Politik | 05.11.2013

CDU Landtagsabgeordnete Josef Dötsch

Mindestlohn im Obstanbau umsetzbar?

Region. Der rheinland-pfälzische Obstanbau darf nicht auf dem Altar der Koalitionsverhandlungen im Bund geopfert werden. Dies fordert der Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand der CDU Landtagsabgeordnete Josef Dötsch. Die Obstanbauenden mittelständischen Betriebe in Rheinland-Pfalz sind bei der Ernte jährlich auf Erntehelfer aus Polen und anderen östlichen Nachbarstaaten Deutschlands angewiesen. Nur so kann in der auf wenige Wochen beschränkte Erntezeit das heimische Obst eingebracht werden. Für die Erntehelfer bieten die Einnahmen aus der Obsternte in ihrem Heimatland eine willkommene Steigerung des Lebensstandards für die Familie. Einen gesetzlich vorgeschriebenen flächendeckenden Mindestlohn können die Obstbauern jedoch nicht zahlen. Dies gibt der am Markt zu erzielende Obstpreis nicht her. Hierauf haben kürzlich die Obstbauern ausdrücklich beim Besuch der Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner in Mülheim-Kärlich hingewiesen. Wenn die durch Wetterkapriolen und Billigpreise alljährlich infrage gestellte schmale Rentabilitätsspanne beim Obstanbau durch den gesetzlichen Mindestlohn aufgesetzt wird, bedeutet dies das Aus für große Teile des Obstanbaus in Rheinland-Pfalz. „Die Obstbauern in Rheinland-Pfalz dürfen nicht zur Trophäe der SPD im Koalitionspoker werden“, warnt Dötsch.

Pressemitteilung des

CDU Landtagsabgeordneten

Josef Dötsch

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