Oktoberfest des Orgelfördervereins Heilige Dreifaltigkeit
Förderverein ist auf einem guten Weg
Dritte Auflage der Veranstaltung ist vorgesehen - Einnahmen gehen zugunsten der Klais-Orgel
Weißenthurm. Das Vorstandsmitglied Udo Weber brachte es auf den Punkt: „Es ist zwar erst unser zweites Oktoberfest, aber im Rheinland darfst Du dann ja schon von Tradition sprechen. Und im nächsten Jahr ist's dann schon Brauchtum." Dass es im nächsten Jahr eine dritte Auflage des Oktoberfestes geben wird, das dürfte sicher sein, denn auch in diesem Jahr war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Im festlich geschmückten Vereinshaus hatten die Mitglieder des Fördervereins alles für einen „Gaudi-Abend“ hergerichtet. Doch nicht nur die Dekoration stimmte: Viele Weißenthurmer Vereine waren durch Repräsentanten vertreten, die nicht nur als Gast gekommen waren, sondern auch fleißig mit anpackten.
So halfen beispielsweise die Mitglieder des Kirchenchores beim Kassendienst, die kfd-Damen waren in der Küche aktiv und die Männer des Karnevals-Vereins übernahmen den Ausschank an der Theke. Stadtbürgermeister Gerd Heim hatte im Vorfeld die Gestaltung des Plakats übernommen, Stadtbürgermeister a.D. Karl-Heinz Thilmann unterstützte den Abend durch eine hochprozentige Spende (Obstbrand) und die Feuerwehrkameraden hatten einen großen Nagelklotz organisiert, bei dem die Hämmernden Geschicklichkeit und Kraft unter Beweis stellen konnten. Was ebenfalls positiv zu erwähnen ist: Nicht nur die vielen Helferinnen und Helfer des gastgebenden Vereines waren in bayrischer Kleidung erschienen, sondern auch nahezu alle Gäste.
Gleiches galt selbstverständlich für die auftretenden Künstler. Eine verlässliche Unterstützung findet der Verein stets bei der Gruppe „Music made for you“. Dieter Döhrn (Keyboards), Detlev Paul (Gitarre), Sarah Schneider (Gesang) und Thomas Bleser (Schlagzeug) hatten sichtbar viel Spaß. Die Gruppe hat den Förderverein erst vor kürzlich mit einer Spende von 500 Euro vom zurückliegenden Jubiläums-Konzert unterstützt und begrüßt das Vereinsanliegen ausdrücklich. Ein Highlight des Abends waren auch die Auftritte der „Calmont-Bläser“. Die drei Musiker sorgten mit ihren Alphörnern für „moselländisches Alpenfeeling“. Der Auftritt der überregional bekannten Gruppe wurde dank der Unterstützung von Hans-Joachim Pätzold möglich. Das Motto des Abends war klar: Für ein tolles Oktoberfest müssen Feierlustige nicht unbedingt nach München fahren: Ein Besuch des Weißenthurmer Vereinshauses tut es auch.
Auch Orgelbauer war zu Gast
Rundum zufrieden mit dem Abend zeigte sich zu später Stunde auch Pia Zeyen, ihres Zeichens erste Vorsitzende des Orgelfördervereins. Wie sie mitteilte, kommen alle Einnahmen des Abends in vollem Umfang der historischen Klais-Orgel in der katholischen Pfarrkirche Weißenthurm zugute. Beim Oktoberfest nahm übrigens auch Orgelbauer Dr. Hans-Wolfgang Theobald teil. Eine Gruppe aus Weißenthurm hatte vor wenigen Tagen das Unternehmen besucht und sich vor Ort informiert. Der Orgelbauer war vom Engagement des 2013 gegründeten Vereins so begeistert, dass er gerne die Einladung zum Oktoberfest annahm und aus Bonn anreiste. Einen genauen Zeitpunkt, wann die Restauration der historischen Klais-Orgel aus dem Jahr 1910 beginnt, wollte Pia Zeyen noch nicht bekannt geben. Doch zumindest hatte sie andere gute Nachrichten: Sowohl die rheinland-pfälzische Denkmalpflege als auch die Denkmalpflege-Abteilung des Bistums hat angekündigt, das Vorhaben des Weißenthurmer Fördervereins zu unterstützen.
Und wer weiß: Wenn die Erfolgsgeschichte des Vereins und die Unterstützung durch die Bevölkerung so weitergehen, dann erfolgt vielleicht schon beim dritten (Brauchtums-)Oktoberfest im Jahr 2016 die Bekanntgabe des Restaurations-Termins.
(Von links) die Vorstandsmitglieder Werner Schumacher (Beisitzer), Petra Meyer (stellvertretende Vorsitzende), Pia Zeyen (Vorsitzende) und Udo Weber (Protokollführer und Kassierer) freuten sich über ein gelungenes Oktoberfest des Orgelfördervereins Heilige Dreifaltigkeit Weißenthurm.
