Sehenswerte Ausstellung beim Haus Wasserburg
„Milch.Macht.Mensch“
Vallendar. Jeder Mensch braucht sie täglich - Nahrung, etwas zu essen. Doch wenige wissen, wie die Hintergründe der Lebensmittelherstellung zusammenhängen, was den Preis ausmacht, wie die Politik und die Weltwirtschaft Einfluss nimmt.
Am Beispiel Milch beleuchtet dies eine Ausstellung in der Wallfahrtskirche an der Jugendbildungsstätte Haus Wasserburg, die noch bis zum 12. April zu sehen ist und letzten Sonntag mit einem Rahmenprogramm eröffnet wurde. In der Ausstellung dokumentiert der Hamburger Fotograf Fred Dott den Alltag und die Arbeit von Milchbäuerinnen und -bauern in Deutschland, Frankreich, Holland und in Burkina Faso. Mit der Ausstellung „Mensch. Macht. Milch.“ setzen sich die Herausgeber und Unterstützer der Ausstellung für eine andere, eine nachhaltige und global verantwortliche Landwirtschaft ein. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Germanwatch sind Herausgeber der Fotoausstellung, unterstützt wurden sie von Brot für die Welt, dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), das European Milk Board (EMB) und MISEREOR.
Jutta Kröll, eine Biobäuerin, erzählte den interessierten Besuchern, wie die Arbeit auf einem Hof funktioniert und fasste es in einen bekannten Satz zusammen: „Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe.“ Die Milchpreise würden von den Molkereien diktiert. Es gibt zuviel Milch auf dem Markt und kostendeckend könne man nicht arbeiten. Oft ist der einzige Gewinn der übrig bleibt und das eigene Überleben sichert, die am Ende des Jahres gezahlte staatliche Subvention für den Betrieb.
Insgesamt wird in Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern prozentual sehr wenig für Nahrungsmittel ausgegeben. Seit dem Jahr 2000 sind die Ausgaben konstant bei etwa 15 Prozent der Gesamtkonsumausgaben, 1970 lagen sie noch bei 25 Prozent, 1950 bei 44 Prozent. Viele Verbraucher schauen nur auf den Preis und da geht es bei den Discountern um Cent, egal wie das Lebensmittel produziert wird mit oft katastrophalen Bedingungen für Natur, Tier und Umwelt. Dafür darf eine neue Küche gerne aber mal mehr als 10.000 Euro kosten.
Auf den Ausstellungstafeln wird der Frage nach Märkten und Macht kurz und anschaulich nachgegangen. Es gibt während der Ausstellung ein Begleitprogramm, unter anderem mit Führungen für Schulklassen und andere Gruppen, sowie einer Hofbesichtigung auf einem ökologisch betriebenen Milchviehhof.
Zur Ausstellungseröffnung sprach Klemens van de Sand, Vorstand von Germanwatch e.V. Es gäbe zur Zeit ein dramatischen Ringen von zwei Systemen in der Landwirtschaft. Es sei ein Ringen zwischen David und Goliath. Die Grundlagen der Landwirtschaft wie Luft, Wasser, Klima und Gesundheit sind durch derzeitige Agrarindustrie stark gefährdet, wenn sie weiter immer nur mehr Ertrag will und das immer günstiger. Goliath grabe sich sein eigenes Grab.
„Im ihrem Euro steckt die Kraft der Veränderung“, so der Fachmann. Der Verbraucher habe es mit seinem Euro und seinem Kaufverhalten in der Hand, wie es mit der Agrarwirtschaft weitergehe
Klemens van de Sand, Vorstand Germanwatch e.V.
Jutta Kröll, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Rheinland-Pfalz e.V. Saarland.
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