Allgemeine Berichte | 02.06.2017

Fitness- und Gesundheitssport im Turnverein 1878 Vallendar e.V.

Oh, wie ist es am Rhein so schön, am Rhein so schön!

Mai-Wanderung zur Einstimmung auf die Wandersaison 2017

Rapsfeld auf dem Rheinplateau. privat

Vallendar. Davon konnten sich die Walkingmädels im Wonnemonat Mai auf dem Rheinburgenweg überzeugen. Der Wandertermin Anfang Mai war ein Einstimmen auf die Wandersaison 2017, unter dem Gesichtspunkt „ziel- und leistungsorientiert“ wollten wir den Rhein von oben herab etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Nachdem auch die zu spät gekommenen Mädels im letzten Moment den Zug in Oberwesel noch erreichten, konnte unsere Tour beginnen. Am Bahnhof von St. Goar starteten wir die 10. Etappe des Rheinburgenwegs und die ersten Aussichten auf den Rhein, St. Goar und die Burg Rheinfels konnten wir schon sehr bald genießen. Danach erwarteten uns endlose Treppenstufen, weiter ging es auf einem engen Pfad in etlichen Kehren durch den Wald steil hinauf auf das Rheinplateau. Dort wurden wir beim Blick von oben auf das Rheintal mit den Orten St. Goar und St. Goarshausen für die Strapazen belohnt. Es ging weiter über Wiesenwege, vorbei an leuchtenden Rapsfeldern, noch hatte die Sonne Mühe, sich durch die dunstigen Wolken zu kämpfen. An der Hangkante entlang wanderten wir gemütlich auf dem Rheinplateau, immer wieder mit fantastischen Aussichten auf das romantische Mittelrheintal mit dem „alten Vater Rhein“. Am „Loreleyblick“ erblickten wir dann den sagenumwobenen Felsen, hier konnten wir die Zeit vergessen beim Blick hinunter zum Rhein und zur Loreley. Wir rafften uns wieder auf und wanderten weiter bis zu einer Wegkreuzung, wo wir uns zwischen zwei Wegen entscheiden mussten: anspruchsvoll oder leicht. Die Entscheidung fiel zwecks „Leistungsniveau-Feststellung“ für die Route mit dem höheren Schwierigkeitsgrad aus. Es begann ein Abstieg, der Trittsicherheit erforderte, uns weit nach unten führte und in Serpentinen dann wieder steil bergauf. Alle Strapazen waren vergessen, als wir im schön gestalteten Gelände von „Maria Ruh“, unserem ersten Ziel ankamen. Zögernd zeigte sich jetzt auch mal die Sonne. Wir liefen zum Aussichtsplatz, zum wohl schönsten Loreleyblick, und standen an diesem markanten Punkt „Aug in Aug“ der Loreley gegenüber. Besser kann man den berühmten Felsen nicht in Augenschein nehmen, und aus dieser Perspektive hatten die Mädels die Loreley noch nicht gesehen. Dieser Blick heute, die Loreley, die Burg Katz und der Rhein im Gegenlicht erinnerte sehr an die romantischen Rheinbilder des William Turner.

Einige Mädels dachten daran zurück, dass wir vor ein paar Jahren auf dem Rheinsteig gewandert sind und dort die Loreley aus anderen Blickwinkeln gesehen haben.

Gerne nahmen wir nach diesem traumhaften Panoramablick unseren Tisch im Restaurant „Maria Ruh“ in Augenschein und genossen unsere Mittagspause in fröhlicher Runde.

Nach der ausgiebigen Rast setzten wir unsere Wanderung fort, immer wieder abgelenkt durch grandiose Aussichten auf das Rheintal. Wir gelangten an eine Hütte mit dem Einstiegspunkt zum Oelsbergsteig, wir entschieden uns jedoch für die Nebenroute, für den Skulpturenweg. An einigen humorvoll gestalteten Skulpturen vorbei wanderten wir zum nächsten Ziel, zum Günderode Filmhaus „Heimat3“. Romantisch über dem Rhein und Oberwesel gelegen begeisterte auch hier wieder der Blick nach unten.

Wir erfreuten uns zunächst einmal an der schönen Atmosphäre rund um das Günderode Haus, an der unvergleichlichen Aussicht auf das Rheintal und auf die Türme der historischen Altstadt. Sehr freundlich wurden wir von der Gastgeberin Frau Petra Litz begrüßt, die Sonne erlaubte es, auf der Terrasse Platz zu nehmen. Frau Litz nahm sich viel Zeit, sehr ausführlich von der Geschichte des Günderode Hauses zu erzählen. Nach einer langen genussvollen Pause bei Kaffee und Kuchen machten wir uns vergnügt auf hinunter zum Rhein, zum nächsten Ziel Oberwesel. Die Sonne strahlte nun vom blauen Himmel und wir erlebten beim Gang über die historische Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen zum Abschluss unserer Rheinreise noch eine Zeitreise ins Mittelalter. Ein wunderschöner Wandertag mit fantastischen Zielen und etwas Herausforderung ging in einem historischen Ort zu Ende.

Auf der Fahrt am Rhein entlang nach Hause stimmten die Mädels unisono ein: Oh, wie ist es schön am Rhein!

Kaffee und Kuchen im Günderode Haus.

Kaffee und Kuchen im Günderode Haus. Foto: Picasa

Auf dem Skulpturenweg.

Auf dem Skulpturenweg. Foto: Picasa

Oberwesel Stadtmauer.

Oberwesel Stadtmauer. Foto: Picasa

Oh, wie ist es am Rhein so schön, am Rhein so schön!

Foto: Picasa

Rapsfeld auf dem Rheinplateau. Fotos: privat Foto: Picasa

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