Allgemeine Berichte | 29.11.2012

Historische Daten aus der Verbandsgemeinde Weißenthurm

Ein Blick in die Heimatgeschichte

Vor zehn Jahren wurde in St. Sebastian das Gebäude in der Kirchstraße 4 abgerissen.GH

Weißenthurm. Das passierte im Monat November ... vor zehn Jahren: Der Ortsgemeinderat von St. Sebastian beschloss im November 2002, die örtliche Grundschule fortan „Lindenbaum-Grundschule“ zu nennen. Damit wurde die alte Linde auf dem Schulhof gewürdigt, die im Jahre 1909 anlässlich des 50. Geburtstages von Kaiser Wilhelm II. gepflanzt wurde. Vor zehn Jahren: In Kettig erfolgte im November 2002 die offizielle Einweihung der Förder- und Wohnstätte für Schwerstbehinderte in Kettig. Am Ende waren es fast 13 Millionen Euro, die in das Zentrum für mehrfach behinderte und blinde Menschen investiert wurden. Bemerkenswert ist, dass die Einrichtung von einer privaten Trägergesellschaft realisiert wurde. Diese setzt sich aus dem Verein zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder e.V. (Neuwied), dem Verein zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter und körperbehinderter Kinder e.V. (Neuwied/ Andernach) sowie dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum gGmbH (Neuwied) zusammen. Vor zehn Jahren: Im November 2002 erhielt die Urmitzer „Peter-Häring-Halle“ im Rahmen eines kleinen Festaktes nach einer Gemeinderatssitzung ihren heutigen Namen. Die Sporthalle wurde im Jahr 1972 errichtet. Dem Festakt wohnte auch der Namensgeber (Altbürgermeister und Ehrenbürger) bei, der im Jahre 2007 im Alter von 99 Jahren verstarb. Vor zehn Jahren: In Mülheim-Kärlich fand im November 2002 die feierliche Eröffnung der Firma Laserline statt (Gewerbegebiet Depot III). Neben 200 geladenen Gästen aus dem In- und Ausland konnte auch der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, als Ehrengast begrüßt werden. Das Unternehmen ist Weltmarktführer im Bereich der Diodenlaser. Vor zehn Jahren: Im November 2002 erfolgte in St. Sebastian der Abriss des Hauses in der Kirchstraße 4 (neben der Pfarrkirche). Nach dem mehrheitlichen Abriss-Beschluss des Rates im Jahr 2002 wurde das Gebäude zunächst unter Denkmalschutz gestellt. Aufgrund des Widerspruchs der Gemeinde wurde die Angelegenheit im Kreisrechtsausschuss behandelt. Obwohl der damals zuständige Bearbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege das Gebäude als „schützenswert“ einordnete, entschied der Ausschuss, dass das Gebäude kein Kulturgut sei. Vor 15 Jahren: Im November 1997 erging eine kommunalaufsichtliche Anordnung an die Stadt Mülheim-Kärlich, die den Gewerbepark betraf. Nachdem zu Beginn der neunziger Jahre die Unwirksamkeit des Bebauungsplans der Gemeinde gerichtlich festgestellt wurde, hatte Mülheim-Kärlich zunächst keinen Plan für den Gewerbepark aufgestellt. Mit der kommunalaufsichtlichen Anordnung wurde der Stadt aufgetragen, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen, der den Zielen der Raumordnung entspreche und insbesondere die weitere Vergrößerung der Einzelhandelsflächen stoppe. