Urmitzer Pfadfinder beteiligen sich an der „72 Stunden - Aktion“ des BDKJ
Aufgabe mit Bravour erfüllt
Urmitz.In diesem Jahr rief der Bund der katholischen Jugend (BDKJ) wieder zur „72 Stunden-Aktion“ auf. Deutschlandweit wird diese Aktion auf die Beine gestellt, an der sich Jugendgruppen beteiligen können. Um welches Projekt es sich handelt, wissen die Teilnehmer vorher nicht. Genau das Richtige für die Urmitzer Pfadfinder, die sich an der Aktion beteiligten. Es ging mit knapp 20 Pfadis ins Brexbachtal nach Bendorf-Sayn. Karl-Hermann Hennecke vom Koordinierungskreis des Projektes überreichte den Pfadis am Freitagabend im Brexbachtal die Aufgabenbeschreibung. Diese lautete: „Im Brexbachtal hat das Hochwasser die Uferbefestigung beschädigt, sodass das Ufer außer Rand und Band ist. Eure Aufgabe ist es, das Ufer wieder einzufangen, in dem Ihr es so befestigt, dass ein weiteres Wegspülen der Zeltwiesen verhindert wird.“
Gemeinsam wurde überlegt, wie man die Aufgabe lösen kann. Unter den Leitern der Urmitzer Pfadfinder war auch ein Garten- und Landschaftsbauer, der mit Rat und Tat zur Seite stand. So war schnell klar, was getan werden muss: Es mussten sogenannte Faschinen gebaut werden.
Am nächsten Morgen wurde gemeinsam gefrühstückt. Unterstützt wurden die Urmitzer Pfadfinder dabei vom Rewe-Markt in Mülheim. Nach der Stärkung ging es dann gleich an die Arbeit: Es wurden kleine Bäume und Sträucher gefällt. Diese wurden dann zu circa sieben Meter langen Bündeln zusammengelegt. Anschließend wurden diese Bündel mit Hilfe von Schnüren und Seilen zu Faschinen zusammengebunden. Nach dem Mittagessen ging es weiter: Ein Staudamm wurde fertiggestellt, eine Sandbank abgetragen und die abgetragenen Steine und der Sand kamen am Ufer zum Einsatz, als Untergrund für die Faschinen. Diese wurden mit Pfählen im Boden verankert - auch die Pfähle wurden vorher von Hand geschnitzt. Am Nachmittag kam dann noch mehr Verstärkung. Helfer vom Förderverein des Brexbachtals versuchten, die Reste eines Baumes aus der Brex zu ziehen, leider vergeblich. Nach dem Abendessen versammelten sich die Pfadfinder am Lagerfeuer, um dort den Tag ausklingen zu lassen. Am Sonntag ging es gleich nach dem Frühstück weiter, denn die letzten Arbeiten standen noch an: Endlich wurde ein Durchbruch durch die Sandbank gebrochen, die Faschinen wurden mit Erde aufgefüllt, Weidenhölzer wurden gepflanzt. Um kurz nach eins war es dann endlich geschafft. Die Urmitzer Pfadfinder hatten ihre Aufgabe erledigt und konnten den Rückweg antreten.
