Neues Abfallwirtschaftskonzept 2016
Mülltrennen lohnt sich
Neue Tonnen für Biomüll, Restmüll und Papier
Urbar. Die SPD Urbar hatte alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Neues Abfallwirtschaftskonzept Mayen-Koblenz“ eingeladen. Maximilian Mumm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag, hat in einem Vortrag das neue Abfallwirtschaftskonzept vorgestellt, das der Kreistag bereits beschlossen hat und nun in der Umstellungsphase ist. Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich nach 25 Jahren einiges. Neu ist, dass ein System nun eingeführt wird, das die Gebühren nach dem tatsächlich verursachten Müll erhebt. Deshalb wird es auch drei Mülltonnen geben. Je eine für Papier, für Biomüll und für den Restmüll. Die Bürgerinnen und Bürger können selber steuern, wie oft sie die Tonnen leeren lassen. „Und dass die Tonnen gewogen werden, ist ein Ammenmärchen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Das neue System fördert die konsequentere Mülltrennung und entlastet damit auch die Bürgerinnen und Bürger durch geringere Gebühren. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 15 Prozent der Kosten eingespart werden können. „Je mehr jeder einzelne konsequent den Müll trennt, desto weniger Restmüll fällt an und die Tonnen müssen seltener geleert werden. Da kann jeder ganz konkret Geld sparen.“, so die SPD-Vorsitzende und Kreistagsmitglied Karin Küsel-Ferber.
„Vier Abfuhren sind in der Grundgebühr enthalten, bei jeder weiteren zahlt der Verbraucher drauf.“ Änderungen wird es auch im Bereich des Grünschnitts geben. In Zukunft soll nicht mehr an bestimmten Tagen eingesammelt werden, sondern die Möglichkeit bestehen, wohnortnah den Grünschnitt täglich und ohne Mengenbegrenzung abzugeben. Für Laub stehen kostenlose Laubsäcke zur Verfügung. Beim Sperrmüll soll das System ähnlich wie bisher bleiben. Allerdings wird die Mengenbegrenzung aufgehoben und es werden alle Arten von sperrigem Müll abgefahren. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit, gegen Gebühr die Möbel aus dem Haus räumen zu lassen. Die Gebühren werden sich folglich aus mehreren Komponenten zusammensetzen. Sie bestehen aus einer grundstücksbezogenen Grundgebühr, einer Grundgebühr je Haushalt, den Gefäßgrößen und der Anzahl der Leerungen beim Restabfall sowie der Gutschrift, die es für Papier als Wertstoff gibt.
„Ein Grund für die Änderung des Systems ist die veränderte Gesetzesgrundlage. Dazu kommt, dass die Entsorgungstechnik heute nur noch in den Niederlanden hergestellt wird und die Gefäße sogar ausschließlich in den USA.
Die Beschaffung einer neuen Tonne stellt daher ein großes Problem dar und ist unverhältnismäßig teuer.“, so die Ortsbürgermeisterin Küsel-Ferber.
Weitere Infos zum neuen Abfallsystem des Landkreises unter www.kvmyk.de.
Pressemitteilung SPD Urbar
