Lokalsport | 24.05.2013

Gute Ergebnisse für Lucas Luhr und TKL Motorsport beim 24-Stunden-Rennen

Kurz aber sehr ereignisreich

Der gelbgrüne Manthey Porsche mit der Nummer 18 gefahren von Luhr, Romain Dumas, Marc Lieb und Timo Bernhard.  DEB

Adenau. Die 41. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring Nordschleife 2013 hatte es in sich. Es wird als kürzestes 24-Stunden-Rennen, dafür aber als eines der ereignisreichsten in die Geschichte eingehen. Der Mülheim Kärlicher Lucas Luhr (2006 und 2012 Sieger 24-Stunden-Rennen), alleiniger Rekordhalter an Siegen in der American Le Mans Serie mit 42 Siegen, startete für das Team Manthey auf einem Porsche GT3 RSR mit seinen Teamkollegen Romain Dumas aus Basel (Le Mans Sieger 2010), Timo Bernhard (fünfmaliger Sieger des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring) und Marc Lieb aus Ludwigsburg, ebenfalls viermaliger Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Dazu Luhr: „Klar, wir haben eine Topfahrer-Besetzung und das Auto ist top. Dazu das Team Manthey, das einen tollen Job macht und hier schon oft den Gesamtsieg holte. Natürlich bin ich hier, um zum dritten Mal eins der härtesten Langstreckenrennen der Welt zu gewinnen. Timo oder Marc oder Romain, das sind genauso wie ich Nordschleifenexperten mit der Erfahrung, so ein Auto schnell auf der 25 km langen Nordschleife zu fahren.“ Im Qualifying lief es für den Wagen mit der Nummer 18 nicht so gut und man fand sich auf der 19. Position in der Liste wieder. „Das ist ein wenig enttäuschend, doch wir haben ja 24 Stunden Zeit, weiter nach vorne zu kommen“. Am Sonntag starteten um 17 Uhr 180 GT- und Tourenwagen in das Abenteuer „Grüne Hölle“. Bei guten äußeren Bedingungen und noch trockener Piste. Vehement arbeitete sich der Porsche in den ersten Stunden bis auf den zweiten Platz vor, auch Dank des Mülheim Kärlichers, der richtig schnelle Runden in den Asphalt brannte. Ganze sechs Sekunden lag man hinter dem Führenden Aston Martin GT3. Die Pace aber machte der Manthey Porsche. Gegen acht Uhr fing der Regen an, der immer heftiger wurde und somit beschloss die Rennleitung, das Rennen um 11 Uhr zu unterbrechen. Auch Nebelbänke bildeten sich an der Strecke. Im Regen bis zum Abbruch fiel der Manthey Porsche zurück. Am Montagmorgen regnete es zwar immer noch, doch die Sicht auf der Nordschleife war besser und so dröhnten ab 8 Uhr in der Früh wieder die Motoren. Dazu der Teamchef Olaf Manthey: „Bei diesen Bedingungen wird es sehr schwer, je nachdem, wie viel Wasser auf der Strecke ist, wird der ein oder andere Regenreifen besser funktionieren und da sind die BMW Z4 im Vorteil.“ Er sollte Recht behalten, denn im Nassen hatte der Wagen keine Chancen, Boden gutzumachen. Der Rest des Rennens ist schnell erzählt, ab dem frühen Nachmittag trocknete die Ideallinie ab und die Rundenzeiten des RSR Porsche wurden schneller, sodass bei der Zieldurchfahrt ein achtbarer siebter Platz heraussprang.“ Natürlich komme ich hierher, um zu gewinnen, der siebte Rang ist schon enttäuschend für mich und auch für das Team. Wir haben alle unser Bestes gegeben, doch im Nassen haben wir die Zeit liegen gelassen. Es waren wirklich Bedingungen, wie man sie so oft nicht sieht, Nebel, viel Wasser und auch Öl, das war schon sehr schwer heute“, so der Mülheim Kärlicher. Ganz zufrieden war das Team Audi Race Experience, welches zwei Audi R8 LMS Ultra an den Start brachte. TKL Motorsport mit Marc Klöppel und seiner Boxenmannschaft betreuten wie immer die Kundenautos, die mit Profis und Kunden besetzt sind. TKL Motorsport ist beheimatet in Kettig und leistet ganz hervorragende Arbeit im Motorsport. „Ankommen ist angesagt und es soll ja viel Regen geben, natürlich sollen die Autos heil bleiben, die sehr gut vorbereitet und mit Topfahrern bestückt sind. Marco Werner ist dreimaliger Le Mans Sieger, Pierre Ehret ist ein ausgesprochen guter Sportwagenspezialist, Rahel Frey ist ja 2012 bei Audi in der DTM Werkspilotin gewesen und Alex Yoong ist schon Formel 1 gefahren“, so Marc Klöppel, der mit seinem Partner Gerd Lambert die Verantwortung und Boxenarbeit für die Rennwagen hat. Und das bewiesen sie auch wieder beim diesjährigen 24h-Rennen und leisteten hervorragende Arbeit. Beide Audi R8 LMS kamen ins Ziel mit guten Platzierungen. Dazu die Schweizerin Rahel Frey: „Die Autos sind sehr gut vorbereitet und das Team TKL arbeitet sehr gut. Das Rennen macht mir schon Sorgen, denn jede Sekunde ist was anderes auf der Strecke wie Ausflüge auf Öl, der Regen, Doppelgelb geschwenkte Flaggen, viel Verkehr, also ganz schwierige Situationen. Grundsätzlich sind wir gut durchgekommen und auch die Kunden machen einen tollen Job. Das ganze Team arbeitet super und ich fühle mich wohl. Hier wird hochprofessionelle Arbeit geleistet. Gut, das Rennen hier hat seine eigenen Gesetze mit der Unterbrechung von über neun Stunden, da kann man nix machen“. Rahel Frey, Alex Yoong, Marco Werner und Dominique Bastien kamen auf Platz 18 und das Schwesterauto mit Pierre Ehret, Christian Bollrath und Ronnie Saurenmann unter die Top dreißig. Dazu Marc Klöppel von TKL: „Wir hatten mal einen Zwischenfall auf der Strecke, der Zeit gekostet hat, doch im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Ausgang des Rennens. Die Autos könnten von der Platzierung zusammenstehen, doch der Unfall hat uns viel Zeit in der Box gekostet. Unter den Bedingungen kann man wirklich froh sein, dass die Autos heil geblieben sind und dass das Ergebnis stimmt. Beide Autos im Ziel, was will man mehr. Audi Race Experience mit der Mannschaft TKL Motorsport aus Kettig haben jetzt Pause und treten erst wieder beim Sechs-Stunden-Rennen im August an, ebenfalls auf der Nürburgring Nordschleife.

Der gelbgrüne Manthey Porsche mit der Nummer 18 gefahren von Luhr, Romain Dumas, Marc Lieb und Timo Bernhard. Foto: DEB

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