Politik | 09.08.2013

Archäologisch/ historischer Vortrag im Ratssaal der Verbandsgemeinde Weißenthurm

Einblick in die Darstellungswelt am Ende der letzten Eiszeit erhalten

(V.r.) Dr. Sibylle Friedrich (RGZM/VAT), Erster Beigeordneter Thomas Przybylla, Referent Wolfgang Heuschen M.A. (RGZM/Monrepos), Dr. Holger Schaaff und Kuno Menchen (beide RGZM/VAT).B. Streubel/RGZM

Weißenthurm Referent Wolfgang Heuschen M.A. (RGZM/Monrepos) gastierte im Ratssaal der Verbandsgemeinde Weißenthurm und referierte über das Thema „Zeichen der Zeit - Von figurativen und abstrakten Darstellungen auf den Schieferplatten von Gönnersdorf“.

Der altsteinzeitliche Fundplatz Gönnersdorf liegt am Nordausgang des Neuwieder Beckens. Er gehört zu den berühmtesten archäologischen Fundplätzen überhaupt. Diesen Ruhm verdankt die Fundstelle nicht zuletzt den vielen gravierten Schieferplatten, die dort zwischen 1968 und 1976 unter der Leitung von Prof. Dr. G. Bosinski ausgegraben worden sind. Die Jäger und Sammler haben an diesem Siedlungsplatz am Ende der letzten Eiszeit mit Steinwerkzeugen zum Teil einzigartige Zeichnungen in die weichen Schieferplatten geritzt. Neben den weithin bekannten Frauendarstellungen konnten auf den Schieferplatten die Zeichnungen verschiedenster eiszeitlicher Tiere entdeckt werden. Wolfgang Heuschen hat seinen eigentlichen Forschungsschwerpunkt jedoch auf die dritte, in der eiszeitlichen Kunst regelhaft vertretende Darstellungsgruppe gelegt, die sogenannten Zeichen. Dabei handelt es sich um Kreise, Linienbündel, Spiralen, Gittermuster usw. Diese abstrakten Darstellungen lassen sich wesentlich schwerer fassen als die figurativen Zeichnungen. Im Rahmen seiner Dissertation wird diese spannende Motivgruppe von Wolfgang Heuschen schon seit einigen Jahren entziffert, dokumentiert und unter verschiedensten Aspekten analysiert. In dem Vortrag wurde ein Einblick in die Darstellungswelt der Menschen am Ende der letzten Eiszeit, aber auch in die Dokumentations- und Analysemethoden altsteinzeitlicher Kunst gegeben.

Nächster Vortrag „Nach dem Limes ...“

Der nächste Vortrag findet zum Thema „Nach dem Limes - spätrömische Verteidigung im Dreieck Mayen - Koblenz - Andernach“ am 21. August, 18 Uhr, statt. Referentin ist Dr. Angelika Hunold (RGZM/VAT).

Auch nachdem es den Grenzwall Limes nicht mehr gab, ging das römische Leben in den Provinzen am Rhein weiter. Neue Wege der Verteidigung wurden erfolgreich erprobt. Auch im Gebiet um Weißenthurm veränderte sich die Siedlungslandschaft. Die Wehranlagen in Andernach, Mayen und Koblenz sind nur ein Beispiel ...

Nähere Informationen und Anmeldung

Die Veranstaltungen im Ratssaal der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Kärlicher Straße 4 in Weißenthurm, sind barrierefrei und kostenlos. Um Voranmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Touristikinformation der VG Weißenthurm unter Tel. (0 26 37) 9 13-4 01, -402, www.vgwthurm.de, oder bei der Volkshochschule der VG Weißenthurm, Tel. (0 26 37) 9 13- 4 13.

Pressemitteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm

(V.r.) Dr. Sibylle Friedrich (RGZM/VAT), Erster Beigeordneter Thomas Przybylla, Referent Wolfgang Heuschen M.A. (RGZM/Monrepos), Dr. Holger Schaaff und Kuno Menchen (beide RGZM/VAT).Foto: B. Streubel/RGZM

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