Allgemeine Berichte | 29.04.2013

Wachtberger Jugend- und Freizeit-Expo

Rund zwei Dutzend Vereine und Organisationen stellten sich vor

In der Gemeinde Wachtberg können Jugendliche ihre Freizeit auf sportliche, kreative, kulturelle oder entspannender Art und Weise in voll gestalten

Rund zwei Dutzend Vereine und Organisationen stellten sich vor

Berkum. „Gestalte deine Freizeit!“ Dieses Angebot machten zwei Dutzend Vereine und Organisationen aus der Gemeinde Wachtberg den Kindern und Jugendlichen aus dem Drachenfelser Ländchen bei der Premiere der „Wachtberger Jugend- und Freizeit Expo“ im Schulzentrum Berkum. Schließlich gebe es in Wachtberg viele Möglichkeiten, seine Freizeit sinnvoll zu gestalten - sei es auf sportliche, kreative, kulturelle oder entspannende Weise, so Bürgermeister Theo Hüffel in seinem Grußwort.

„Da ist es manchmal gar nicht so einfach, einen Überblick zu gewinnen, um sich entscheiden zu können.“ Doch dabei sollte die Expo helfen, denn die Kinder und Jugendlichen konnten sich die unterschiedlichsten Sachen ansehen, sie gleich vor Ort ausprobieren und den Vereinen alle Fragen stellen, die sie interessierten. Viele hatten den Mut, etwas Neues auszuprobieren und trauten sich auch an Dinge heran, die ihnen bislang fremd waren.

Mit Pfeil und Bogen auf Kunststoff-Krokodil

So lud die Bogensportabteilung des FC Pech zum Probeschießen mit Pfeil und Bogen ein, wobei neben zwei Zielscheiben auch ein kleines Kunststoff-Krokodil als Ziel diente - das aber nur selten einen Streifschuss abbekam. Der Umgang mit den vereinseigenen Recurvebögen ist nämlich alles andere als einfach. Technisch wesentlich leichter war das Schießen mit dem Lasergewehr, das die Kinder und Jugendlichen bei der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Adendorf ausprobieren konnten. Dafür war hier das Ziel sehr viel kleiner und bei dem Blick durch die vergrößernde Optik nur nach einigem Hin- und Herschwenken überhaupt zu erkennen. Doch mit der richtigen Anleitung gelang auch dies.

Der Tennisclub Wachtberg machte Werbung für seine nahe liegenden Neun-Platz-Anlage unmittelbar neben dem Hallenbad. Zurzeit betreiben etwa 180 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren den weißen Sport, unter anderem in zehn gemeldeten Mannschaften. Wer sich dafür interessierte, konnte am gleichzeitig stattfindenden „Tag der offenen Tür“ auf der Clubanlage erstmals den Schläger schwingen. Einen anderen Schläger, nämlich den Golfschläger bewegen durften die Kinder am Stand des Golfclub Bonn-Godesberg in Wachtberg, der die Expo nutzte, um die aufstrebende Jugendarbeit im Golfsport vorzustellen. So gelang es auch nur ganz wenigen Probanden, mit einem Golfschlag eine Gummiente durch die Löcher einer Torwand fliegen zu lassen.

In Kanu auf reißenden Flüssen unterwegs

Omas über die Straße helfen? Regenwürmer essen? Das war gestern! Die Wachtberger Pfadfinder von heute fahren Kanu auf reißenden Flüssen und besteigen 3000 Meter hohe Berge. Das machten die Stammesführer um Ebba Kompa rund um ihr schwarzes Zelt klar. Dort wurde auch Stockbrot über offenem Feuer gebrutzelt und ritterliche Schwertkämpfe mit Holzwaffen ausgetragen. Der gemeinnützige Verein „Move - Jugend bewegt“ präsentierte ebenfalls sein interessantes Aktionsangebot, unter anderem mit einem Sofa, in das eine portable Musikanlage eingebaut ist und das bei Veranstaltungen als Treffpunkt genutzt werden kann. Einen umlagerten Treffpunkt stellte in jedem Fall die Sitzgruppe der sechs Wachtberger Jugendtreffs dar, denn dort konnten die Kinder an der Wii und der PlayStation ihre Computerspiel-Fertigkeiten unter Beweis stellen. Natürlich wurde hier auch über die Öffnungszeiten und die Aktivitäten in den Jugendtreffs in Adendorf, Berkum, Fritzdorf, Niederbachem, Pech und Villip ausführlich informiert.

Der SSV Wachtberg präsentierte sich diesmal nicht mit seinem Schwimm-Programm, sondern mit dem topaktuellen Workout „Zumbatomic“. Übersetzt bedeutet das so viel wie „sich schnell bewegen und Spaß haben.“ Dafür müsse man nicht tanzen können, das wichtigste sei, sich zur Musik zu bewegen und Spaß daran zu haben. Die heißen lateinamerikanischen und exotischen Rhythmen wirkten dabei sehr motivierend, das wurde bei einer Mitmach-Aktion sehr deutlich.