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit der Stadt Mülheim-Kärlich gegen das Land Rheinland-Pfalz, der erst im Jahr 2003 mit einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts beendet wurde. Vor 15 Jahren: Nach mehr als 25-jähriger Tätigkeit als Präsident der Mülheimer Karnevals-Gesellschaft (MKG) legte Peter Schmorleiz im Jahre 1997 das von ihm begleitete Amt in jüngere Hände. Neuer Präsident wurde Winfried Erbar, der damals bereits zehn Jahre als Vizepräsident in der MKG tätig war. Vor 20 Jahren: Der Mülheim-Kärlicher Rat fasste im November 1992 einstimmig den Beschluss, für den Bereich zwischen der damaligen K 64 (heute: Reihbäumeweg), der K 65 (Kurfürstenstraße) und Poststraße den Bebauungsplan „Andernacher Weg“ aufzustellen. Vor 25 Jahren: Der Mülheim-Kärlicher Ortsgemeinderat vergab im November 1987 für circa 70.000 DM den Auftrag zum Ausbau des Fußweges entlang der K 88 (Bassenheimer Straße) zwischen Friedhof und Lukasmühle. Vor 25 Jahren: Im Weißenthurmer Neubaugebiet „Auf der Leyheck“ wurde 1987 ein neu errichteter Spielplatz seiner Zweckbestimmung übergeben. Bei der Planung der rund 650 Quadratmeter großen Spielfläche wurde die Stadt durch das Deutsche Kinderhilfswerk beraten und unterstützt. Vor 30 Jahren: Nach knapp siebenmonatiger Bauzeit wurde im November des Jahres 1982 in Bassenheim die neue Friedhofshalle durch Pfarrer Schwertfeger eingesegnet. Die Kosten beliefen sich auf rund 400.000 DM, wovon das Land 70.000 DM übernahm. Vor 35 Jahren: Der 1974 gegründete AWO-Ortsverein Kärlich führte im November 1977 erstmals ein Preisskat durch. Vor 40 Jahren: Nach monatelanger Vorarbeit von Frau Erna Müller wurde im November 1972 im Gasthaus „Zur Krone“ in Urmitz der Frauenchor „Rheinperle“ gegründet. Die Leitung des Chores übernahm Musikdirektor Adolf Wirz aus Urbar. Bereits am 23. Februar 1973 konnte sich der Chor durch fleißiges Proben den Urmitzer Bürgerinnen und Bürgern bei der Verleihung des Ehrenbürgerbriefes an Herrn Altbürgermeister Peter Häring vorstellen. Vor 40 Jahren: Im November 1972 wurde in Kärlich die Burgkapelle (Burgheiligenhäuschen) an der Ecke Clemensstraße/ Rheinstraße aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen. Der zunächst neben der Grundschule als Ersatz vorgesehene Bildstock wurde wegen der Errichtung des Parkplatzes nicht realisiert. Stattdessen erinnert heute eine Gedenksäule auf dem Bankgelände der Volksbank Mülheim-Kärlich an die abgerissene Kapelle. Der Gedenkstein wurde am 24. Mai 1985 eingeweiht. Vor 45 Jahren: Der Ortsgemeinderat von Mülheim befasste sich in einer Sitzung im Jahre 1967 mit grundlegenden Entscheidungen für die zukünftige industrielle und schulische Entwicklung. Zunächst nahm der Rat einstimmig den Gesamtplan für ein Industriegebiet an. Auch der Standort für eine neue Mülheimer Hauptschule, die als Mittelpunktschule gleichzeitig die Oberklassen von Kärlich und Urmitz-Bahnhof aufnehmen sollte, wurde in der Sitzung behandelt. Der Plan, ein Schul-, Sport-, und Verwaltungszentrum im Gebiet zwischen Mülheim und Urmitz-Bahnhof zu planen, scheiterte jedoch zunächst aus finanziellen Gründen. Vor 45 Jahren: Am 19. November 1967 wurde in Bassenheim die gemeinsame Kriegsgräber-Ehrenstätte für alle Kriegsgräber der Gemeinde feierlich eingeweiht. Diese entstand im Anschluss an den katholischen Friedhof auf einem Gelände, welches die Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt hatte. Die Namen und Inschriften auf den schlichten Steinplatten künden davon, dass auf dem Ehrenfriedhof deutsche Soldaten genauso wie russische und polnische Kriegsgefangene sowie ein ziviles Opfer des Krieges beigesetzt wurden. Vor 55 Jahren: Seit November 1957 richtet der Theater- und Heimatverein Fidelio die Organisation und Durchführung des St. Martinszuges in Mülheim aus. Der erste St. Martin des Fideleo war Simon Maurer (ein Onkel des heutigen St. Martin Jürgen Maurer). Anschließend waren Addi Gerolstein und Peter Reif die Hauptfigur. 