Weltgebetstags-Team Vallendar
Ökumenischer Weltgebetstags-Gottesdienst
Vallendar. Weltgebetstag 2013 - diesmal nicht aus einem exotischen Land, sondern „gleich um die Ecke“, aus unserem EU-Partner- und uns z.B. durch unsere Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Cercy-la-Tour freundschaftlich verbundenen Nachbarland Frankreich. Sicher ein Grund dafür, dass die Frauen des Vallendarer Weltgebetstags-Teams deutlich mehr Besucherinnen und Besucher zum Gottesdienst am Freitagabend im Evangelischen Gemeindezentrum auf dem Mallendarer Berg begrüßen durften. Nach der Einstimmung durch schöne, an Urlaub in Frankreich erinnernde Bilder konnten Sprecherinnen für die Regionen Frankreichs auch die Probleme darstellen, die dem Motiv des diesjährigen Weltgebetstags „Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen“ zugrunde liegen. -Viele Menschen in Frankreich haben einen Migrationshintergrund. Über lange Zeit ist diese Vielfalt als kulturelles Erbe der „Grande Nation“ gesehen und geschätzt worden. Doch für die vielen vor allem aus afrikanischen Ländern und der Karibik, die heute auf der Suche nach einem besseren - und manchmal auch nur einem erträglichen - Leben nach Frankreich kommen, wird es immer schwieriger etwas zu essen, Wohnung, Arbeit und eine Perspektive für ihr Leben zu finden; Probleme, die es für Migranten und Migrantinnen auch bei uns gibt. Vor allem die „Sans papiers“ (die Menschen ohne Papiere) - und hier dann wieder ganz besonders die Frauen - finden häufig nur Unterkünfte in den Ghettos vor den großen Städten und müssen ihren Lebensunterhalt in informellen und illegalen unterbezahlten Beschäftigungsverhältnissen verdienen. Mit der Lesung zum Weltgericht aus dem Lukas-Evangelium erinnern die Weltgebetstagsfrauen Frankreichs daran, dass unser Leben nach unserem Umgang mit denen, die am Rande stehen, zu beurteilen ist.
An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön für die großzügige Kollekte von 455 Euro die französischen Organisationen (wie z.B. La Cimade) für Projekte für Migrantinnen zur Verfügung gestellt werden. Der Imbiss mit Baguette, Käse, französischen Spezialitäten und Wein nach dem Gottesdienst gab Gelegenheit zu lebhaften Gesprächen.
Fotos: Katrin Püschel
