konnten wir dieses Thema aber zufrieden- stellend lösen. Die Reise war recht angenehm und spaßig. Als wir dann gegen Abend endlich in Madrid gelandet waren, stieg unsere Nervosität. „Wie wird das mit der Sprache funktionieren?“ - „Wird meine Gastfamilie nett sein?“ - „Ich verstehe kein Spanisch!“ - waren wohl die am meisten geäußerten Sätze. Als wir dann an der Gepäckausgabe standen, konnten wir einen ersten Blick auf die Gastfamilien erhaschen, die wiederum uns mit großem Gekreische und Jubel empfingen, sodass man sich ein wenig wie ein „Star“ vorkam.
Die zugehörigen Austauschpartner waren schnell gefunden, und so fuhren wir alle in unser „neues Zuhause,“ um zu Abend zu essen und schlafen zu gehen.
Bereits am Anfang gab es den ersten Kulturunterschied - 22:00 Uhr ist für die Spanier normale Essenszeit. Zum Glück haben wir uns an diese ungewohnte Uhrzeit schnell angepasst.
Am nächsten Morgen trafen wir uns alle in der Schule und haben dann am Unterricht „teilgenommen“, Beginn war um 9:00 Uhr. Das Gebäude ist riesig im Vergleich zu unserem. Es ist eine „gemischte“ Schule, doch Jungs und Mädchen hatten immer getrennt Unterricht, der stark an amerikanische Spielfilme erinnerte. Für die Schülerinnen war es ganz normal, mitten im Unterricht aufzustehen und durch die Klasse zu laufen, was uns sehr verdutzt hat. Als um 12:00 Uhr dann die Schulglocke geläutet hat, haben wir uns alle auf das Mittagessen gefreut und waren enttäuscht, als wir erfuhren, dass zuerst eine Stunde „Freizeit“ auf dem Plan stand. Nach der zweistündigen Pause mussten nur noch zwei weitere Schulstunden bewältigt werden, welche wir tapfer überstanden.
Nachmittags ging es dann für alle in ein „Centro Comercial“, wo das Portemonnaie angegriffen wurde.
Am zweiten Tag konnten wir endlich das lang ersehnte Madrid erkunden. Morgens nahmen wir mit unseren Austauschschülern die Metro nach Madrid, um einen Fußmarsch zu unternehmen und wollten anschließend in den Königspalast, der jedoch leider wegen eines Events gesperrt war. Zum Glück konnten wir trotzdem Fotos vor ihm machen. Unsere nächste Station war eine antike Kathedrale, die in der Nähe vom Königspalast steht. Den Erzählungen zufolge wurde diese errichtet, weil der König eine Marienstatue vor den Protestanten in einem Felsen verstecken musste. Als diese dann fort waren, konnte niemand mehr die Statue finden, bis eines Tages ein Blitz einschlug und sie freilegte.
Danach hatten wir ein wenig Freizeit und durften Madrid auf eigene Faust erkunden. Unsere letzte Station des „Touri-Tags“ war dann „Plaza del Sol“, von dem wir, dank unseres Spanischbuches, sehr viel gehört hatten. Auch da durften wir uns ein wenig umschauen und waren sehr traurig, als sich unser aufregender Tag in Madrid dem Ende zuneigte.
Am Abend hat dann eine der Spanierinnen eine Poolparty veranstaltet, bei der wir uns alle schick machten. Natürlich wurde klassische spanische Musik gespielt, aber wir stellten schnell fest, dass der Musikgeschmack von Jugendlichen wohl überall auf der Welt ziemlich ähnlich ist.
In den folgenden drei Tagen haben alle ein individuelles Programm mit ihren jeweiligen Gastfamilien absolviert, da es in Madrid zwei Feiertage gab. Manche sind in Madrid geblieben, andere sind mit ihren Familien in andere Städte gereist.
Als wir uns am Sonntag von den Gastfamilien trennen mussten, war die Trauer groß, da die meisten ihre Familie ins Herz geschlossen hatten. Allerdings freuten wir uns auch auf zu Hause. Mitten in der Nacht sind dann alle glücklich und erschöpft wieder in Deutschland angekommen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Austausch sehr schön und interessant war. Wir freuen uns auf den Besuch unserer spanischen Austauschpartner in Deutschland.
Von Emilia C. / Catherine Oe., 10c
