Förderverein Martinus-Museum Bassenheim
Ein geselliges Miteinander
Bassenheim. Im Martinus-Museum, das sich im ehemaligen Frühmessnerhaus am Walpotplatz befindet, herrschte Hochbetrieb. Nur mit Mühe gelang es allen die gekommen waren, am Fest des Heiligen Martin kulinarischen Genüssen zu frönen, einen Platz zu verschaffen.
Brauchtum im November
Seit 2005 lädt der Förderverein des Museums am Martinstag zum Essen leckerer Gänsekeulen ein, zu denen Klöße, Rotkohl, geschmorte Äpfel und hervorragende Weine, vor allem Rotwein, gereicht werden. Das Essen der Martinsgans gehört im November zum Brauchtum rund um das Fest des heiligen Bischofs von Tours. Um diese beliebte Tradition im Martinus-Museum pflegen zu können, bedarf es umfangreicher Vorbereitungen. Tische müssen aus der Karmelenberghalle herangekarrt und entsprechend dekoriert werden. Der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Josef Seul, sorgt zugleich als „Chefkoch“ dafür, dass die knusprig gebratenen Gänsekeulen pünktlich auf die Tische kommen. Zum diesjährigen Jubiläum, dem 11. Mal, hatte sich der Chefkoch etwas Besonderes einfallen lassen. Es gab zum Auftakt eine köstliche Kürbiscreme-Suppe mit einem Sahnehäubchen drauf, und das kostenlos! Zum Schluss der Hauptmahlzeit ging es dann in den gemütlichen Teil des Abends über:
Fröhliches und Nachdenkliches
Jürgen Fetz und Rizza Seul stimmten lustiges Volksliedgut an, das die Gäste mit Begeisterung mitsangen. Dazwischen boten der Vorsitzende und sein Stellvertreter, Dr. Cord Michael Sander, fröhliche und nachdenkliche Geschichten und Gereimtes in Mundart an. Es war eine frohe und gemütliche Runde, wobei der „harte Kern“ bis Mitternacht aushielt. Dass sich wieder so viele Gäste einfanden ist ein erfreuliches Zeichen, für das inzwischen erworbene Ansehen des Museums als „Haus der Bassenheimer Geschichte“. Es macht Mut für die ehrenamtliche Tätigkeit. Neben anderer Thematik (Treffen Adenauer – Schuman 1948, der Geschichte der Grafen von Bassenheim, die Ära der Familie Oppenheim) wird nicht zuletzt der Heilige Martin in vielen Bilddarstellungen geboten. Dieses berühmte Sandsteinrelief, ein hochkarätiges Kunstwerk des Naumburger Meisters in der Pfarrkirche, das mit Szenen der Mantelteilung in die Kunstgeschichte als „Bassenheimer Reiter“ eingegangen ist, begründet die besondere Anziehungskraft in Bassenheim. Und schon jetzt verkündet der Vorstand: Auch nächstes Jahr wird wieder ein Gänseessen stattfinden.
