Allgemeine Berichte | 27.08.2015, 10:40 Uhr

Kulturgarten Rosenberg

Tierisch künstlerisch

Blick in Gudrun Rosenbergs Kulturgarten. Im Vordergrund eine Plastik der Gastgeberin. Gemeinde Wachtberg
113

Wachtberg-Gimmersdorf. "Kulturgarten Rosenberg" ist schon ein etablierter Begriff in der Wachtberger Kulturszene. Am mittleren Wochenende der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen hatte Gudrun Rosenberg wieder in ihren großen Garten in Gimmersdorf zu einer gemeinsamen Ausstellung mit bekannten Künstlerfreunden eingeladen. Alfred Schneider, Vorsitzender des Fördervereins Kunst und Kultur in Wachtberg, eröffnete die Ausstellung. Ganz anders als noch im verregneten Vorjahr, zeigte sich Petrus dieses Mal gut gelaunt und beglückte Aussteller und Gäste mit strahlendem Sonnenschein. Wieder bot sich dem Besucher ein einladendes Bild von weißen Pavillons im Garten, in denen es Kunst in vielfältiger Form zu entdecken galt.

Von Bienen, Schildkröten und Pferden

Gastgeberin Gudrun Rosenberg hatte ihre Tonplastiken wie gewohnt im Garten verteilt. Besonders um den Teich gruppierten sich wieder zahlreiche Exponate. Besonders schön anzusehen waren die beiden mit „Frau Königin und ihr Bodyguard“ betitelten Skulpturen, die übergroße Bienen darstellen. Auch Tonskulpturen von Anne-Rose Kontetzki fanden sich überall im Garten. Gouachen von Schildkröten, in unterschiedlichen Farbvarianten auf strukturiertem gekalkten Karton, und von blaufüßigen Tölpeln stellte Hans-Jürgen Döring vor - neueste Arbeiten in Erinnerung an eine Reise auf die Galapagos Inseln. Als Kohle-Zeichnungen auf faserigem Papier hat er zudem mehrere Galapagaois, so werden die Bewohner dort genannt, im Porträt künstlerisch festgehalten. Kirsten Arians hatte sich neben ihren gewohnten schönen Tierporträts von Pferden und Hunden mit ihren Pastellkreiden noch einem ganz anderen Thema gewidmet; den Erdbeerpflückern.

Auf Porzellan, gezeichnet und radiert

Neu dabei im Rosenberg-Garten waren in diesem Jahr Heidrun Audi, Christa von Düsterlho, Gesa Hille und Gabriele von Winterfeld mit Porzellanmalerei. Seit 25 Jahren schon gebe es die Gruppe, erzählte von Düsterlho. Bei ihren regelmäßigen Treffen bemalen sie Teller, Tassen, Becher und vieles andere mehr mit Blumen, Landschaften und sogar lokal Bekanntem, besonders gerne auch mit Kinder-Motiven. Für die Präsentation einer Auswahl ihrer Arbeiten hatten sie im Gewächshäuschen unter dem Namen „Leicht zerbrechlich“ Platz genommen. Bei einem Teil der zu verkaufenden Arbeiten war der Erlös für den Verein „Medikamentenhilfe für die III. Welt“ bestimmt. Enno Frandsen stellte ausgesuchte Aquarelle und Zeichnungen aus, darunter die markante Zeichnung eines Grenzpfahles, den er in Flandern entdeckt hat. Detailgenau hat er diesen groben, einsam in einer Wiese stehenden Holzpfahl, ein Relikt vergangener Zeiten, festgehalten. Neben seinen bekannt schönen Aquarellen toskanischer Landschaften zeigte Jochen Müller in diesem Jahr einige kleinere Radierungen in unterschiedlichen Farbnuancen, wie „Octopus“ und „Herbst“ in jeweils vier verschiedenen Farbdrucken.

Farbenspiel - gemalt und aufgefädelt

Acrylbilder und Aquarelle, abstrakt oder als Landschaftsmalerei, Hildegard Auen-Kühlwetter zeigte eine neuerliche Auswahl ihrer Arbeiten in den für sie so typischen, warmen Farbtönen. Experimente mit Farben liebt dagegen Ortrun Lohse-Schlössler. In ihrem Bild „Mein Spiekeroog“ hat sie, „gegen alle Regeln des goldenen Schnittes“, wie sie schmunzelnd einräumt, das Blatt in eine gleichgroße obere und untere Hälfte geteilt und diese großflächig mit blauer und türkiser Farbe gefüllt. Einzig auf der horizontalen Schnittlinie blitzen kleine Farbspritzer aller Couleur hervor. Fantasievoll und bunt geht es auch im Nachbarzelt bei Ulrike Brücken zu. Sie fertigt Schmuck aus kleinen Perlen in allen erdenklichen Formen und Mustern und beweist damit immer wieder aufs Neue ihre Kreativität und große Geduld. Lustiges gar gibt es da zu entdecken, wie die kleinen roten Perlen, die die Form von Chili-Schoten haben.

Nachdenkliches und Unterhaltendes

Heiner Pilger, der wie gewohnt auch seine Aquarell-Zeichnungen und -Postkarten mit regionalen Motiven ausstellte, überraschte mit vier Acryl-Bildern, die er „Kosmos“ betitelt hat. Darin hat er die Erde als großes Ganzes, als den einen Planeten, ungeachtet der einzelnen Länder und Kontinente, zum Thema gemacht. In Rosenbergs Kulturgarten kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Am Samstag machten, unter der Leitung von Regina Krull am Keyboard, „the beggars“ mit Sängerin Jennifer Peterson und Daniel Schmitz an der Gitarre sowie am Bass Musik; Kabarettist Andreas Velden amüsierte mit kritisch-witzigen Gedanken zur geplanten Gimmersdorfer Umgehungsstraße. Sonntags stand ein Auftritt von Mitgliedern der Studiobühne Wachtberg auf dem Programm sowie Klaviermusik von und mit Thomas Lennartz.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Blick in Gudrun Rosenbergs Kulturgarten. Im Vordergrund eine Plastik der Gastgeberin. Fotos: Gemeinde Wachtberg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige 2026
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Heizung
Dauerauftrag 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
Empfohlene Artikel
Die kleine Sophie kurz nach der Geburt. Foto: Bunter Kreis
165

Region. Als Sophie in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt kommt, ist sie schwer krank. Ihre Eltern müssen sich darauf einstellen, dass ihre Tochter vielleicht nicht überleben wird. Doch Sophie kämpft sich zurück ins Leben. Zum Welt-Frühgeborenen-Tag erzählt ihre Mutter Janina von einer Schwangerschaft voller Ungewissheit, einem Moment, der alles veränderet und dem langen Weg zurück in einen Alltag, in dem Hoffnung wieder Platz findet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
933

Die Sperrung bedeutet Einschränkungen im ÖPNV

Altenahr: Vollsperrung der B 267 ab 19. Oktober

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen

Symbolbild.
3297

Astrologische Vorschau für die KW XX: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 19. bis 25. Oktober – zwischen Herzensangelegenheiten und neuen Chancen

Die Woche vom 19. bis 25. Oktober 2026 bringt Bewegung in festgefahrene Situationen, überraschende Erkenntnisse und die eine oder andere Herausforderung. Während sich in der Liebe neue Türen öffnen können, verlangen berufliche Aufgaben nach Geduld, Weitblick und einer guten Portion Durchhaltevermögen. Auch die Gesundheit verdient besondere Aufmerksamkeit: Wer zu viel auf einmal erledigen möchte, könnte schneller an die eigenen Grenzen stoßen.

Weiterlesen