Vollsperrung seit Anfang letzter Woche:
Was ist los auf dem Leinpfad zwischen Vallendar und Mallendar?
Vallendar.Der Rad- und Fußgängerweg am Rhein in Vallendar ist beliebt - zum Spazierengehen, Sport treiben und Weg zur Arbeit. Seit Montag steht der Radfahrer und Fußgänger vor einer Barriere - benutzen verboten!
Was ist da los?, wollte „BLICK aktuell“ wissen und fragte beim Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar Fred Pretz nach.
Seit Beginn seiner Amtszeit (Mai 1999) ist das Thema „Radweg in Vallendar“ sozusagen Chefsache, aber immer habe sich der Ausbau verzögert, so der Bürgermeister. „Mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass nunmehr nach langen Jahren des Verhandelns und des Abwartens endlich mit den Bauarbeiten für die Verlängerung des Fernradweges Wiesbaden - Bonn-Beuel im Abschnitt zwischen Vallendar Mitte und Mallendar begonnen worden ist“, sagt der Verwaltungschef. Das Planfeststellungsverfahren lief von 1992 - 1997. Ständig wurde nachgehakt: „Was ist los - warum geht es nicht voran?“ war immer wieder die Frage des Bürgermeisters. Das Verkehrsministerium wurde eingeschaltet, Konferenzen und Pressekonferenzen abgehalten - aber bevor die ersten Bagger kommen konnten, sollte noch viel Zeit vergehen.
Das Problem an dem Leinpfad ist, dass er zwischen Vallendar und dem Ortsteil Mallendar sehr schmal ist. Um ihn zu verbreitern, mussten private Grundstücke erworben werden. Das kostete Verhandlungszeit. An der schmalsten Stelle ist selbst das nicht möglich, sodass eine Betonkonstruktion geschaffen werden muss, die über den Rhein wie ein Balkon hinausragt. Das Verfahren wurde weiter durch mehrere Umstrukturierungen im Bereich der Landesstraßenverwaltung und damit immer wieder wechselnden Gesprächspartner erschwert, so Pretz.
Bauträger ist der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz. Auf dem rund vierhundert Meter langen Streckenabschnitt zwischen dem Restaurant Rheinufer und dem Querschlag zum Hotel Alexander-von-Humboldt wird ein 2,5 Meter breiter Geh- und Radweg ausgebaut; Höhenunterschiede zu angrenzenden Grundstücken müssen durch Stützwände gesichert werden.
In einer Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Vallendar heißt es: „Mit Blick in die nächste Zukunft wird sich die Situation insoweit noch verbessern, als dass mit der vom LBM zugesagten Fortführung des Fernradweges von Bendorf her bis zum B42-Kreisel in Vallendar im Frühjahr die noch vorhandene Lücke weiter schließen wird. Es wird dann Sache des Stadtrates Vallendar sein, eine provisorische Lösung zum Lückenschluss innerorts in Abstimmung mit allen Behörden zu finden, die die Zeit bis zum Neubau der K 82 Vallendar - Niederwerth überbrückt. Dann wird auch der Radweg eine endgültige bauliche Verbindung der noch getrennten Teile erfahren können.“
Der LBM gibt die Bauzeit mit achtzehn Monaten an, solange bleibt der Weg gesperrt, ein Ausweichen auf den Fußweg entlang der B 42 ist nötig. Die Baukosten betragen 942.000 Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. AND
Gut zu erkennen - der Weg ist in einem schlechten und sanierungsbedürftigen Zustand.
