Bassenheimer Förderverein setzt sich für die Marienkapelle ein
Ein besonderes Kleinod
Bassenheim. Bei der Jahreshauptversammlung des „Fördervereins für die Marienkapelle auf dem Karmelenberg“ wurde erneut deutlich, dass der Erhalt des vor über 350 Jahren erbauten sakralen Gebäudes eine wohl nie endende und mit hohem personellem sowie finanziellem Einsatz verbundene Aufgabe darstellt. Seit dem Gründungsjahr 1993 sind Vorstand und viele Helfer das ganze Jahr über mit Planung, Organisation und Durchführung umfangreicher Arbeiten beschäftigt. So berichteten die Vorsitzenden, Manfred Herhaus und Hermann Friedrich, von notwendigen Restaurierungsarbeiten unter anderem an den drei aus Holz gefertigten Altären und der Kanzel, die nach ersten Gutachten bis zu 100.000 Euro kosten werden. Die Notwendigkeit der Arbeiten wurde in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und zweier Fachfirmen festgestellt. Weiterhin befinden sich die sieben zum Gipfel des Karmelenbergs führenden Fußfälle in einem wieder sanierungsbedürftigen Zustand. Auch hier sind finanzielle Anstrengungen erforderlich. Dass die Instandhaltung von Marienkapelle und Fußfällen nicht nur aus denkmalpflegerischen Gründen unvermindert weitergeführt werden muss, zeigt das anhaltende Interesse an dem barocken Waldkirchlein und die damit verbundene Nutzung. Trotz (oder gerade wegen) der Abgeschiedenheit und des etwas mühsam zu gehenden Weges finden dort Gottesdienste, Prozessionen und immer häufiger auch Hochzeiten und Kindtaufen statt. Viele Wanderer suchen hier einen Ort der Ruhe und Besinnung und zünden eine Kerze an. Der Verkauf von Kerzen, so berichtete Schatzmeister Wolfgang Baulig, bildet neben erfreulich hohem Spendenaufkommen, dem Beitrag der 216 Vereinsmitglieder und Veranstaltungserlösen eine solide finanzielle Basis für die Finanzierung anstehender Arbeiten. Wer die Marienkapelle für Hochzeit oder Taufe nutzen möchte, meldet sich bitte bei der Gemeindeverwaltung Bassenheim.
Engagierter Vorstand
Für die nächsten zwei Jahre engagieren sich im Vorstand: Erster und 2. Vorsitzender - Manfred Herhaus und Hermann Friedrich (auch Schriftführer); Schatzmeister Wolfgang Baulig; Beisitzer/innen Renate Israel, Maria Schnack, Karl-Heinz Bach, Horst Walter; Kassenprüfer Peter Braun.
