Allgemeine Berichte | 10.02.2020

„Off em Werth, do gieht et ab, alle unner einer Kapp“

Mit dem närrischen Publikum um die Welt

Am Wochenende stehen auf der Insel Niederwerth die beiden abschließenden Sitzungen auf dem Programm

Christoph Schmidt und Sitzungspräsident Thomas Stein brachten den Saal zum Beben.Fotos: Sebastian Kogge

Niederwerth. Mittlerweile haben die Werther Narren unter der Leitung ihres Sitzungspräsidenten Thomas Stein bereits sieben Mal ihren echten Werther Karneval auf die Bretter der Rheinschanz gezaubert. Nun heißt es: ab in den Endspurt. Während bereits drei fantastische Sitzungswochenenden mit bisher sieben Sitzungen hinter den Inselnarren liegen, steht nun noch das Abschlusswochenende mit den letzten beiden Sitzungen vor der Tür, bei dem die Werther Narren noch mal alles in die Waagschale werfen werden, um das Publikum wieder nach echter Werther Art in der Rheinschanz zu unterhalten. Angesichts der Begeisterung der Sitzungsbesucher schätzen sich die Inselnarren wieder einmal sehr stolz und glücklich über diese bislang wieder einmal großartige Session. Denn auch in diesem Jahr heißt es wieder: neun Mal ausverkauftes Haus und neun Mal Spaß und Frohsinn auf der Rheininsel Niederwerth.

Nachdem sich die Sitzungsbesucher innerhalb von zwei Mal elf Minuten in der Pause vom Lachmuskelkater erholen konnten, ging es direkt mit Schwung in die zweite Halbzeit. Wer könnte dem närrischen Publikum da wohl besser einheizen als die Band „Talentfrei“. Die Karnevalisten Stefan Maxeiner, Marcus Hoffmann, Alexander Portugall, Leon Hause, Christoph „Stitz“ Hilden und Frontmann Bernd „Klötzje“ Kesselheim versetzten den Saal mit ihrem bunten Mix aus Karnevalsliedern und Party-Klassikern sofort wieder in Ekstase, sodass es keinen Sitzungsbesucher auf seinem Platz hielt.

Die zweite Halbzeit setzte also direkt wieder da an, wo die erste Halbzeit aufgehört hatte, nämlich stimmungsgeladen ohne Ende. Nun stand Matthias Klöckner als „Technikfreak“ in den Startlöchern, der sich einen neuen „Sprachassistenten“ auf die närrische Bühne bestellt hatte. Hierbei handelte es sich um den Cousin von „Alexa“, „Siri“ und Co., und zwar um „Hausi“, hervorragend gespielt von Felix Hause. Wenn die beiden die Bühne betreten, wird es wie immer herrlich schräg. So haben es Matthias und „Hausi“ auch in diesem Jahr wieder vollbracht, in ihrer altbekannten Art herrlich aneinander vorbeizureden und die Lachmuskeln der Sitzungsbesucher damit wieder einmal bis aufs Äußerste zu strapazieren, die diese geniale Darbietung mit ohrenbetäubendem Applaus belohnten.

Für das nach Luft schnappende Publikum gab es jedoch keine Pause, vielmehr sorgte der nächste Programmpunkt für Kreisch-Attacken bei den weiblichen Sitzungsgästen. Denn nun scharrten die zehn wohlgeformtesten Körper dieser Insel bereits vor der Saaltür mit den Hufen, um die Stimmung im Saal weiter auf den Gipfel zu treiben. Das Männerballett in Person von Manfred Hause, Jörg Jächel, Christoph Hilden, Nico Hilden, Frank Zisgen, Stephan Kaul, Jonas Willmes, Felix Schmidt, Achim Münz und Sascha Klöckner reiste in diesem Jahr als „Piloten“ mit dem närrischen Publikum um die Welt und landete zuletzt am Ballermann auf Mallorca. Für diesen schwungvollen und aufgrund der Beweglichkeit mancher Akteure vor allen Dingen einmaligen Tanz war ihnen der tosende Applaus der Sitzungsbesucher sicher, die sich nun auf einen ganz besonderen Auftritt freuen durften: Christoph Schmidt alias „dä Schmidte Jung“ und Sitzungspräsident Thomas Stein bekamen sich gesanglich mächtig darüber in die Haare, ob Christoph aufgrund seiner Vallendarer Wurzeln als echter Werther durchgeht oder eben nicht. Was die beiden in ihrer unnachahmlichen Art dort auf die Bühne zauberten, war schlichtweg ein absolutes Meisterwerk des Humors und die pure Attacke auf die Lachmuskeln der Zuschauer, die den Saal mit ihrem tosendem Applaus förmlich auseinandernahmen. Äußerst elegant sollte es dann auf der Bühne weitergehen, denn die KVN-Funken standen mit ihrem Showtanz schon bereit, um das Publikum als „Saloongirls“ zu verzaubern. Aber mehr zu dem ausgezeichneten Showtanz der Funken und zum restlichen Sitzungsprogramm der Niederwerther Narren in der nächsten Ausgabe.

Weitere Termine: achte Sitzung am Freitag, 14. Februar, um 19.11 Uhr, neunte Sitzung am Samstag, 15. Februar, um 19.11 Uhr.

Die Band „Talentfrei“ ist ein Stimmungsgarant auf jeder Sitzung.

Die Band „Talentfrei“ ist ein Stimmungsgarant auf jeder Sitzung.

Christoph Schmidt und Sitzungspräsident Thomas Stein brachten den Saal zum Beben.Fotos: Sebastian Kogge

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