Theatergruppe „Da Capo“ Mülheim-Kärlich
Erster Geburtstag gefeiert
Spielfreude ist die wichtigste Zutat für einen gelungenen Theaterabend
Mülheim-Kärlich. Es war ein bewegender Moment: Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum im März dieses Jahres die Premiere des ersten Stückes der neuen Mülheim-Kärlicher Theatergruppe „Da capo“. Nicht wenigen der Aktiven auf und hinter der Bühne standen vor Rührung die Tränen in den Augen, war es doch genau dieser Moment, der für unzählige Gespräche, für die lange Probenarbeit und für den enormen Aufwand entschädigte, den die Darsteller in den Monaten vor der Premiere erlebt hatten. Der Gruppenname „Da capo“, der auf eine Idee von der Darstellerin Birgit Müller zurückzuführen ist, heißt übersetzt so viel wie „von Neuem“ oder „abermals“. Er ist auch das Motto für die neue Spielzeit: Aufgrund der tollen Resonanz auf das erste Stück „Verlängertes Wochenende“ beginnen in wenigen Tagen „abermals“ die Proben für eine neue Boulevard-Komödie. Der Titel soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Fest steht jedoch: Für die Zuschauer wird es wieder viel zu lachen geben. Die Mitglieder der Theatergruppe verbindet ein gemeinsames Anliegen: Sie möchten dem Publikum nicht nur zwei Stunden lang beste Unterhaltung bieten, sondern mit dem Erlös der Aufführungen auch etwas Gutes bewirken. Der Einnahmeüberschuss der sehr erfolgreich abgelaufenen Spielzeit kommt der Seniorenarbeit in Mülheim-Kärlich zugute. Ein Bereich, in dem viele Organisationen und Einzelpersonen ehrenamtlich hervorragende Arbeit leisten. Nicht nur die Tatsache, dass der Erlös für örtliche Zwecke verwandt wird, stieß bei den Theaterbesuchern auf eine tolle Resonanz: Mit einigen ganz besonderen Ideen setzte die Gruppe neue Maßstäbe. Beispielhaft ist hier die Gestaltung der Eintrittskarten, die Form der Begrüßung und Einbau des Vereinsmaskottchens genannt. Nach Auskunft vieler Besucher war den Akteuren auch eine ganz besondere Spielfreude anzumerken, die nicht selbstverständlich ist. Die Gruppe wirkte als starkes und harmonisches Team. Die Theatergruppe selbst versteht sich nicht als Konkurrenz für vergleichbare Gruppen in der Region, sondern als Bereicherung des kulturellen Angebots. So legen die „Da Capos“ großen Wert auf guten Kontakt zu anderen Laiendarstellern. Stolz war man daher auch auf die Rückmeldung der Theater-Laienspielgruppe der Kolpingsfamilie Bad Hönningen, die im März ebenfalls eine Aufführung besucht hat. „Die Gags des Stückes waren sehr gut herausgearbeitet und knallten so richtig. Man merkte keine Texthänger, wenn sie dann doch dringewesen sein sollten. Jeder blieb immer in seiner Rolle. Dinge, an denen man die erfahrenen Laienspieler erkennt“, so Doris Rieck aus Bad Hönningen. Einen engen Kontakt pflegt die Theatergruppe „Da Capo“ auch zu der Film-Crew von „Cine Coblenz“. Der Erfahrungsaustausch mit den dortigen Darstellern wie z.B. Catrin Nickenig, Julia Müller-Ruckdeschel und Horst Häring führte sogar dazu, dass einige Schauspieler von „Da Capo“ auch beim neuesten Benefiz-Krimi mitwirken werden. Dieser wird bekanntlich in Mülheim-Kärlich gedreht. Schwerpunkt und Mittelpunkt der Gruppe wird aber das Theaterspielen auf der Bühne bleiben. Beim neuen Stück wird weitgehend die bewährte Mannschaft auf der Bühne stehen. Ergänzend hierzu haben sich einige weitere Interessenten gemeldet, worüber sich insbesondere Regisseurin Claudia Palm sehr freut. Zwischenzeitlich hat sich die Theatergruppe „Da Capo“ auch als Verein organisiert. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Mülheim-Kärlicher Alexander Mäurer zum Vorsitzenden gewählt.
Ihm zur Seite stehen Lisa Marie Wortmann (Schriftführerin) und Linda Matuschek (Schatzmeisterin). Mit diesem jungen Führungsteam steht einer tollen zweiten Spielzeit, die mit der Premiere am 15. März 2014 beginnt, nichts im Wege. Informationen und Kartenreservierungen für Gruppen sind bereits unter der E-Mail-Adresse „da-capo@gmx.net“ möglich.
