Allgemeine Berichte | 25.06.2015, 13:21 Uhr

25 Jahre Wachtberger Kleiderpavillon

Verkaufen für den guten Zweck

Das Team des Kleiderpavillons berät seine Kunden gern.Privat
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Wachtberg-Ließem. Vor 25 Jahren packte der Wachtberger Lehrer und Presbyter Richard Diehl gespendete Kleidung in sein Auto, um sie Flüchtlingen, Asylbewerbern, Aussiedlern und Bedürftigen zu bringen. Daraus wurde im Februar 1990 in einer Baracke hinter der Pecher Grundschule die Wachtberger Kleiderstube, die von Heidi Diehl und Nordy Roth geführt wurde.

Nach gut zwei Jahren zogen sie in den Keller der alten Schule in Pech. 1995 kam der nächste Ortswechsel in den ehemaligen Schulpavillon in Gimmersdorf. Da entstand der Name „Wachtberger Kleiderpavillon“. Die Trägerschaft übernahm die evangelische Kirchengemeinde Wachtberg, der Ökumenische Arbeitskreis unterstützte und betreute die inzwischen gewachsene Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. 2004 stellte die Gemeinde Wachtberg eine große Garage in Berkum zur Verfügung. In monatelanger Eigenarbeit wurde die Garage zum Kleiderpavillon umgebaut. Mit Hilfe des Bauamtes wurde alles in Eigenarbeit geschafft. Nachdem der zehnjährige Mietvertrag auslief und die Gemeinde das Grundstück verkauft hatte, musste wieder ein neuer Standort gesucht werden. Nach langer Suche gelang es im letzten Moment, in Ließem ein leerstehendes Ladenlokal zu finden. Die Miete kann nur aufgebracht werden, weil die Evangelische Kirche und die Gemeinde Wachtberg bereit sind, einen monatlichen Zuschuss zu gewähren. Nach Hilfe beim Umzug durch den Bauhof, das DRK Wachtberg und der Einrichtung konnte am 12. Januar 2015 die Arbeit wieder aufgenommen werden. Die Zahl der Spender und der Nutzer ist ständig gewachsen. Zahlreiche Wachtberger Bürgerinnen und Bürger versorgen den Pavillon mit gebrauchten Kleidern, Schuhen, Haushaltsartikeln, Bettwäsche, Gardinen, Spielzeug und Büchern. Soweit es der Platz zulässt, werden auch Lampen, Koffer und Kinderwagen angenommen. Für Möbel oder Weiße Ware ist leider kein Platz. Die Mitarbeiterinnen sortieren die Kleidung und hängen die besten Artikel im Pavillon aus. Einige Artikel werden umsonst abgegeben (Spielzeug, Stofftiere und Bücher), für andere wird ein kleiner Betrag erhoben. Die Abgabepreise liegen zwischen 30 Cent und 3,50 Euro. Nur für neue Artikel oder hochwertige Kleidung kann es etwas mehr sein.

Keine kommerzielle Verwertung von Spenden

Da die Spendenbereitschaft der Wachtberger sehr groß ist, kann nicht alles selbst verwertet werden. Daher holen die Bodelschwingschen Anstalten in Bethel alle zwei bis drei Monate viele Säcken ab und verwerten die Textilien für ihre eigenen sozialen Zwecke. Damit ist sichergestellt, dass es keine kommerziellen Interessen gibt. Das unterscheidet den Wachtberger Kleiderpavillon von vielen anderen Altkleidersammlungen. Sind die Einnahmen höher als die Miet- und Unterhaltungskosten, gehen sie als Spenden an gemeinnützige Sozialeinrichtungen. Die Helferinnen und Helfer entscheiden einmal im Jahr über die Verteilung. Anregungen aus der Wachtberger Bevölkerung werden dabei gerne berücksichtigt.

Öffnungszeiten: Jeden Montag Annahme von 15 bis 18 Uhr, jeden Donnerstag Abgabe von 15 bis 17 Uhr. Kontakt: Wachtberger Kleiderpavillon, Auf dem Köllenhof 3, Wachtberg-Ließem, Buslinie 856, Haltestelle Köllenhof.

Der Kleiderpavillon in Wachtberg besteht seit 25 Jahren.

Der Kleiderpavillon in Wachtberg besteht seit 25 Jahren.

Das Team des Kleiderpavillons berät seine Kunden gern.Fotos: Privat

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