Allgemeine Berichte | 09.04.2013

Pilgerzentrale Schönstatt

Worauf ich mich verlassen kann

Gruppenfotoprivat

Vallendar. „Ich fühle mich, als wäre Herbst um mich herum. Mit einem Fahrrad könnte ich wegfahren, mich auf den Weg machen, neue Wege gehen“, so eine Frau, deren Mann sich vor zwei Jahren von ihr getrennt hat. Als Einstiegsbild hat sie für die Ende März stattfindenden Besinnungstage in Schönstatt eine von Herbstlaub bedeckte Mauer gewählt, an der ein altes Fahrrad steht.

D. nimmt sich für die Vorstellrunde das Bild eines Mädchens, das Ranken aufbindet. Sie hatte Eltern, auf die sie sich ein Leben lang verlassen konnte. Jetzt, ausgerechnet nach dem Zusammenbruch ihrer Ehe, brauchen auch sie zunehmend ihre Hilfe. D. findet es schrecklich, dass sich dieses Verhältnis umkehrt. Und sie wünscht sich die Verlässlichkeit ihren Töchtern geben zu können, die sie zeitlebens vonseiten ihrer Eltern erfuhr. Im Moment kann sie das nicht so gut. Die Trennungssituation kostet sie viel Kraft.

Für die 22 Frauen, die sich in Vallendar-Schönstatt zu Besinnungstagen trafen, sind die Tage wie ein Nachhausekommen. Die Besinnungstage sind ausgeschrieben für Frauen nach Trennung oder Scheidung, die schon einmal an einer Veranstaltung teilgenommen haben. Sie wissen bereits, welche Schwerpunkte in den thematischen Impulsen gesetzt werden und kennen sich untereinander. Das schafft von Anfang an ein verständnisvolles und gutes Klima. Und das ist es auch, was die Frauen brauchen.

Das Thema passt: Worauf ich mich verlassen kann. Im Austausch wird deutlich, wie bedeutsam es ist, selbst Persönlichkeiten zu werden, die vertrauenswürdig und verlässlich sind. Anstöße zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit geben die Wegweisungen von Pater Josef Kentenich, einem anerkannten Pädagogen und Gründer und Schönstattbewegung.

Jede der Teilnehmerinnen nimmt sich die Anregungen mit, die sie als Perspektive für sich selbst braucht und die ihr hilft, ein verlässlicher Mensch zu sein:

S. formuliert für sich als Fazit am Ende dieser Tage: „Ich habe einen Wert - unabhängig von Leistung und Erfolg. Das hilft mir vielleicht zu ein wenig mehr Toleranz in Begegnungen. Ich möchte lernen, mich auf das Positive zu konzentrieren.“

M. stellt voller Dankbarkeit fest: „Früher hatte ich gedacht, ich habe ein Konzept, nach dem läuft alles. Doch durch die Trennung ist alles zerstört. Jetzt habe ich ganz viele Antworten auf meine Fragen bekommen. Für mich ist ganz wichtig, dass ich jetzt verbindliche Grundsätze formuliere. Ich habe viel mitgeschrieben. Das werde ich bearbeiten. Ich möchte ganz tief danke sagen.“

Die von Jahr zu Jahr gestiegene Trennungs- und Scheidungsrate in Deutschland und die damit oft verbundene innere und äußere Notsituation hat 2002 zum Zusammenschluss eines Teams geführt, das anderen Frauen in Trennungssituationen hilft. Selbst Betroffene haben den direkten Zugang zu Frauen, die oft ihre Lebensperspektive durch die Trennung von ihrem Lebenspartner verlieren, so die Erfahrung dieses Teams. Ihr Ziel: angstfrei neue Hoffnung zu vermitteln für den künftigen Lebensweg, „damit die Seele nicht auf der Strecke bleibt“.

Durch den Einsatz von Luise Wolking, Luise Halbig, Petra Maiworm, Karin Abel und Gertrud Schwarberg wurden Schönstatt und andere Schönstattzentren in Deutschland zu einer guten Adresse für diese Gruppe von Frauen.

Das nächste Seminar für Frauen nach Trennung oder Scheidung ist in der Bildungsstätte Marienland, Vallendar, von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. Mai. Kinder sind willkommen.

Nähere Informationen gibt es unter: www.nach-trennung-scheidung.de, www.wallfahrt-schoenstatt.de oder direkt: E-Mail sr.anne-meike@schoenstatt-info.de, abel.vallendar@gmx.de.

Frohe Gesichter

Frohe Gesichter

Ernste Gespräche

Ernste Gespräche

GruppenfotoFotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Rund ums Haus
Stellenanzeige
PR-Anzeige
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2284

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Osterangebot
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Angebotsanzeige (April)
Anzeige KW 14
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Kita