Allgemeine Berichte | 19.08.2015

Gemeinde Wachtberg setzt Zeichen für Ehrenamt

Take Five

Die ersten fünf Wachtberger Ehrenamtskarten ausgehändigt

Ehrenamtskarten überreicht: v.l.n.r. Bürgermeisterin Renate Offergeld, Heinz-Peter Bertram, Brigitte und Dr. Harald Uhl, Gabi Höhne und Wirtschaftsförderer Jens Forstner, es fehlt: Cornelia Hartmann. Gemeinde Wachtberg

Wachtberg-Berkum. „Toll, dass die Gemeinde Wachtberg ein Zeichen setzt für das Ehrenamt“, freuten sich die ersten fünf Personen, denen Bürgermeisterin Renate Offergeld und Wirtschaftsförderer Jens Forstner Anfang August im Rathaus die Ehrenamtskarte NRW überreichten.

Ehrenamt ist wichtig

Darunter Brigitte und Dr. Harald Uhl. Gemeinsam engagiert sich das in Niederbachem wohnende Paar seit rund 25 Jahren im Ökumenischen Arbeitskreis, hat seinerzeit dessen Gründung mit initiiert, damals vorrangig deutschstämmigen Aussiedlern aus Russland und Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien bei der Integration in Wachtberg geholfen. Schwerpunktmäßig generiert Dr. Uhl heute Fördermittel von Kirche, Bund und Land für die Projekte des Ökumenischen Arbeitskreises. Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung sei sehr gut, auch und besonders jetzt, wo die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge ständig steige, lobte er. Aber auch lokalen Themen hat sich Uhl gewidmet, wie der Aufarbeitung des früheren jüdischen Lebens in Wachtberg in einer Broschüre. Während seine Frau viel in der Schulaufgaben-Betreuung tätig war, ist diese parallel seit längerem auch im Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Wachtberg ehrenamtlich aktiv.

Unter den fünf ersten Wachtberger Ehrenamtskarten-Inhabern ist auch Heinz-Peter Bertram aus Werthhoven. Als Kind schon ist er mit der Pflege des dortigen Heiligenhäuschens und Wegekreuzes vertraut gewesen, hat er doch seine Tante viele Jahre bei dieser ehrenamtlichen Arbeit begleitet. So war es keine Frage, dass er vor rund zehn Jahren diese Aufgabe übernahm. Nachdem das Heiligenhäuschen vor zwölf Jahren das letzte Mal renoviert worden war, hätten sie es in diesem Jahr in einer Gemeinschaftsaktion mit Werthhovener Bürgern einer erneuten Restaurierung unterzogen, berichtete Bertram. Sein Antrag auf Ausstellung einer Ehrenamtskarte war übrigens der erste, berichtete Wirtschaftsförderer Jens Forstner. So trägt denn auch Bertrams Karte die Nummer 1. Nach dem Ehepaar Uhl mit den Karten 2 und 3 freuen sich, als Vierte und Fünfte im Bunde, auch Gabi Höhne und Cornelia Hartmann über Ehrenamtskarten. Gemeinsam sind die beiden durch ihr Engagement im Villiper Jugendhaus vielen, besonders den jugendlichen Wachtbergerinnen und Wachtbergern, wohlvertraute Gesichter. „Gerade, wenn sie aus dem Grundschulalter heraus sind, ist es wichtig, dass für die Kinder etwas gemacht wird“, begründete Höhne ihren Einsatz, was, wie sie lobte, seitens der Gemeinde durch die zahlreichen Jugendhäuser sehr unterstützt werde.

Bürgermeisterin Renate Offergeld dankte allen für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Mit der Einführung der Ehrenamtskarte NRW in Wachtberg erhalte dieses gesellschaftlich bedeutende Handeln eine besondere Würdigung, darin waren sich die Bürgermeisterin, der Wirtschaftsförderer und die frisch gebackenen Ehrenamtskarten-Inhabern einig.

Die Ehrenamtskarte NRW in Wachtberg

Viele hundert engagierte Bürger leisten wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit in über 100 Vereinen und Institutionen in Wachtberg.

Die Richtlinien der Gemeinde Wachtberg sehen vor, dass nicht nur Wachtberger Bürger, die Ihre Tätigkeit in der Gemeinde ausüben, die Chance bekommen eine Ehrenamtskarte NRW zu erhalten, sondern auch Bürger, die nach Wachtberg kommen und hier Ihrem Ehrenamt nachgehen.

Landesweit, in ganz NRW, erhalten Ehrenamtskarten-Besitzer Ermäßigungen und Vergünstigungen bei zahlreichen Veranstaltungen, Museen und ähnlichem wie zum Beispiel beim Beethovenfest Bonn. Auf der Landesseite www.ehrensache.nrw.de werden alle Vergünstigungen rund um den Wohnort angezeigt. In Wachtberg unterstützen bereits folgende Unternehmen die Ehrenamtskarte: Drehwerk 17/19, Emi´s Backformenladen, enewa, Pflanzenhof Ulrich und der Rhein-Voreifel-Touristik e.V.

Interessierte, ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger, aber auch Gewerbetreibende, die das Projekt als Vergünstigungsgeber unterstützen möchten, melden sich bei Wirtschaftsförderer Jens Forstner. Kontakt: Wirtschaftsförderer Jens Forstner, Tel. (0 22 8) 95 44 17 7, E-Mail: jens.forstner@wachtberg.de.

Ehrenamtskarten überreicht: v.l.n.r. Bürgermeisterin Renate Offergeld, Heinz-Peter Bertram, Brigitte und Dr. Harald Uhl, Gabi Höhne und Wirtschaftsförderer Jens Forstner, es fehlt: Cornelia Hartmann. Foto: Gemeinde Wachtberg

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