Schönstätter Marienschule Vallendar
Nachhaltigkeit zum Anfassen
Marienschülerinnen pflanzten eigenen Schulwald - 60 Setzlinge sollen in Zukunft praxisnahes Lernen ermöglichen
Vallendar. Seit Sonnabend, 26. Oktober hat die Schönstätter Marienschule ihren eigenen Schulwald. Noch sind die ersten gepflanzten Setzlinge klein, aber der Anfang ist gemacht.
Schon lange hatte Sigrid Heuer, Biologielehrerin in der SMS, die Idee, dass die Marienschule einen eigenen Schulwald pflanzen und langfristig pflegen könnte, damit die Schülerinnen praxisorientierter lernen und sich nachhaltig im Umweltschutz engagieren können. Zunächst wurde die Kooperation mit den Projektpartnern (Deutsche Umweltstiftung, Revierförster Achim Kern der Stadt Vallendar) organisiert, eine geeignete Pflanzfläche ausfindig gemacht und eine Schulwald-AG gegründet.
Samstagvormittag machten sich dann elf motivierte Schülerinnen mit Müttern, Vätern, Förster Achim Kern und Sigrid Heuer als Leiterin der Schulwald-AG mit Spaten ausgerüstet auf den Weg zur Pflanzfläche im Feisternachttal unterhalb des Rheinhöhenweges.
Auf der Fläche des geplanten Schulwaldes befand sich zuvor eine Fichtenmonokultur, die aufgrund von Sturmschäden gerodet wurde. In Kleingruppen machten sich Schülerinnen und Eltern an die Arbeit, die Setzlinge fachgerecht zu pflanzen, mit Pflanzstäben zu versehen und einen Wildverbissschutz zu befestigen.
60 Setzlinge für die Zukunft
Förster Achim Kern und Sigrid Heuer hatten im Vorfeld geeignete Baumarten für die Fläche ausgewählt: Holzapfel (Wildapfel; Baum des Jahres 2013), Vogelkirsche, Feldahorn, Hainbuche und Rotbuche. Insgesamt wurden 60 Setzlinge gepflanzt, die von der Deutschen Umweltstiftung gespendet wurden. Die Stiftung unterstützt seit über 30 Jahren Projekte in den Bereichen Umweltbildung, Verbraucherschutz sowie die Förderung von Aktivitäten im Natur- und Umweltschutz.
Nach getaner Arbeit wartete auf alle fleißigen Helferinnen und Helfer selbst gebackener Pflaumen- und Apfelkuchen. Bei heißem Kaffee erläuterte Förster Achim Kern noch interessante Fakten über den Wald und ein arbeitsreicher Vormittag bei außergewöhnlich milden Oktobertemperaturen ging zu Ende.
Nun bleibt zu hoffen, dass die jungen Bäume gut anwachsen, damit Schulklassen künftig zum Schulwald wandern und praxisorientiert Zusammenhänge vom Ökosystem Wald lernen können. Die Schulwald-AG will nicht nur künftig weitere Bäume pflanzen und pflegen, sondern plant auch naturkundliche und erlebnispädagogische Aktivitäten.
Die Setzlinge wurden sorgfältig mit Pflanzstäben versehen.
Die Arbeit ist geschafft. Förster Achim Kern im Gespräch mit den Eltern.
An der frischen Luft schmeckte der Kuchen allen Beteiligten ganz besonders.