1963 übernahm Jakob Knöll die Rolle des St. Martins. Er ritt 32 Mal in den Jahren 1963 bis 1994 als St. Martin durch die Gemeinde. 1994 saß Jakob Knöll zum letzten Mal im Sattel; er übergab sein Amt an den jüngeren Jürgen Maurer. Vor 55 Jahren: Die Ursprünge der Rheinischen Musikfreunde Kettig gehen auf den November 1957 zurück. Vorläufer der heutigen Blaskapelle war ein Trommlercorps und ein Spielmannszug, der sich bald immer stärker zu einem Fanfarenzug entwickelte. Damit war der Grundstein gelegt, eine Blasmusik ins Leben zu rufen. Die Kapelle wurde im November 1957 gegründet. Zunächst war man unter dem Namen der Freiwilligen Feuerwehr Kettig aufgetreten. Im Jahre 1963 konstituierte sich die Kapelle dann bei der Jahreshauptversammlung zu einem Verein und nannte sich fortan „Rheinische Musikfreunde“ Kettig. Vor 60 Jahren: Am Volkstrauertag des Jahres 1952 wurden in Weißenthurm in einer würdigen Feierstunde zwei Ehrentafeln mit den Namen der Toten und Vermissten des Zweiten Weltkrieges am Gefallenendenkmal enthüllt. Während Weißenthurm im Ersten Weltkrieg insgesamt 104 Tote zu beklagen hatte, beklagte die Stadt als Folge des Zweiten Weltkrieges 204 Gefallene, 93 Vermisste und 102 Brandopfer, also einen Gesamtverlust von sieben Prozent der Einwohner. Vor 60 Jahren: Am 9. November 1952 fanden in Rheinland-Pfalz Kommunalwahlen statt. Nach der Wahl wurde Johann Simon in Bassenheim, Hermann Neckenig in Kärlich, Matthias Reif in Kaltenengers, Wilhelm Sorger in Kettig, Hermann Linden in Mülheim, Anton Daub in Rübenach, Anton Hartmann in St. Sebastian, Peter Häring in Urmitz und Jakob Häcki in Weißenthurm als Bürgermeister wiedergewählt. Vor 65 Jahren: Am 11. November 1947 wurde in Kettig die Karnevalsgesellschaft „Gemütlichkeit“ wieder aktiv. Die Aktivitäten nach dem Zweiten Weltkrieg beschränkten sich zunächst auf Veranstaltungen im internen Kreis. Erst im Jahre 1950 verlief wieder ein Karnevals-Umzug durch die Gemeinde. Vor 80 Jahren: Am 3. November 1932 wurde das neu erbaute Schulhaus der Gemeinde Mülheim feierlich eingeweiht und seiner Zweckbestimmung übergeben. Vor 90 Jahren: Im November des Jahres 1922 erblickte Hans Höfer, späterer Ortsbürgermeister der Gemeinde St. Sebastian, das Licht der Welt. Nach dem der im Jahr 2008 verstorbenen Kommunalpolitiker ist in der Rheingemeinde der Hans-Höfer-Ring benannt. Vor 160 Jahren: Am 11. November 1852 wurde in Kaltenengers der Kirchenchor „Cäcilia“ als Männerchor gegründet. Im Jahre 1938 erfolgte eine Neugründung unter gleichem Namen als gemischter Chor. GH

Vor 80 Jahren wurde in Mülheim die heutige Grundschule in der Annastraße feierlich eingeweiht. Die damaligen Baukosten betrugen 160.000 Reichsmark.

Vor 80 Jahren wurde in Mülheim die heutige Grundschule in der Annastraße feierlich eingeweiht. Die damaligen Baukosten betrugen 160.000 Reichsmark.

Vor zehn Jahren wurde in St. Sebastian das Gebäude in der Kirchstraße 4 abgerissen.Fotos: GH

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