Firmung in der neuen Pfarrgemeinde
Kardinal Woelki spendet fast 70 Gläubigen das Firmsakrament
aus Meckenheim
Wachtberg/Meckenheim. In der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Meckenheim haben am Samstag, den 26. September 63 Jugendliche und fünf Erwachsene das Sakrament der Firmung empfangen. Die Firmmesse feierte Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen aus der Pfarrgemeinde St. Marien & St. Johannes der Täufer in Wachtberg und Meckenheim. Es ist bereits der zweite Besuch des Kölner Erzbischofs in der seit dem 1. Januar 2026 neu errichteten Kirchengemeinde in diesem Jahr. Bereits im Januar war Kardinal Woelki nach Meckenheim und Wachtberg gekommen, um die Katholikinnen und Katholiken zu begleiten, als sich die bisherigen Gemeinden zu einer gemeinsamen Pfarrgemeinde zusammengeschlossen haben.
Sakramente sind besondere Zeichen im Glauben der Kirche. In ihnen zeigt Gott den Menschen: „Ich bin da für euch“ und begleite euch auf eurem Lebensweg. Die Firmung ist ein solches besonderes Zeichen: Jugendliche und Erwachsene sagen bewusst „Ja“ zu ihrem Glauben, empfangen den Heiligen Geist und werden gestärkt, ihren Glauben im Alltag zu leben und Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.
In seiner Predigt wandte sich Kardinal Woelki besonders an die Firmbewerber: „Die Firmung ist euer ganz persönliches Pfingstfest.“ Er machte deutlich, dass die Gabe des Heiligen Geistes ein Zuspruch der Ermutigung und Stärkung sei, der die jungen Christinnen und Christen in ihrem Glauben und in ihrem Alltag tragen solle. Der feierliche Gottesdienst wurde vom Chor „Klangvoll“ musikalisch mitgestaltet. Der Chor schuf einen festlichen Rahmen, der die besondere Bedeutung des Tages spürbar werden ließ.
Eine wichtige Rolle in der Vorbereitung auf das Sakrament übernimmt das ehrenamtliche Katechetenteam. Antonia und Lars Koch, Tochter und Vater, begleiten seit mehreren Jahren mit großem Engagement und Herzblut die Firmvorbereitung. Lars Koch berichtet: „Die Firmung, insbesondere die Projekte, haben die Jugendlichen in die verschiedenen Bereiche unserer Gemeinde geführt. Es war etwas ganz Besonderes, wenn zum Beispiel die anfängliche Nervosität beim Speed-Dating zwischen Senioren und Firmlingen nachließ und einer Neugier auf das Gegenüber wich. Es entwickelten sich tolle Gespräche und zum Schluss schaute ich durchweg in glückliche Gesichter. Durch die Gespräche mit den Jugendlichen bekomme auch ich immer wieder die Möglichkeit, ihre Sicht auf die Dinge kennenzulernen, was ich großartig finde.“ Auch Antonia Koch beschreibt, wie sich die Gruppe im Laufe der Firmvorbereitung entwickelt hat: „Zu Beginn der Firmvorbereitung war ein gewisser Respekt vor dem Unbekannten spürbar. Finde ich hier überhaupt Anschluss? Kann ich offen sagen, was ich denke und glaube, ohne ausgelacht zu werden? Und was heißt Firmung für mich persönlich? Zu erleben, wie aus diesen Bedenken in den letzten Monaten ein echtes Wir-Gefühl gewachsen ist, war für mich sehr berührend. Die Jugendlichen haben Raum bekommen, genau die Fragen zu stellen, die sie beschäftigen, und haben als Team unglaublich zusammengehalten. Was sie an Ehrlichkeit, Tiefe und Lebensfreude eingebracht haben, hat mich als Katechetin total begeistert.“
Zu den Neugefirmten zählen auch die Schwestern Katarina und Ana. Sie unterstreichen, wie bedeutsam dieser Tag für sie persönlich ist und dass sie sich durch die Firmung ermutigt fühlen, ihren Glauben bewusst und sichtbar zu leben. Katarina sagt: „Durch die große Anzahl an Firmlingen habe ich ein starkes Gefühl der Gemeinschaft erlebt. Ich fühlte mich stark durch Gottes Präsenz in unserer Mitte.“ Ana betont: „Besonders bewegend war für mich das gemeinsame Glaubensbekenntnis der Firmlinge, da wir es voller Entschlossenheit als Gemeinschaft gesprochen haben.“
Die Firmfeier macht den Leitgedanken der Pfarrei „Viele Orte. Ein Zuhause. Unser Glaube.“ eindrucksvoll sichtbar: Menschen aus verschiedenen Orten kommen zusammen, um gemeinsam in Kirche Heimat zu finden und ihren Glauben zu feiern. Mit der Feier der Firmung setzt die junge, zusammenwachsende Gemeinde in Wachtberg und Meckenheim ein weiteres geistliches Zeichen des Zusammenfindens.
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Gruppenbild der Firmlinge Foto: Georg Kluth