Sitzung der KG „Die Bemoosten
Prächtige Karnevalsstimmung in der Stadthalle
Vallendar.Wenn die Große Karnevalsgesellschaft „Die Bemoosten 1842 e.V.“ zu ihren Sitzungen einlädt, ist erstklassige Karnevalsunterhaltung garantiert. Sitzungspräsident Klaus Wächter führte durch das närrische Programm. Dutzende von Aktiven hatten es in monatelanger Arbeit zur Freude der zahlreichen, prächtig kostümierten Gäste zusammengestellt und erarbeitet. Auch dieses Jahr wurden wieder alle Register des karnevalistischen Könnens und der guten Laune gezogen - und das nahezu perfekt - denn über einhundertsiebzig Jahre erfolgreiche Vereinsgeschichte ist schon eine Herausforderung. Eine echte Karnevalsband mit jungen Leuten - die Roten Hosen - sorgten für die unerlässliche musikalische Stimmung. Da die jungen Männer allesamt auch karnevalistisch geprägt sind, treten sie auch mal mit lustigen Darbietungen auf der karnevalistischen Bühne auf. Maßgeblich getragen werden die Wortdarbietungen von „bemoosten Urgesteinen“ - zum Beispiel als Protokollant Horst Wächter, Bernd Opitz macht Marlene Jaschke, Martin Staudt ist Hausmeister Jupp Schmitz. Hinzu kommt erstklassiger Gardetanz von dreizehn Funkenmariechen und einer Kindergarde - ganz toll. Trainiert und betreut werden diese von Julia Haushahn, Vera Haushahn und Anke Baldus - und diese Damen verstehen, ihre Aufgaben auf das Beste umzusetzen.
Die „Mainzer Sitzung“ der „Bemoosten“-Aktiven fand viel Beifall und die Darbietung der Latzbuchse - Fire and Water - klasse gemacht - die fünf gestandenen Männer unter der Regie von Vera Haushahn haben schon ´was drauf. Die „Bemoosten“ sind der einzige Vallendarer Karnevalsverein, der auch Gruppen, beziehungsweise Akteure von außerhalb einlädt. Dieses Jahr das Männerballett McSchäls aus Koblenz-Pfaffendorf und zum wiederholten mal die vierstimmige Acapellagruppe „Commercial Harmonists“. Schöne Darbietungen - klasse gemacht. Doch manch eingefleischter „Vallerer Geck“ findet „Karnevalsimport“ überflüssig - dann lieber nach dem praktischen Motto: Was wir nicht haben, müssen wir auch nicht machen! Noch etwas ist bei den Bemoosten einmalig. Der Bürgermeister Fred Pretz tritt auf, dieses Jahr als abnehmgewillter Radsportler, prangert das Doping an und strampelt während seines gesamten Vortrages auf einem sogenannten „Spinningrad“, einem feststehenden Radtrainingsgerät - eine schöne sportliche Leistung des Präsidenten vom Sportbund Rheinland.
Wie allen Karnevalssitzungen nimmt der Schautanz eine wichtige Rolle im Programm ein. Dreizehn Mädels und zwei Jungs entführten in hübschen Kostümen nach Brasilien - schönes Schlussbild.
Auch dieses Jahr ein schönes Finale - da legen die Bemoosten besonderen Wert drauf - „Liebeslieder“ war das Motto. Das Programm sagt: „Ein Finale für die Taschentücher. Da schlagen Frauenherzen höher.“ Von „Er gehört zu mir“ über „Schenk mir dein Herz“ bis „Time of my Life“ - alle Lieder live gesungen - eine beachtenswerte Leistung. AND
