Goldenes Priesterjubiläum für Pastor Georg Frorath in Weißenthurm
„Kirche muss Heimat bleiben“
Anstelle von Geschenken hatte Pastor Frorath um Spenden für den Orgelverein gebeten
Weißenthurm. Am Sonntag, 2. August, feierte Pastor Georg Frorath in Weißenthurm, seiner ersten Pfarrstelle (1972 bis 1981) und seiner jetzigen Wohngemeinde im Ruhestand, das Goldene Priesterjubiläum. Pfarrer Frorath wohnt im Haus von Frau Gisela Höfer, die er vor 45 Jahren in Weißenthurm als Pfarrsekretärin gewinnen konnte. Sie begleitete ihn zu den weiteren Pfarrstellen als Sekretärin und Haushälterin nach Saarbrücken, Altenkessel/Rockershausen und Neuwied, Heimbach-Weis/Gladbach. Der Festtag begann mit einem Festgottesdienst, der von Weihbischof Jörg Michael Peters gehalten wurde. Dieser entstammt der Pfarrgemeinde Altenkessel-Rockershausen, in der Pastor Frorath als Gemeindepfarrer tätig war. Die Festpredigt hielt der Jubilar selbst und legte den Themenschwerpunkt dabei auf die Probleme der Kirche von heute. Weniger Mitglieder und der Priestermangel würden zu neuen Strukturen zwingen. Dabei sei er ein Verfechter des Zusammenführens der schrumpfenden Gemeinden. Natürlich dürfe man die Gläubigen nicht alleine lassen, Kirche muss Heimat bleiben und auch weiterhin für die Menschen vor Ort da sein. Das gehe nicht durch das Verharren in alten Strukturen, so verwalte man sich am Ende nur zu Tode. Im Anschluss waren alle Gottesdienstbesucher ins kath. Vereinshaus zum Mittagsimbiss sowie Kaffee und Kuchen eingeladen. Fleißige Helfer der kfd Weißenthurm sowie aus der Familie des Jubilars arbeiteten hart dafür, dass über 200 Gäste beköstigt werden konnten. Es musste niemand weg geschickt werden - so war es fast wie eine Wiederholung der wundersamen Brotvermehrung. Der Festtag endete mit einer Vesper in der Kirche. Pastor Georg Frorath und auch Frau Gisela Höfer haben sich mit großer Dankbarkeit über die vielen Gäste und Helfer gefreut, die diesen Tag noch lange in Erinnerung behalten werden. Pastor Frorath hatte anstelle von Sach-Geschenken, für eine Spende zugunsten des Orgelfördervereins gebeten. Wie sich nun herausstellte, ist dabei einiges herum gekommen. Bei der Scheckübergabe am 18. August konnte dem Orgelförderverein Hl. Dreifaltigkeit Weißenthurm e. V. ein Betrag in Höhe von 6.000 Euro übergeben werden. Der 2013 gegründete Orgelförderverein hat das Ziel, die nicht mehr funktionstüchtige Orgel in der Pfarrkirche zu restaurieren. Eine Restaurierung ist durch die Wiederverwendung des vorhandenen Materials wesentlich kostengünstiger als ein Neubau. Für dieses große Ziel konnten aktuell bereits über 37.000 Euro gesammelt werden. Da das nicht reicht, werden natürlich noch weitere Spenden benötigt. Der Verein versucht, mit eigenen Aktionen, wie zum Beispiel dem bevorstehenden Oktoberfest an weitere Mittel zu gelangen. Auch gibt es die Möglichkeit, für einzelne Orgelpfeifen Patenschaften zu übernehmen. Weitere Informationen unter orgelfoerderverein-weissenthurm.de, bei den Vorstandsmitgliedern oder am Schriftenstand in der Kirche. Der Jubilar Georg Frorath erhielt als besonderes Dankeschön Patenschaftsurkunden für zwei Orgelpfeifen aus dem „Contra Baß“, passend zu seinen Initialen wurden die Töne „G“ und ein „F“ ausgewählt.
