Ökumenische Arbeitsloseninitiative Vallendar
Seit drei Jahrzehnten erfolgreich tätig
Vallendar. Die Ökumenische Arbeitsloseninitiative hatte am Pfingstmontag zu ihrem 30. Geburtstag in das Evangelische Gemeindezentrum auf dem Mallendarer Berg eingeladen. Zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben und unterstützende Lokalpolitikerinnen und -politiker konnte der Vorsitzende der Initiative, Klaus Rogat, begrüßen.
Die Idee wurde vor drei Jahrzehnten geboren: Diejenigen, die Arbeit haben, leisten je nach Möglichkeit einen regelmäßigen finanziellen Beitrag zur Schaffung eines Arbeitsplatzes. Dieser soll wiederum von einer Fachkraft besetzt sein, die Sozialarbeit leistet - und zwar da, wo es nötig ist und an einer Stelle, die ansonsten durch soziale Hilfe nicht oder nur ungenügend erreicht wird. Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, von der einst der Gründungsimpuls ausging, war damals Klaus Schneidewind.
Das Konzept ging auf und funktioniert seit 30 Jahren sehr erfolgreich. Träger ist die Evangelische und Katholische Kirchengemeinde in Vallendar. Seit 1986 konnte ein Arbeitsplatz finanziert werden - neun Jahre eine volle Arbeitsstelle und danach eine halbe Sozialarbeiterstelle.
Seit dem Jahr 2004 ist Gisela Ledwig-Gabriel bei der Ökumenischen Arbeitsloseninitiative als Sozialarbeiterin angestellt. Neben der Senioren- und der Jugendarbeit habe sie, so Klaus Rogat, das Projekt der Lernbegleitung sehr professionell weitergeführt. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt sei die Arbeit mit Flüchtlingen, so der Vorsitzende.
Das Projekt Lernbegleitung findet in enger und guter Zusammenarbeit mit der Regionalen Schule statt. Besonderen Dank gebührt hier den Lehrkräften und der Schulleitung, betont Klaus Rogat ausdrücklich. Ziel des Projekts ist, Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Schulabschluss individuell zu fördern und Kernkompetenzen für den Start ins Berufsleben zu vermitteln. Das ist nur durch das ehrenamtliche Engagement weiterer Bürger möglich. Sie bieten ohne Bezahlung ihre Erfahrungen und ihr Wissen an und fördern die Kinder und Jugendlichen ganz gezielt in den schulischen Fächern, wo es nötig ist, leisten Hilfe bei der Lehrstellensuche. Das tun sie sehr erfolgreich. Vorsitzender Rogat kann berichten: „Zur Zeit betreuen elf Ruheständler 15 Kinder, im Zeitraum von 17 Jahren waren es über 20 Betreuer mit mehr als 100 Schülern.“
So viel ehrenamtliches soziales Engagement bleibt natürlich nicht unbeachtet. Eine ganze Reihe regelmäßiger Einzelspender unterstützen diesen Einsatz. Finanzielle Unterstützung von verschiedenen Stellen gab und gibt es außerdem. Zum Beispiel von der Lottogesellschaft, der Sparkassenstiftung, der Verbandsgemeinde und der Stadt Vallendar und von kirchlicher Stelle wie zum Beispiel der Diakonie und der Caritas. Hinzu kommen Einzelspenden anlässlich besonderer Anlässe, sei es Jubiläen, Geburtstag, Hochzeit oder Trauerfall. Darüber hinaus erhielt die Ökumenische Arbeitsloseninitiative eine ganze Reihe überregionaler Preise. Beispielhaft hier nur genannt: der Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz, der Bürgerpreis des Landkreises Mayen-Koblenz, der Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Preis „HelferHerzen“ der DM-Gruppe. Allen Unterstützern dankte der Vorsitzende der Initiative ausdrücklich.
Sozialarbeiterin Gisela Ledwig-Gabriel und Vorsitzender Klaus Rogat freuen sich über die sehr erfolgreiche 30-jährige Arbeit der Ökumenischen Arbeitsloseninitiative.
