Politik | 09.09.2014, 11:27 Uhr

CDU-Wachtberg:

Klage gegen Raubrittertum von Rot-Grün in Düsseldorf

Wachtberg. Gegen das von der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf vorgelegte Gemeindefinanzierungsgesetzt 2015 soll die Gemeinde Wachtberg nach dem Vorschlag der Fraktionen von CDU und FDP gerichtlich vorgehen. Das Gesetz sieht vor, die allgemeine Schlüsselzuweisung um 450.000 Euro auf Null zu setzen und Wachtberg erstmalig zur Zahlung des sog. „Kommunalsoli“ heran zu ziehen. CDU und FDP haben die Bürgermeisterin aufgefordert, das Thema einer gemeinsam mit anderen betroffenen Gemeinden anzustrengenden Klage vor dem Landesverfassungsgericht auf die Tagesordnung des Finanzausschusses zu setzen. Für eine entsprechende gerichtliche Intervention erwarten sie sich eine breite Mehrheit im Ausschuss, um den geplanten „Würgegriff der Landesregierung abzuwehren. Wir sind nicht grundsätzlich gegen einen Solidarbeitrag zur Gemeindefinanzierung. Aber die jetzigen Pläne der Landesregierung sind völlig überzogen und tragen in keiner Weise zu Lösung des Problems bei“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Franz-J. Jäger. Damit reagieren CDU und FDP auf eine erste Modellrechnung von Innenminister Ralf Jäger (SPD) zum Gemeindefinanzierungsgesetz NRW 2015. In dieser Aufstellung wird Wachtberg in die Spitzengruppe der „reichen Gemeinden“ des Landes hochgerechnet und zu den Kommunen gezählt, denen die ihnen eigentlich zustehenden Mittel in erheblicher Höhe vorenthalten und an andere Städte und Gemeinden umverteilt werden sollen.

„Mit Galgenhumor“ könne man diese Rechnung als „eine Art Gütesiegel“ für die bisher von CDU-geführten Mehrheiten verantwortete, solide Haushaltspolitik betrachten“, so Jäger. Sie könne auch „als eine unverdächtige Absage an das Vorhaben der Neuen Mehrheit im Berkumer Rathaus betrachtet werden“, die erklärter Maßen auch in der Haushaltspolitik neue Maßstäbe setzen wolle - und das ohne Steuer- und Abgabenerhöhungen. „Um so mehr erwarten wir, dass wir für unser Nein zum Düsseldorfer Raubrittertum eine breite Mehrheit erhalten“, appelliert Jäger an die anderen Fraktionen und erinnert dabei an eine Intervention des damalige Wachtberger SPD-Fraktionschefs im Jahre 2011, der eine von der CDU eingebrachte und von zahlreichen Bürgerprotesten unterstützte Petition der CDU-Ratsfraktion gegen damals schon geplante Mittelkürzungen über 1,9 Mio. Euro aufgegriffen hatte.

„Vereint in der Absicht, in Wachtberg noch Dinge zu bewegen und die Gemeinde, die seit vielen Jahren für ihre Aufgaben auch jeden Euro umdrehen und eine Fülle wünschenswerter Vorhaben zurückstellen muss, sollte eine solche Klage verfolgt werden“, so Jäger. Angesichts der chronisch verfassungswidrigen, gerichtlich verworfenen Haushalte von Rot-Grün in NRW seien die für Wachtberg unersetzbaren Zuweisungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Wenn sich die Landesregierung hier als Robin Hood darstellt, der den Reichen nimmt und den Armen gibt, so ist dies nur ein viel zu klein geratenes Feigenblatt für skrupelloses Raubrittertum, das jedes an der kommunalen Selbstverwaltung interessierte Ratsmitglied entschieden zurückweisen muss“, stellt Jäger dazu abschließend fest.

Pressemitteilung

der CDU Wachtberg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Innovatives aus Weißenthurm
04-Marktbericht 2026
Stellenanzeige Erzieherin und Bundesfreiwilligendienst
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
318

Astrologische Vorschau für die KW 44: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 26. Oktober bis 1. November – Zwischen Neuanfang, Gefühlschaos und Erfolgsmomenten

Die Tage werden kürzer, die Abende gemütlicher und mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 25. Oktober, beginnt die dunklere Jahreszeit endgültig. Die zusätzliche Stunde Schlaf klingt verlockend, doch der veränderte Tagesrhythmus kann auch die Stimmung beeinflussen. In der Kalenderwoche 44 stehen die Zeichen auf Veränderung: Während in der Liebe längst überfällige Gespräche für Klarheit sorgen können, verlangen berufliche Herausforderungen nach Geduld und klugen Entscheidungen.

Weiterlesen