Allgemeine Berichte | 17.05.2013

Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg

Genossenschaftsinstitut will künftig fest in der Realwirtschaft verankert bleiben

Im 110. Jahr des Bestehens legte der Vorstand ein erfreuliches Jahresergebnis vor - Dividende steigt auf sechs Prozent

Genossenschaftsinstitut will künftig fest in der Realwirtschaft verankert bleiben

Berkum. „Die Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg, die auf ein 110-jähriges Bestehen zurückblickt, wird auch in Zukunft nicht finanzmarktgetrieben agieren, sondern fest in der Realwirtschaft verankert bleiben.“ Dies versprach der Vorstandsvorsitzende Ernst Bugl den Genossenschaftsmitgliedern zu Beginn der Vertreterversammlung in der Aula des Schulzentrums Berkum. Weiter führte er aus, dass die Zeiten vorbei sind, in denen man, ob als Banker oder Anleger, ausschließlich auf den Ertrag achten konnte. „Die genossenschaftlichen Werte Sicherheit, Stabilität, Werterhalt, Verantwortung, Partnerschaft, Ehrlichkeit und Kundennähe tragen für eine gute Entwicklung der heimatlichen Region mehr bei, als kurzfristiges Ertragsdenken“, so Bugl.

Eine positive Entwicklung verzeichnete auch die Genossenschaftsbank. Bei einer Bilanzsumme von 208,9 Millionen Euro (Vorjahr: 209,7) erwirtschaftete man einen Jahresüberschuss von 961.000 Euro (Vorjahr 739.000), abzüglich der Einstellung von 350.000 Euro (Vorjahr 200.000) in die Ergebnisrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 611.000 Euro (Vorjahr: 539.000).

Das Eigenkapital stieg um beachtliche 900.000 Euro auf 12,9 Millionen Euro.

Insgesamt 59 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende, kümmerten sich um die 26.057 Konten, 7307 Mitglieder sind als Anteilseigner registriert.

Grauer Kapitalmarkt soll reguliert werden

Vorstandsmitglied Heiko Ulrich erklärte, ein verlässlicher Anlegerschutz müsse für alle Kunden von Finanzdienstleistern gelten, nicht nur für Bankkunden. „Die Politik sollte sich endlich der Regulierung des grauen Kapitalmarkts zuwenden. Hier gibt es eine absolute Ungleichbehandlung“, stellte er fest. Leider übten sich viele europäische Politiker derzeit aber lieber in Symbolpolitik. Für 2013 fordert die Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg von der Politik vor allem Planungssicherheit. Zumal sich das regional verankerte, mitgliederbezogene und nachhaltige Geschäftsmodell der Genossenschaften auch in der Finanzkrise als robust erwiesen habe.

Im Jahr 2012 hat die Raiffeisenbank ihr Kreditvolumen um 6,5 Prozent auf inzwischen 132 Millionen Euro gesteigert. „Das Wachstum war so hoch wie seit Jahren nicht mehr“, freute sich Ulrich. Getragen wurde die Entwicklung von einer stärkeren Kreditnachfrage der Wirtschaft, aber auch der privaten Haushalte. „Wir bleiben der starke Partner für die regionale Wirtschaft, der wir seit 110 Jahren sind“, kündigte er an. „Unsere solide Eigenkapitalbasis und unsere kompetente Beratung machen uns zu einem attraktiven Kreditgeber.“

Selbstverantwortung und Selbsthilfe

Die Kundeneinlagen umfassten zum Jahreswechsel 163 Millionen Euro (minus 3,3 Prozent). Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus setzten die Kunden vor allem auf täglich fällige Einlagen. „Uns als Genossenschaft vertrauen die Kunden ihr Erspartes besonders gern an“, hob Ulrich hervor. „Dies gilt gerade in Zeiten unruhiger Finanzmärkte.“ Er zog zudem ein positives Resümee des internationalen Jahres der Genossenschaften. „Das Lob aus Politik und Medien zeigt uns: Die genossenschaftlichen Werte wie Selbstverantwortung und Selbsthilfe werden von vielen Menschen geteilt.“ Nach der Zustimmung zum Jahresbericht und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitgliedervertreter einer Erhöhung der Dividende von bislang fünf auf sechs Prozent für das Jahr 2012 zu. Die Rücklagen des Genossenschaftsinstituts wurden deutlich gestärkt.

Aufsichtsratsmitglieder wieder gewählt

Turnusmäßig schieden die Aufsichtsratsmitglieder Friedrich Mechtenberg, Reinhard Schütz und der Aufsichtsratsvorsitzende Erich Althammer aus dem Kontrollorgan aus. Althammer und Mechtenberg wurden jedoch von der Vertreterversammlung erneut in ihre Ämter gewählt. Schütz hingegen schied auf eigenen Wunsch nach fast 25-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit aus dem Aufsichtsrat aus. Seit 1989 habe er viele Entscheidungen um die Weiterentwicklung der Bank und der Warentochter mit getragen, ihm galt der besondere Dank der Mitgliedervertreter. Zugleich beschloss die Versammlung, den Aufsichtsrat um eine Person zu verkleinern, so dass keine Neuwahl erforderlich war.

Vorstand und Aufsichtsrat Spitze der Raiffeisenbankgrafschaft-Wachtberg EG präsentierte in der Aula des Schulzentrums Berkum den Jahresbericht für 2012: v.li. Vorstand Heiko Ullrich, Aufsichtsratsvorsitzender Erich Althammer, seine Stellvertreterin Beate Meditz, Vorstandsvorsitzender Ernst Bugl und das wiedergewählte Aufsichtsratsmitglied Friedrich Mechtenberg. Foto: -VJ-

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