Allgemeine Berichte | 23.04.2013

Karussells, Los- und Spielbuden, ein Kuchenbuffet und eine bayerische Hütte erwarteten die Besucher

Niederwerther feierten Kirmes

Niederwerther feierten Kirmes

Niederwerth. Wenn auf der schönen Rheininsel Niederwerth im April Kirmes gefeiert wird, ist das viel mehr als nur Karussells und Buden. Es ist ein wochenlanges Projekt, an dem viele beteiligt sind. Eine Woche zuvor wird der Kirmesbaum aus dem Wald geholt, mehr als dreißig Meter deutsche Fichte will ausgesucht, gefällt, transportiert und aufgestellt werden. Das ist schon mal ein Fest. Die Eierkrone mit Beleuchtung und Ortswappen wird hergerichtet. Die Häuser sind mit Fahnen und die Brücke ist mit Laubwerk geschmückt. Am Kirmessamstag zieht dann die Kirmesgesellschaft 1981 Niederwerth e.V. unter den Klängen des Musikvereins durch den Ort zum Flaggenmast am Rheinufer. Vorher gibt es die „Red off der Gass“, die traditionelle Kirmesrede und die Niederwerther Hymne. Zum dritten Mal hielt die Rede unter dem Applaus der Anwesenden Achim Münz in sehr unterhaltsamer Form. Auf die Frage nach dem Text der Hymne antworten die Kinder: „Aufsagen kann ich den nicht - nur singen!“ - und legen gleich los: „Mitten in dem Rheinesstrome liegt die Insel Niederwerth. Hier zu leben und zu wohnen wird von vielen sehr begehrt...“ Ob sie dies in der Schule oder Kindergarten gelernt haben, will der Fragende wissen. Und die Antwort ist natürlich auch wieder „typisch Niederwerth“: Das lerne man nicht, das könne man einfach. Die „Werther“ Kirmes ist seit Jahrhunderten sehr eng mit der Kirche St. Georg und dem Kirchweihfest verbunden. Deshalb gibt es am Sonntag eine große Prozession, mit allem, was dazugehört: Altäre an verschiedenen Station, Gesänge und Gebete.

Am Kirmesplatz am Rhein ist dann bis Montagabend Gaudi angesagt. Karussells, Los- und Spielbuden, Kuchenbuffet und eine bayerische Hütte mit den entsprechenden Leckereien warten auf die vielen Gäste von nah und fern. Übrigens, der Kirmesbaum wird nach seiner Verwendung fachgerecht zerlegt und heizt im Winter den Kamin - sehr praktisch, so kennt man sie, die „Werther“.

Peter Strohof, 1. Vorsitzender der Kirmesgesellschaft.

Aufhängen des Kirmeswahrzeichens.

Umzug mit dem Niederwerther Musikverein.Fotos: AND

Karussell auf dem Kirmesplatz.

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