Nicht meckern, sondern mitmachen

Als überparteiliches und unabhängiges Gremium mit beratender Funktion präsentierte sich der Jugendrat Wachtberg, der seine Aufgabe darin sieht, Verwaltung und Politik die Interessen der Jugendlichen in Wachtberg näherzubringen. Die jugendlichen Mitglieder wiesen auf die bevorstehende Jugendratswahl 2013 in Wachtberg hin und forderten alle Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren auf, sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Nach dem Motto „nicht meckern, sondern mitmachen“ sei jeder gerne gesehen, der hier mitarbeiten wolle. Und wer bei der Expo die Plakat-Schnitzeljagd erfolgreich löste, erhielt ein kleines Geschenk am Stand des Jugendrates.

Der Verein der Freunde und Förderer der Jugendarbeit in Villip lockte die Besucher mit einer Graffiti-Aktion, die das Jugendhaus neu gestalten soll. Neue Mitglieder sucht auch die Wachtberger Jugendfeuerwehr, die derzeit in sechs Löschgruppen Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren ausbildet. Derzeit sind 14 Mädchen und 56 Jungs in den Jugendfeuerwehren vertreten. Ganz besondere Gleichgewichts- und Koordinationsfähigkeiten erfordert die neue Trendsportart „Slacklining“, ein Trick-und Balancesport auf einem dünnen Seil, der Koordination, Ruhe und Kraft erfordert und dafür ständige Erfolgserlebnisse und jede Menge Möglichkeiten bietet.

Das älteste Blasinstrument der Welt

Das älteste Blasinstrument der Welt kommt aus Australien und ist das Didgeridoo. Der Verein Didgeridoo Bonn hatte einige Instrumente mitgebracht, die natürlich gleich ausprobiert werden durften. Genauso machte es das Tambourcorps Edelweiß Fritzdorf, das sich derzeit im Umbruch und Neuaufbau befindet und deshalb dabei ist, die Jugendarbeit zu forcieren. Auch hier durften interessierte Nachwuchsmusiker die Instrumente wie Querflöte und oder Trommel nach Herzenslust ausprobieren. Die Fritzdorfer Karnevalisten von der KG Grün-Gelb stellten sich vor und boten die Möglichkeit, selbst Buttons zu gestalten. Auch ihr Malwettbewerb unter dem Motto: „So stelle ich mir Karneval vor“, lockte die künstlerisch interessierten Jugendlichen an, denn hier gab es schöne Preise zu gewinnen. Der Badminton Club Wachtberg konnte auf eine bereits sehr erfolgreiche Jugendarbeit verweisen, durch die in den vergangenen Jahren eine solide Basis für den Verein und den sportlichen Wettkampf geschaffen worden sei. Natürlich dürfte man auch hier probeweise den Schläger schwingen und den unglaublich schnellen Federball übers Netz jagen. Derweil übten sich Nachwuchs-Sanitäter bei der DRK-Ortsgruppe Wachtberg in der Mund-zu-Mund-Beatmung an einer Spezialpuppe. Neben Spielen und Ausbildung liegt der Schwerpunkt der Jugendrotkreuz-Gruppe auf der Unterstützung der aktiven Bereitschaft im Sanitätsdienst.

Musik entdecken und lebendig werden lassen

Das Wachtberger Jugendorchester bot die Gelegenheit, Musik zu entdecken und lebendig werden zu lassen. Bei einer öffentlichen Probe und verschiedenen kurzen Musikdarbietungen bekam sondern mancher Nachwuchsmusiker Lust, in diesem tollen Ensemble mitzuwirken. Das Jugendorchester besteht derzeit aus etwa 35 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 21 Jahren, die ein ganzes Dutzend verschiedener Instrumente spielen. Doch auch andere Freizeitaktivitäten wie Klettern, Grillen und Segeln kommen hier nicht zu kurz. Die Reitschule Hannelore Heiß hatte das Reitpony „Hugo“ und die Haflinger-Stute „Mona“ mitgebracht, die in einem fort vor allem die pferdebegeisterten Mädchen auf ihrem Rücken umher trugen.

Schließlich stellte sich auch noch der SV Wachtberg 1922 vor, ein Mehrspartenverein, der gleichermaßen für Jugendliche, Hobbysportler und leistungsorientierte Freizeitsportler eine ideale Plattform schaffen möchte. Mit seinen etwa 900 Mitglieder, die sich in den Abteilungen Fußball, Volleyball, Turnen/Gymnastik, Basketball und schwimmen organisieren, gehört der SVW zu den größten Vereinen in der Gemeinde. Und er legt ganz besonderen Wert auf die Jugendarbeit. Diese noch weiter auszubauen und zu stärken sei eines der wichtigsten Anliegen des Vereins, wozu engagierte und gut ausgebildete Jugendtrainer einen wesentlichen Teil beitragen sollen.

Dorthin musste Golfball! Viele Vereine, wie hier der Golfclub, stellten sich den Wachtberger Nachwuchs bei der Jugend Expo vor.

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