Allgemeine Berichte | 24.07.2015

Dekanat Andernach-Bassenheim: Quergedacht

Gründe und Ursache für die Flüchtlingsströme in Afrika

Der Referent Dr. Dr. Alexander Lohner präsentierte die erschreckenden und aufrüttelnden Zahlen der Flüchtlinge weltweit.privat

Andernach. Das Dekanat Andernach-Bassenheim hatte zu einem Gesprächsabend mit dem Thema Gründe und Ursache für die Flüchtlingsströme in Afrika - Politische und ethische Aspekte - eingeladen. Der Referent des Abends, Dr. Dr. Alexander Lohner, theologischer Grundsatzreferent des Bischöfliches Hilfswerkes MISEREOR e.V., präsentierte zunächst die erschreckenden und aufrüttelnden Zahlen der Flüchtlinge weltweit. Wobei er unterstrich, dass die meisten Flüchtlinge Binnenflüchtlinge seien, also Menschen, die im eigenen Land fliehen, aber keine Möglichkeit haben, das Land zu verlassen. Mit Blick auf Afrika wurde zudem deutlich, dass die Zahl der Menschen, die ihre kriegs- und krisengeschüttelten Länder verlassen und ihre letzte Hoffnung im Überqueren des Mittelmeeres sehen, stetig steigt. Im Jahr 2013 waren es 60000 Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa kamen. In der ersten Jahreshälfte 2015 flohen bereits mehr als 100000 Menschen. In einem kurzen historischen Abriss wies der Referent darauf hin, dass der Kolonialismus und der Kalte Krieg erhebliche Auswirkungen auf die Länder Afrikas hatten und dass die wirtschaftliche Ausbeutung die Krise der Länder weiter vorantreibt. Für die Zukunft prophezeite der Referent einen erheblichen Anstieg der Flüchtlingszahlen bedingt durch den Klimawandel. Naturkatastrophen, Gletscherschmelze, Überschwemmungen, Absenkung des Grundwasserpegels und extreme Wetterveränderungen treffen besonders die Menschen im ohnehin armen Süden und werden vermehrt Menschen auf die Flucht zwingen. Als Gründe für den Klimawandel nannte der Referent unter anderem den hohen Wasserverbrauch für Industrie und Landwirtschaft sowie Landgrabbing, also das Aufkaufen ganzer Landstriche durch Konzerne oder Staaten zwecks großflächiger Bewirtschaftung. Als Lösungsansätzen nannte er eine Veränderung des Lebensstils und des Konsumverhaltens, nur so könne Druck auf Politik und Wirtschaft gemacht werden. Es schloss sich eine lebendige Diskussion an, in der deutlich wurde, wie dramatisch die Auswirkungen des Klimawandels für alle Menschen werden und schon sind, besonders aber für die Ärmsten der Armen.

Pressemitteilung des

Dekanats Andernach-Bassenheim

Der Referent Dr. Dr. Alexander Lohner präsentierte die erschreckenden und aufrüttelnden Zahlen der Flüchtlinge weltweit.Foto: privat

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