Orden vom Roten Löwen und Heiligen Sebastian feiert kleines Jubiläum in St. Sebastian
„Christlichen Glauben erhalten und vertiefen“
St. Sebastian. Die deutsche Komturei des Ordens vom Roten Löwen und Heiligen Sebastian wurde am 13. Dezember 1994 vom damaligen Bischof Hermann Josef Spital eingerichtet, gleichzeitig wurde die Pfarrkirche von St. Sebastian zur Kapitelkirche des Ordens erhoben. Die erste Investitur, bei der Ordensbrüder in St. Sebastian in den Orden aufgenommen wurden, fand am 4. Fastensonntag (Letare) 1996 statt. In diesem Jahr wurde dieses feierliche Ereignis zum 20. Mal begangen, jedoch nicht wie gewohnt am Sonntag, sondern bereits am Samstag, 14. März. Die Ordensbrüder vom Mutterorden aus belgisch-niederländisch Limburg haben es sich nicht nehmen lassen, mit einer großen Abordnung einschließlich eines Trommelcorps an dieser Feierlichkeit teilzunehmen. Nach einem gemeinsamen Mittagessimbiss trafen sich die Ordensbrüder der deutschen Komturei zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung unter Vorsitz des leitenden Großkomturs, Karl Häfner. Das geistige Wort sprach zu Beginn der Versammlung Prior Thomas Gerber. Die Versammlung hat unter anderem beschlossen, dass in diesem Jahr wieder 6.300 Euro für karitative Zwecke aufgewendet werden. In den zurückliegenden Jahren hat der Orden knapp 60.000 Euro an Unterstützung für Menschen und Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Die Geldmittel stammen überwiegend aus Spenden und Zuwendungen der Ordensbrüder.
Die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen soll auch in den nächsten Jahren aufrechterhalten werden. Für die mitgereisten Damen hatte der neu gewählte Kanzler des Ordens, Hans Thielen, aus St. Sebastian ein Damenprogramm mit Besichtigung des Bimsmuseums in Kaltenengers zusammengestellt. Die Organisation der Investitur lag in den Händen des Großkomturs an der Kapitelkirche, Hajo Reif, zusammen mit den Damen der Katholischen Frauengemeinschaft und Helfern des Pfarrgemeinderates. Um 16 Uhr fand ein feierlicher Gottesdienst statt, zelebriert von vier Geistlichen einschließlich eines jungen Priesters aus Indien, der derzeit an der Wallfahrtskirche in Stramproy (NL) tätig ist. Der Kirchenchor von St. Sebastian hat die Messe gesanglich mitgestaltet. Nach der Messe traf man sich wieder zum gemütlichen Beisammensein in der Mehrzweckhalle. Dort erhielten die beiden Ordensbrüder, die jeweils vom Ritter zum Offizier befördert wurden, ihre Ernennungsurkunden mit Kreuz überreicht. Der neu gewählte Ortsbürgermeister, Marco Seidl, hat es sich nicht nehmen lassen ein Grußwort zu sprechen, in dem er aus der Satzung der Deutschen Komturei zitierte, die geistigen und geistlichen Werte des christlichen Glaubens zu erhalten und zu vertiefen, gemäß dem Leitmotiv für Glaube, Sitte und Heimat. Gegen Abend wurden die Freunde aus den Niederlanden verabschiedet. Das kleine Jubiläum fand nach geselligen Stunden mit der Bevölkerung aus St. Sebastian einen harmonischen Ausklang.
