Allgemeine Berichte | 15.10.2013

Mitglied vom TV Urbar bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Ultraläufer

Ruhm und Ehre beim „SPARTATHLON“

Ankommen ist das Ziel: Frank Witzler bewältigte die 246 Kilometer in 34 Stunden und 15 Minuten

Ruhm und Ehre beim „SPARTATHLON“

Urbar. Ist für Triathleten der Ironman auf Hawaii die inoffizielle Weltmeisterschaft, so ist es für die Ultraläufer der SPARTATHLON in Griechenland, dort wo der Sage nach vor circa 2500 Jahren alles begann...Mit dabei der Koblenzer Frank Witzler vom Lauftreff TV Urbar. Dabei galt es, 246 km nonstop von Athen nach Sparta innerhalb von maximal 36 Stunden zurückzulegen, den 3000 m hohen Sangapass zu überwinden und meilenweite staubige Landstriche zu durchlaufen. Die besten Ultraläufer der Welt treffen hier aufeinander und doch ist eine Ausfallquote von bis zu 65 Prozent keine Seltenheit. Und das, obwohl schon die Bewerbung an sich die meisten von uns vor unüberwindbare Herausforderungen stellen würde. Um sich erfolgreich zu qualifizieren sollte Man(n)/Frau: 100 km in mindestens 10:30 Stunden gelaufen sein, einen offiziellen Lauf von 200 km gefinished haben, in einem 12 Stunden-Rennen mindestens 180 km und einem 24 Stunden-Rennen mindestens 250 km gelaufen sein. Die Quali gilt für zwei Jahre und muss dann neu erbracht werden. Und wofür das alles? Außer einem Olivenkranz, einer Medaille um den Hals und einem kleinen Pokal gibt’s nichts zu gewinnen. Und doch, der Ruhm für einen selbst, etwas Außergewöhnliches und Besonderes vollbracht zu haben und die Ehre, an solch einem Event mit erlesenen Sportlern aus aller Welt teilzunehmen, treiben einen an. Und so stellte Frank sich am frühen Morgen mit 332 anderen „Verrückten“ dieser Herausforderung. Unterwegs gab es insgesamt 75 Anlaufpunkte, an denen man seine „Drop-Bags“ (Verpflegungstaschen) hinterlegen konnte sowie „Cut off“-Zeiten, Zeiten, an denen man einen vorgegebenen Punkt erreicht haben muss, oder aus dem Rennen genommen wird. Vorbereitet und qualifiziert hat sich Frank unter anderem beim „WiBolt“-Rennen im Mai. Bei diesem Lauf über den Rheinsteig von Wiesbaden nach Bonn, der mit 320 km und 12.000 Höhenmetern als der härteste Nonstop Ultralauf in Deutschland gilt, machte Frank schon auf sich aufmerksam. Doch auch wenn der SPARTATHLON nach Zahlen einfacher ausschaut, so heißt es hier bei fast 40 Grad, Staub, Verkehr, sengender Sonne und nur auf sich alleine gestellt, ohne Hilfe von Freunden, kühlen Kopf zu bewahren. Denn das Ziel für Frank war klar: Ankommen. Und so erreichte er nach 34:15 Stunden das Ziel in Sparta und küsste der Statue von König Leonidas zum Dank die Füße.

Frank im Kreis der Erlesenen.Fotos: privat

Der Mühe Lohn.

Sonnenuntergang in Athen.

Ruhm und Ehre beim „SPARTATHLON“
Ruhm und Ehre beim „SPARTATHLON“

Ruhm und Ehre beim „SPARTATHLON“

Ruhm und Ehre beim „SPARTATHLON“

Alleine mit sich und dem Rest der Welt.

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