Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus Vallendar
Marzellinusmusik in der Pfarrkirche Vallendar
„Sonne, Mond und Sterne“ - Orgelkonzert am 6. Oktober
Vallendar. Mit den Mitteln der Musik lassen sich Dinge erlebbar machen, die sich sonst dem Erfahrungs- oder Erklärungsbereich des Menschen entziehen oder sich schlecht ausdrücken und plastisch darstellen lassen und Worte können Stimmungen oft weniger gut wiedergeben als es musikalische Mittel vermögen.
Sonne, Mond und Sterne und die mit Ihnen verbundenen Stimmungen und Gefühle, gehören sicherlich in diese Kategorie; ihnen ist nun ein ganz besonderes Orgelkonzert im Rahmen der monatlich stattfindenden Konzertreihe Marzellinusmusik gewidmet, das am Sonntag, 6. Oktober um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus Vallendar stattfinden wird.
Der Kantor und Organist der Pfarreingemeinschaft Vallendar und Initiator dieser monatlich stattfindenden Konzerte Johann Schmelzer hat ein interessantes und musikalisch sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das einen weiten Bogen schlägt von der französischen und deutschen Musik des Barock bis hin zu zeitgenössischen Klängen aus Großbritannien und Belgien, wobei bei diesem Konzert der Schwerpunkt vor allem auf der Musik des 20. Jahrhunderts liegt.
Quasi als Klammer im Programm dienen zwei musikalische Auseinandersetzungen mit dem alten lateinischen Hymnus „Ave maris stella“ (dt.: „Meerstern, sei gegrüßt“). Das Konzert öffnet mit einem Werk, das eher durch barocken Glanz und kontemplative Ruhe besticht; zu hören sein werden „Vier Versetten über den lateinischen Hymnus Ave maris stella“ des französischen Barockkomponisten und Organisten Nicolas de Grigny (1672 - 1703), dessen Werke sogar von Grignys Zeitgenosse Bach bewundert wurden. Am Ende des Konzertes wird das bekannte Marienlied wieder aufgenommen: Der bekannte belgische Komponist Flor Peeters (1903 - 1986) hat im Jahre 1933 mit „Toccata, Fuge und Hymne über Ave maris stella“ (op 28) weitere Facetten dieses Hymnus herausgearbeitet.
Mit Johann Sebastian Bachs (1685 - 1750) „Trio über Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in einer Bearbeitung von Peter Baekgaard aus der Kantate „Wer da gläubet und getauft wird“ (BWV 37), uraufgeführt Christi Himmelfahrt 1724, wird eine zweite Choralbearbeitung zu hören sein.
Im Mittelteil des Konzertes werden drei Teile aus den „Pieces de fantaisie“ des französischen Komponisten Louis Vierne (1870 - 1937), die dieser 1926/27 komponierte zu hören sein: „Hymne au soleil“ (Op. 53/3),„Claire de lune“ (Op. 53/5) und „Etoile du soir“ (Op. 54/3) stellen dem Zuhörer Sonne, Mond und Sterne ganz besonders plastisch vor Augen und Ohren.
Zwei eher zeitgenössische Werke runden das Programm ab: der „Sundance“ des zeitgenössischen britischen Komponisten Bob Chillcott (* 1955) und das „Moonlight Scherzo“ des Franzosen Jean Langlais (1907 - 1991), das dieser im Jahre 1990 schrieb.
Der Eintritt zur Marzellinus-Musik ist frei, um eine Spende bei der freiwilligen Türkollekte wird gebeten.
