Politik | 08.10.2013

Wasserwerk und Energieerzeugung an die neu gegründete enewa GmbH abgegeben

Jahresabschluss der Gemeindewerke Wachtberg

Gewinn von einer Million Euro, 620.000 Euro fließen in die Gemeindekasse

Wachtberg. Mit einem satten Gewinn von fast einer Million Euro schließen die Gemeindewerke Wachtberg das Geschäftsjahr 2012 ab. Das erfuhr der Verwaltungsrat in seiner jüngsten Sitzung, in der er das Jahresergebnis bestätigte. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 883.000 Euro gelegen, berichtete Vorstand Volker Strehl. Das im Wirtschaftsplan kalkulierte Ergebnis in Höhe von 1,1 Millionen Euro sei allerdings um 121.000 Euro verfehlt worden, gab er zu. Im Abwasserbereich lag man nur geringfügig unter dem kalkulierten Gewinn, während im Wasserwerk anstatt eines prognostizierten Plus von 66.000 Euro ein Minus von 36.000 Euro eingefahren wurde. Das hänge mit einmaligen Kosten im Zuge der Übergabe des Wassernetzes an die neu gegründete enewa GmbH zum 31. Juli 2012 zusammen. Aus dem Gewinn des Abwasserbeseitigungsbetriebs erhält die Gemeindekasse eine festgesetzte Eigenkapitalverzinsung in Höhe von 620.000 Euro, die restlichen 410.000 Euro werden der allgemeinen Rücklage zugeführt, die in diesem Betriebsbereich mittlerweile auf 3,25 Millionen Euro gestiegen ist. Der Verlust aus dem Wasserwerk hingegen wurde der allgemeinen Rücklage entnommen, die für diesen Betriebsbereich damit auf 558.500 Euro sinkt.

Wasserverbrauch der Wachtberger stieg

Aus dem Zahlenwerk geht auch hervor, dass erstmals mehr als 20.000 Einwohnerwerte an das Kanalnetz angeschlossen sind, die Zahl stieg von 19.841 im Vorjahr auf 20.013. Jeder Wachtberger hat demnach 2012 im Durchschnitt 42,77 Kubikmeter Wasser verbraucht, im Jahr zuvor waren es noch 41,23 Kubikmeter. Das entspricht einem täglichen Verbrauch von etwa 117 Liter pro Einwohner und Tag im Vergleich zu 113 Liter im Vorjahr. Das gesamte Kanalnetz ist mittlerweile 116,4 Kilometer lang. Im vergangenen Jahr wurde das Kanalnetz in Ließem saniert und in der „Bergwiese“ in Pech sowie im „Servatiusweg“ in Arzdorf renoviert. Weitere 16 Umsetzungsmaßnahmen im Gesamtwert von 1,7 Millionen Euro laufen derzeit oder sind bereits geplant. Hinzu kommen künftig noch weitere Maßnahmen im Rahmen des Hochwasserrisikomanagementplanes für den Mehlemer Bach, die derzeit erarbeitet werden.

Nur noch für Abwasserbeseitigung zuständig

Im Rahmen der Gründung der enewa GmbH wurden sowohl alle Anlagen der Wasserversorgung wie auch die beiden Fotovoltaikanlagen in der Kläranlage Pech an die neue Gesellschaft übertragen. Die Gemeindewerke Wachtberg nehmen ab dem 1. Januar 2013 nur noch die Aufgaben der Abwasserbeseitigung, der Gewässerunterhaltung und des Gewässerausbaus wahr und sind darüber hinaus Mehrheitsgesellschafter der enewa GmbH mit einem Anteil von 51 Prozent. Die restlichen 49 Prozent halten die Stadtwerke Aachen (STAWAG) als strategischer Partner. Im laufenden Wirtschaftsplan 2013 ist für die verbleibenden Betriebsbereiche ein Gewinn in Höhe von 1.051.000 Euro geplant, woraus eine erhöhte Eigenkapitalverzinsung von 720.000 Euro an die Gemeinde abgeführt werden soll. Die Aufgaben der Wasserversorgung und der Energieerzeugung hat mittlerweile seit Jahresbeginn die enewa GmbH übernommen.

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