Konzertreihe „Marzellinus-Musik“ in der Pfarrkirche Vallendar
Orgelmusik zu Pfingsten
Am 4. Juni mit Durufles, Bach und Grigny
Vallendar. „Komm Heiliger Geist, Herre Gott“ – dieser alte Pfingstchoral leiht der nächsten Veranstaltung in der regelmäßigen Konzertreihe „Marzellinus-Musik“, die an Pfingstsonntag, 4. Juni um 18 Uhr in der Vallendarer Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus stattfinden wird, seinen Titel. Die vom Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer vorgetragen Werke versuchen, das oft schwer fassbare Pfingstgeschehen mit den Mitteln der Musik erlebbar zu machen; dabei schlagen die dargebotenen Orgelwerke einen Bogen vom barocken Glanz der Choräle Johann Sebastian Bachs zu den symphonisch-impressionistisch-modernen Klängen Maurice Durufles. Der Eintritt zur Marzellinus-Musik ist wie immer frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten. Auf dem Konzertprogramm stehen die Bearbeitungen des Pfingstchorals „Veni, Creator Spiritus“ des französischen Barock-Komponisten Nicolas de Grigny (1672-1703) aus dem „Livre d’orgue“ aus dem Jahre 1699 sowie das Choralvorspiel über „Komm Heiliger Geist, Herre Gott“ (BWV 652) von Johann Sebastian Bach (1685-1750), das der Sammlung der „Leipziger Choräle“ entnommen ist und aus der späten Schaffensperiode Bachs stammt. Maurice Durufles (1902-1986) „Prelude, Adagio et Choral varié sur le theme du ‚veni creator‘“ Op. 4 ist eine weitere Bearbeitung des Pfingstchorals „Veni, Creator Spiritus“ und bildet, wie das gesamte Werk Durufles, eine schillernde Symbiose aus Einflüssen der Spätromantik, des Impressionismus und des gregorianischen Chorals. Zwei Werke des Konzertes beziehen sich nicht genuin auf das pfingstliche Geschehen, ergänzen den Stimmungsgehalt des Pfingstgedankens aber mit schwungvollem Esprit und anderen Formen: Gabriel Piernes (1863-1937) „Scherzando“ Op. 29,3 sowie die „Fantasia in G-Dur“ (BWV 572) von Johann Sebastian Bach.
Der Ausführende des Konzertes Johann Schmelzer wurde 1969 in Koblenz geboren. In seiner Heimatgemeinde St. Peter in Neuendorf erhielt er den ersten Orgelunterricht. Weitere Ausbildungsstationen waren die Bischöfliche Kirchenmusikschule in Trier und die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz; während des Studiums besuchte er diverse Interpretationskurse sowie Improvisationswettbewerbe. Schmelzer war von 1991 bis 1996 Kirchenmusiker an St. Peter in Koblenz; von November 1997 bis April 2010 war er Kantor an St. Johannes in Troisdorf-Sieglar und gleichzeitig als Seelsorgebereichskirchenmusiker zuständig für den Seelsorgebereich C des Dekanates Troisdorf. Seit April 2010 ist er als Kantor in Vallendar tätig.
Die Konzerte der Marzellinus-Musik-Reihe finden jeweils am ersten Sonntag im Monat statt und widmen sich verschiedenen kirchenmusikalischen Themen; außerdem laden sie ein, sich Zeit für Musik und Besinnung zu nehmen.
