Haus Wasserburg - Pallottinische Jugendbildungs gGmbH
Workshop Flucht und Asyl – Würde dein Leben in einen einzigen Koffer passen?
Vallendar. In einem zweiteiligen Workshop haben sich Teilnehmer zwischen 15 und 26 Jahren mit dem Thema Flucht und Migration beschäftigt und haben dabei im ersten Teil die unterschiedlichsten Stationen einer Flucht durchlaufen.
Die Teilnehmer flüchteten fiktiv von Syrien nach Österreich, und das war emotional anstrengender, als es jetzt vielleicht klingen mag. Schnell war klar, dass man auf einer Flucht weder Musik hören möchte, noch eine Kreditkarte benutzen kann. Mohabad und Siwar, ein Geschwisterpaar aus Syrien, übernahmen dabei authentisch die Funktion der Schleuser und später der Beamten im Asylanhörungsverfahren.
Der zweite Teil des Workshops widmete sich nun konkret Fragen gesellschaftlichen Engagements mit dem Schwerpunkt „Was kann ich selbst tun?“. Dabei ging es vor allem um Überlegungen, wie man mit Aktionen auf das Thema Flucht und Asyl aufmerksam machen kann. Das Motto des Wochenendes war dabei angelehnt an eine Aktion junger Muslime in Großbritannien und Deutschland und ist einigen vielleicht auch schon bekannt: „#Nicht in meinem Namen!“.
In einer Foto- und Lichteraktion brachten die Jugendlichen ihren Protest zum Ausdruck. Die Bilder hierzu hängen in der Pallottikirche aus. Darüber hinaus wurden kleine Aktionen wie ein Willkommensflyer und ein Sporttag – „Sport verbindet“ geplant. Zwei Teilnehmerinnen schrieben eine besonders bewegende Fantasiereise der etwas anderen Art.
Es waren zwei rundum intensive und sehr bewegende Workshops, die allen in Erinnerung bleiben werden und vielleicht nächstes Jahr erneut Anklang finden.
Fotos: Privat
