Allgemeine Berichte | 20.08.2015, 08:45 Uhr

Gemeinde Wachtberg

Zu Ehren von Alfredo Kirchner… der letzte Zauberwald

Am Dienstag, 18. August

Zu Ehren von Alfredo Kirchner… der letzte Zauberwald
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Wachtberg-Pech. Ein letzter Zauberwald, ohne den Künstler und Gastgeber Alfredo Kirchner … zahlreiche Freunde, Bekannte und Kunstinteressierte kamen zur Ausstellungseröffnung, die auf Wunsch Alfredos noch stattfinden sollte. Der Pecher Künstler war unerwartet und überraschend Anfang Juli verstorben. Seine Mitaussteller, die Künstler Jürgen Heck, Hila Klein, Sibylle Oeler und Carola Samaca, sowie Alfredos Lebenspartnerin Dagmar Baltes und Alfredos Sohn Jan hatten nun gemeinsam zum letzten Zauberwald eingeladen.

1998 habe Alfredo Kirchner erstmals den Zauberwald eröffnet und sei seitdem zu einer festen Persönlichkeit im regionalen Kulturleben geworden, ließ Sibylle Oeler stellvertretend für die Mitaussteller Alfredos künstlerischen Werdegang kurz Revue passieren. Eine seiner ersten Bronzearbeiten, die Otto titulierte Skulptur, habe er 1999 in Verona in Italien gefertigt. Sie symbolisiere einerseits die Kraft und gleichermaßen die Leichtigkeit. Alfredo zu Ehren hätten sie diese seine Anfangsskulptur im jetzigen letzten Zauberwald erneut auf ein Podest gestellt, so Oeler. Später habe Alfredo sich verstärkt dem Licht und dem Wind gewidmet, eine seiner neuesten Installationen habe er „Hinterm Horizont“ genannt.

Bürgermeisterin Renate Offergeld, die Alfredo Kirchner noch als Laudatorin für seine Ausstellung persönlich eingeladen hatte, erzählte in ihrer Eröffnungsansprache von ihrer letzten gemeinsamen Begegnung und betrauerte die Lücke, die er nun hinterlasse. Sie stellte die Gast-Künstler vor und eröffnete damit die letzte Zauberwald-Ausstellung. Jürgen Heck zeigt eine Auswahl seiner Fotos. Der gelernte Fotograf und Kameramann widmet sich vorwiegend der Naturfotografie. Hila Klein stellt in ihren Keramikarbeiten die menschliche Figur in den Mittelpunkt; sie möchte Lebensgefühle vermitteln. Sibylle Oelers Herz schlägt mehr für Witziges bis hin zur Karikatur; die Zeichenkünstlerin liebt es, mit ihren Zeichnungen ein Kopfkino auszulösen. Ganz anders künstlerisch tätig ist Carola Samaca, sie fertigt Ketten aus Naturmaterialien.

Auch Jürgen Laue, Vorsitzender des Godesberger Kunstvereins, ergriff abschließend noch kurz das Wort. Alfredo sei als Mitglied für den Verein sehr wichtig gewesen, umgekehrt wusste er, dass auch Alfredo der Kunstverein sehr am Herzen lag. Laue bedauerte, dass es den Zauberwald so nicht mehr geben werde, aber er zeigte sich auch glücklich: „Wichtig ist, den Zauberwald hat’s gegeben!“

Die Ausstellung ist noch zu sehen: bis Freitag, 28. August, dienstags bis freitags jeweils von 17 bis 19 Uhr, sonntags von 15 bis 18 Uhr

(Die im Programm aufgeführte Finissage am Samstag, 29.08.2015 entfällt.)

Atelier Zauberwald, Im Siefen 9, Wachtberg-Pech

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Alfredo Kirchners Bronzeskulptur „Otto“. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

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