Allgemeine Berichte | 10.03.2020

Das zweite Treffen des „Forschungsverbundes psychiatrische Pflege in Rheinland-Pfalz“

„Wir nehmen jetzt richtig Fahrt auf“

Projektideen und Promotionsförderungen

Der Forschungsverbund psychiatrische Pflege in Rheinland-Pfalz (FvpP) tagte an der PTHV bereits zum zweiten Mal. Foto: Verena Breitbach/PTHV

Vallendar. Im April 2019 wurde an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) der Forschungsverbund für psychiatrische Pflege in Rheinland-Pfalz (FvpP) als ein Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Weidner, Lehrstuhl Pflegewissenschaft, begonnen. Der FvpP hat sich für die nächsten drei Jahre zum Ziel gesetzt, dringende Forschungsthemen der psychiatrischen Pflegepraxis zu identifizieren, entsprechende wissenschaftliche Nachwuchsqualifizierung zu ermöglichen und Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen. Mitglieder des Verbundes sind Einrichtungen und Hochschulen aus Rheinland-Pfalz und angrenzenden Bundesländern. Nun fand bereits die zweite Verbundsitzung mit rund 18 Teilnehmenden in Vallendar statt. „Nicht nur die psychischen Erkrankungen nehmen in der Gesellschaft weiter zu, sondern auch das Thema psychische Gesundheit gewinnt immer mehr an Bedeutung“, erinnert Prof. Weidner. „Wir nehmen im Forschungsverbund mit mehreren Projektideen und -anträgen sowie zwei ausgeschriebenen Promotionsförderungen nun richtig Fahrt auf.“ Der Forschungsverbund hat sich vorgenommen, Grundlagen und Maßnahmen der pflegerischen, aber auch interprofessionellen Arbeit mit psychisch kranken Menschen intensiver über Projekte zu erforschen.

Zweites Treffen zur Konsolidierung des Verbundes

Zunächst gab es aktuelle Berichte aus der Hochschule und dem Forschungsverbund. Prof. Weidner berichtete über den Stand der Dinge zu den Bewerbungen um die beiden Promotionsförderungen, die im November 2019 bundesweit ausgeschrieben wurden: „Wir freuen uns über das rege Interesse und die interessanten Bewerbungen, die nun vorliegen“, sagt Prof. Weidner. Im nächsten Schritt sollen aus dem Bewerberfeld die beiden besten Anträge ausgewählt werden. Zum Wintersemester 2020/2021 beginnt dann der Förderzeitraum für die beiden neuen Doktoranden im Promotionsprogramm der PTHV. Ferner informierte Dr. Stefan Scheydt vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim über einen Projektantrag zur Wirklichkeit und den Potenzialen der Gemeindepsychiatrischen Pflege im Rahmen des Förderprogramms des Bundesforschungsministeriums „Stärkung der Pflegeforschung“. Der Antrag wird zurzeit international begutachtet, bei einer Bewilligung ist mit einer Förderung ab Anfang 2021 zu rechnen. Anschließend gab Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa, Professorin an der Katholischen Hochschule Mainz, Auskunft über das Bundesmodellprojekt „Innovative Psychiatrie für das 21. Jahrhundert – Wohnortnah. Kompetent. Menschlich“, welches seit Kurzem in Rheinland-Pfalz umgesetzt wird. In weitere Qualifikationsarbeiten zur psychiatrischen Pflege, die am Lehrstuhl Pflegewissenschaft betreut werden, wurden Einblicke gegeben. So stellte Carolin Müller, studentische Mitarbeiterin im FvpP und Studierende im Masterstudiengang Pflegewissenschaft, ihre Überlegungen zur Masterthesis über die Akademisierung der psychiatrischen Pflege vor. Im weiteren Verlauf des Verbundtreffens wurden Projektideen und Anfragen aus Praxiseinrichtungen vorgestellt und erörtert. Dabei ging es u.a. um Fragen der Kooperation mit weiteren Berufsgruppen, um die sektorenübergreifende psychiatrische Versorgung, um Ansätze der Prävention und Beratung sowie um Aspekte der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit innovativer Ansätze in der Psychiatrie. Das nächste Treffen des Forschungsverbundes soll im Herbst 2020 stattfinden.

Der Forschungsverbund psychiatrische Pflege in Rheinland-Pfalz (FvpP) tagte an der PTHV bereits zum zweiten Mal. Foto: Verena Breitbach/PTHV

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