Allgemeine Berichte | 02.05.2013

Vereinigung der Bobath-Therapeuten Deutschlands e.V.

Vorträge zur Schlaganfall-Therapie

Am 8. Mai in der Rhein-Mosel-Halle

Das Bobath-Konzept findet bereits bei Kindern Anwendung. privat

Koblenz. Die Vereinigung der Bobath-Therapeuten Deutschlands e.V. bietet im Rahmen ihrer 37. Fortbildungstagung vom 8. bis 11. Mai kostenlose Vorträge für Schlaganfall-Betroffene, Angehörige und Interessierte zu den Angeboten und Möglichkeiten der Bobath-Therapie an.

Jährlich erleiden etwa 270.00 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Mit der interdisziplinären Behandlungsmethode „Das Bobath-Konzept“ können Betroffene nach einem Schlaganfall oft wieder ein selbstbestimmtes Leben führen. Das Bobath-Konzept ist ein weltweit verbreitetes bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen. Ziel ist es, dem Patienten die größtmögliche Selbstständigkeit zu ermöglichen. Daher setzt das Konzept direkt im Alltag der Patienten an und richtet sich nach deren individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen.

Die Behandlung beginnt nicht erst mit dem Besuch beim Therapeuten und endet mit der Therapiestunde. Das Konzept kommt 24 Stunden zum Einsatz. Alle Beteiligten arbeiten berufsübergreifend zusammen. Auch die Familienangehörigen werden in die Therapie miteinbezogen. So sind nicht nur direkt nach einem Schlaganfall, sondern auch noch Jahre später deutliche Therapieerfolge möglich. Das Konzept findet bei Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Schädigungen des Zentralnervensystems genauso Anwendung wie bei Erwachsenen und Senioren mit erworbenen Schädigungen.

Die diesjährige 37. Fortbildungstagung der Vereinigung der Bobath-Therapeuten steht unter dem Motto „Bobath – ein Konzept in Bewegung“. Neben vielen Vorträgen, Workshops und Seminaren für das Fachpublikum werden auch für Betroffene, Angehörige und Interessierte zwei Vorträge angeboten. So referieren in der Rhein-Mosel-Halle die Physiotherapeutin Karen Bernard am 8. Mai um 19 Uhr über Kinder in der Bobath-Therapie mit dem Titel „Vorhandene Kompetenzen erkennen und nutzen, um Neues zu lernen“ und der Physiotherapeut Helmut Gruhn zur gleichen Zeit über „Die Möglichkeiten des Bobath-Konzeptes in der ambulanten Schlaganfall-Versorgung“. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Die Vereinigung der Bobath-Therapeuten Deutschland e.V. wurde 1977 gegründet. Behandelt und gefördert werden Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren mit angeborenen oder erworbenen zentralen Bewegungsstörungen, Entwicklungsverzögerungen unklarer Genese sowie neurogenen und muskulären Dysfunktionen. Auf der Seite www.bobath-vereinigung.de finden Patienten und Angehörige anerkannte Bobath-Therapeuten in ihrer Nähe.

Für Informationen und Rückfragen an Christine Steimer, Tel. (0 23 05) 5 49 75 24 oder unter e-Mail c.steimer@bobath-vereinigung.de wenden.

Das Bobath-Konzept findet bereits bei Kindern Anwendung. Foto: privat

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