Stranderleben auf dem Mallendarer Berg
Pfiffige Idee rettet Ferienmaßnahme
Vallendar.„Können wir nicht an den Strand, kommt der Strand zu uns“, sagte sich kurzerhand das Leitungsteam der evangelischen Jugend in Vallendar. Hintergrund war das stürmische Wetter in der letzten Woche. Mit einer Gruppe von dreiunddreißig Kindern war das zehnköpfige Leitungsteam auf dem Weg zur ostfriesischen Insel Wangerooge. Auf der Hinfahrt kurz vor Dortmund erfuhr man, dass wegen Sturm auch an diesem Tag keine Fähre mehr das Festland verlassen kann. Zwar beobachteten die Seefahrer den Seewetterbericht Tage vorher sehr genau, doch wer die See kennt, weiß, dass sich die Wetterlage stündlich ändern kann. Froher Dinge startete man die Reise, doch dann kam, wie gesagt unterwegs die Nachricht: Insel auf unbestimmte Zeit nicht zu erreichen. Enttäuschung machte sich breit. Die pfiffigen ehrenamtlichen Pädagogen, Pfarrer Gerd Götz und Jugendleiter Immo Meyer entwickelten schnell eine Alternative, und damit zumindest ein kleiner Hauch von Stranderleben möglich wurde, orderte man einen großen Lkw mit sage und schreibe 18 Tonnen Sand. Dieser kippte seine Ladung unter dem Applaus der Kinder und Teamer auf den Parkplatz am Evangelischen Gemeindezentrum auf dem Mallendarer Berg. Mit Schaufel und Schippe, Schubkarre und Eimer sorgte man dann mit vereinter Kraft dafür, dass der Sand vom Parkplatz auf der Wiese kam. So entstand ein kleiner Strand. Zugegebenermaßen rein optisch nicht ganz zu vergleichen mit dem Original, aber jetzt konnte das ehrenamtliche Leitungsteam der Jugendlichen und Jugendleiter Immo Meyer wieder einmal beweisen, dass sie mit Fantasie, pädagogischem Geschick und Organisationstalent aus einer Ferienmaßnahme, die im wahrsten Sinne des Wortes hätte, ins Wasser fallen können, eine schöne Alternative entwickeln konnten - da kann man zur Anerkennung nur sagen: Hut ab - vor den ehrenamtlichen Freizeitpädagogen.
Gemeinsam gestalteten sich die Jugendlichen ihren eigenen Strand.
